DGUV Information 201-016 - Schreiner-Tischlerarbeiten auf Baustellen und Montag...

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Abschnitt 3.8, Vorbereitung von Bau- und Montagearbeiten
Abschnitt 3.8
Schreiner-/Tischlerarbeiten auf Baustellen und Montagestellen (bisher: BGI 735)
Titel: Schreiner-/Tischlerarbeiten auf Baustellen und Montagestellen (bisher: BGI 735)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 201-016
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 3.8 – Vorbereitung von Bau- und Montagearbeiten

Grundsätzlich muss der Unternehmer vor Aufnahme der Arbeiten eine Gefährdungsbeurteilung durchführen. Zur Unterstützung stellt die Berufsgenossenschaft Holz und Metall einen "Check für Sicherheit und Gesundheitsschutz für Bau- und Montagearbeiten" zur Verfügung.

Es wird dringend empfohlen, sich vor der Aufnahme der Arbeiten ein genaues Bild über die Gegebenheiten und besonderen Anforderungen auf der Baustelle zu verschaffen. Dies kann durch eine Besichtigung oder durch Videos bzw. Fotos von der Baustelle geschehen.

Für eine störungsfreie Abwicklung von Bau- und Montagearbeiten sollten die nachfolgend aufgeführten Fragen rechtzeitig geklärt werden.

Arbeiten mit asbesthaltigen Materialien, z.B. Beseitigung von Wellasbestzementplatten, dürfen nur von Fachfirmen ausgeführt werden, die über die notwendige personelle und gerätetechnische Ausrüstung verfügen und die die entsprechende Sachkunde für den Umgang mit Asbestzementerzeugnissen nach TRGS 519 nachweisen können.

  • Sind die erforderlichen Baustellenbedingungen/Montagevoraussetzungen

    (z.B. Gerüst, Verkehrswege, Lagerflächen, Gerüstvorbauten jeweils auf Etagenhöhe zum Absetzen von Bauelementen (Fensterrahmen, Glas, Gipskartonplatten, Bodenbeläge)) gegenüber dem Auftraggeber formuliert und deren Erfüllung von diesem bestätigt?

  • Wird eine Sichtprüfung der auf der Baustelle verwendeten Arbeitsmittel durchgeführt und werden nur sichere Arbeitsmittel mitgeführt?

  • Ist organisiert, dass schwere Bauelemente im Hinblick auf einen ergonomisch günstigen Transport (für den Einsatz von Hebe-/Trage-/Montagegeräten) möglichst nahe an die Montagestelle angeliefert werden?

  • Sind Hilfsmittel für einen sicheren Transport und zur Entlastung der Wirbelsäule bereitgestellt? (z.B. Lastenroller, Tragehilfen)

    • siehe hierzu auch BG-Information "Transport und Lagerung von Platten, Schnittholz und Bauelementen" (BGI 734)

  • Sind die Beschäftigten über die bei den Arbeiten auftretenden Gefahren und die notwendigen Schutzmaßnahmen unterwiesen?

  • Sind Maßnahmen zur Ersten Hilfe getroffen? (z.B. Mobiltelefon für Notruf, Ersthelfer, Verbandkasten nach DIN 13157 bzw. DIN 13169, Verbandbuch)

  • Sind die notwendigen persönlichen Schutzausrüstungen bereitgestellt?

    (z.B. Sicherheitsschuhe mit durchtrittsicherer Sohle Ausführung S3 auf Rohbaustellen, ansonsten mindestens S1, Gehörschutz, Schutzbrille, Schutzhelm, Schutzhandschuhe)

  • Sind die notwendigen Absturzsicherungen bereitgestellt?

    (z.B. System-Gerüst-Elemente, Gerüst-Sonderformen bei spezieller Fassadengestaltung, Sicherheitsgeschirre in Verbindung mit Türtraversen)

    • siehe auch Abschnitt "Maßnahmen gegen Absturz"

  • Sind Leitern in entsprechender Bauart und Länge vorhanden?

    (z.B. müssen Anlegeleitern so lang sein, dass sie mindestens 1 m über die Austrittstelle hinausragen, darf die oberste Stufe/Sprosse von Stehleitern nur bestiegen werden, wenn eine Sicherheitsbrücke und ein Haltebügel vorhanden ist)

  • Ist ein Baustromverteiler mit FI-Schutzeinrichtung (RCD) bereitgestellt oder werden Schnurzwischengeräte mit FI-Schutzschalter PRCD-S mitgeführt?

    • siehe hierzu auch BG-Information "Auswahl und Betrieb elektrischer Anlagen und Betriebsmittel auf Baustellen" (BGI 608)