DGUV Information 201-016 - Schreiner-Tischlerarbeiten auf Baustellen und Montag...

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Abschnitt 5.1, Maßnahmen gegen Absturz Notwendigkeit von Abs...
Abschnitt 5.1
Schreiner-/Tischlerarbeiten auf Baustellen und Montagestellen (bisher: BGI 735)
Titel: Schreiner-/Tischlerarbeiten auf Baustellen und Montagestellen (bisher: BGI 735)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 201-016
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 5.1 – Maßnahmen gegen Absturz

Notwendigkeit von Absturzsicherungen

Die Absturzhöhe ist der Höhenunterschied zwischen einer Absturzkante, einem Arbeitsplatz oder Verkehrsweg und der nächsten tiefer gelegenen ausreichend breiten und tragfähigen Fläche. Zur Bestimmung siehe Skizzen.

Beim Ein- und Ausbau sowie der Reparatur von Fenstern stellt die Oberkante der Brüstung die Absturzkante dar. Nur wenn die Brüstung mindestens 1 m hoch ist und die gesamten Arbeiten ausschließlich vom Boden aus durchgeführt werden, kann auf eine zusätzliche Absturzsicherung verzichtet werden.

Arbeitsplätze VerkehrswegeAbsturzsicherung ab einer Absturzhöhe von ...Ausführungen
Freiliegende Treppenläufe oder Treppenabsätze, Wandöffnungen> 1 mSeitenschutz, bestehend aus Geländerholm Höhe 1 m, Zwischenholm Höhe 0,5 m mindestens beginnend ab der 5. Stufe
Alle Übrigen,
auch Einbau, Ausbau und Reparatur von Fenstern
Ausnahme: auf Dächern
> 2 mGerüste, Seitenschutz
oder persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz
Auf Dächern> 3 mGerüste, Seitenschutz,
Schutznetze bei Absturzgefahr nach innen (z.B. bei Hallen), oder persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz
Arbeiten an Fenstern,
z.B. Malerarbeiten
> 5 m
Hinweis: Werden bei Fenstersanierungsarbeiten neben Malerarbeiten auch Reparaturarbeiten durchgeführt, sind Absturzsicherungen ab einer Absturzhöhe von 2 m notwendig
Gerüste, Seitenschutz,
oder persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz

Absturzsicherungen können auch bei geringeren Absturzhöhen notwendig sein, wenn besondere Gefährdungen vorliegen, z.B. durch herausstehende Bewehrungseisen, ungünstige Witterungseinflüsse (z.B. Eis, Sturm, starker Schneefall). Dies kann sich aus der Gefährdungsbeurteilung ergeben.