DGUV Information 209-040 - Entsorgung in Sägewerken Arbeitssicherheit an Maschin...

Online-Shop für Schriften

Jetzt bei uns im Shop bestellen

Jetzt bestellen
Abschnitt 3, Einzelmaschinen
Abschnitt 3
Entsorgung in Sägewerken Arbeitssicherheit an Maschinen und Anlagen (bisher: BGI 730-7)
Titel: Entsorgung in Sägewerken Arbeitssicherheit an Maschinen und Anlagen (bisher: BGI 730-7)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 209-040
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 3 – Einzelmaschinen

Schwingförderrinne (Vibrorinne)

Risiko
Gefährdungsstufe III.

Es besteht ein geringes Verletzungsrisiko durch:

  • Quetschen der Finger zwischen der Schwingbewegung der Vibrorinne und der trichterförmigen Verblechung

Beschaffenheit und Schutzmaßnahmen
Zwischen schwingender Vibrorinne und festen Einbauten (z. B. Trichterwänden) Sicherheitsabstand von mindestens 25 mm - bei maximaler Auslenkung der Vibrorinne - einhalten.

Exzenterantriebe verkleiden.

Betrieb
Hinweise zur Sicherheit bei der Störungsbeseitigung sowie bei Reinigungs-, Rüst- und Instandhaltungsarbeiten in der Betriebsanleitung des Herstellers beachten.

Bild 1: Vibrorinne

1.Sicherheitsabstand von mindestens 25 mm zwischen Vibrorinne und trichterförmiger Verblechung
  

 

Förderband

Risiko
Gefährdungsstufe III.

Es besteht ein geringes Verletzungsrisiko durch:

  • Einziehen an Bandauflaufstellen

Beschaffenheit und Schutzmaßnahmen
Sicherung der Bandauflaufstellen und Antriebe des Förderers durch Verkleidungen, Füllstücke oder Auskleidungen.

Betrieb
Hinweise zur Sicherheit bei der Störungsbeseitigung sowie bei Reinigungs-, Rüst- und Instandhaltungsarbeiten in der Betriebsanleitung des Herstellers beachten.

Bild 2: Füllstücke an Einzugstellen von z. B. Förderbändern nach EN 619

  

Kratzförderer

Risiko
Gefährdungsstufe II.

Es besteht ein erhebliches Verletzungsrisiko durch:

  • Quetschen und Scheren zwischen Mitnehmern und festen Maschinenteilen

Beschaffenheit und Schutzmaßnahmen
Sicherung der Einzelgefahrstellen des Förderers (z. B. Kettenauflaufstellen, Quetsch- und Scherstellen durch Mitnehmer) durch Verkleidungen oder Auskleidungen der Förderebene (Abstand Auskleidung zum Mitnehmer höchstens 5 mm).

Sicherung der Auflaufstellen an den Umlenkrädern durch Verkleidungen.

Leicht erreichbare NOT-AUS-Schalter.

Betrieb
Hinweise zur Sicherheit bei der Störungsbeseitigung sowie bei Reinigungs-, Rüst- und Instandhaltungsarbeiten in der Betriebsanleitung des Herstellers beachten.

Dies betrifft insbesondere den Austausch der Mitnehmerleisten (z. B. Weiterschalten des Kratzförderers im Tippbetrieb vor Ort).

Risikostellen

Anforderungen

     
  1. 1

    Zwischen Tragwerk
    und Kratzerkette (Scheren)

  1. a)

    äußere Gestaltung

     
  1. oder

  2. b)

    Schutzbereich für Kratzförderer, die in Verbindung mit Maschinen verwendet werden, zu Maschinenteilen aus Metall und einem Behälter zum Sammeln der Späne

     

Bild 3: Anforderungen an Kratzförderer nach EN 618 (Stetigförderer und Systeme - Sicherheits- und EMV-Anforderungen an mechanische Fördereinrichtungen für Schüttgut ausgenommen ortsfeste Gurtförderer)

  

Bild 4: Kratzförderer

1.Gegen Zugriff gesicherte Einwurföffnung (Gitter)
  

Schneckenförderer

Risiko
Gefährdungsstufe II.

Es besteht ein erhebliches Verletzungsrisiko durch:

  • Einziehen und Aufwickeln

Beschaffenheit und Schutzmaßnahmen
Sicherung der Gefahrstellen durch trennende Schutzeinrichtungen.

Leicht erreichbare NOT-AUS-Schalter.

Betrieb
Hinweise zur Sicherheit bei der Störungsbeseitigung sowie bei Reinigungs-, Rüst- und Instandhaltungsarbeiten in der Betriebsanleitung des Herstellers beachten.

Risikostellen

Anforderungen
  1. 1

    Schnecke

Gefährdung durch Aufwickeln,
Einziehen oder Fangen

Feststehende Schutzeinrichtung am Trog:
ebenes Blech, keine Bremsen

     

  1. 2

    Füllen der Schnecken durch
    offenes Gehäuse

Gefährdung durch Aufwickeln,
Einziehen oder Fangen

Feststehende Schutzeinrichtung:
Maschendraht oder Lochblech,
keine Bremsen

     
  • Bewegliche Schutzeinrichtungen mit verriegelnder Vorrichtung, wie in Abschnitt 3.2 von EN 1088 definiert oder

  • Herausnehmbarer Trichter mit verriegelnder Vorrichtung, wie in Abschnitt 3.1 von EN 1088 definiert oder

  • Feststehende Schutzeinrichtung: ebenes Blech, Lochblech oder Maschendraht.

     

Bild 5: Anforderungen an Schneckenförderer nach EN 618
(Stetigförderer und Systeme - Sicherheits- und EMV-Anforderungen an mechanische Fördereinrichtungen für Schüttgut ausgenommen ortsfeste Gurtförderer)

  

Hacker

Risiko
Gefährdungsstufe II.

Es besteht ein erhebliches Verletzungsrisiko durch:

  • Schneiden beim Messerwechsel

  • Abstürzen vom Gehäuse beim Messerwechsel

Beschaffenheit und Schutzmaßnahmen
Messerwellenverkleidung mit elektrischer Verriegelung und Zuhaltung bis zum Werkzeugstillstand.

Not-Abschalteinrichtung für Einzugsvorrichtung

Für den Messerwechsel sichere Aufstiege und Podeste schaffen.

Betrieb
Hinweise zur Sicherheit bei der Störungsbeseitigung sowie bei Reinigungs-, Rüst- und Instandhaltungsarbeiten in der Betriebsanleitung des Herstellers beachten.

Zum Messerwechsel schnittfeste Handschuhe verwenden.

Stand der Entsorgungstechnik
Entsorgung durch Kratzförderer.

Stand der Lärmminderungstechnik
Schnelllaufende Hackerweisen Emissionsschalldruckpegel am Arbeitsplatz von etwa 100 dB(A) auf. Sie sind deshalb zu kapseln (Lärmschutzkabine).

Bild 6: Hacker mit Schallschutzkabine

  

Bild 7: Schaltbügel vor der Einzugsvorrichtung des Hackers

  

Schwingsiebe

Risiko
Gefährdungsstufe III.

Es besteht ein geringes Verletzungsrisiko durch:

  • Quetschen zwischen Schwingsieb und festen Teilen der Umgebung

  • Stoßen durch das Schwingsieb

  • Stoßen, Quetschen, Scheren und Einziehen durch den Antrieb des Schwingsiebes

Beschaffenheit und Schutzmaßnahmen
Sicherheitsabstand bei größter Ausschwingung von mindestens 0,5 m zu festen Teilen der Umgebung. Falls dieser Abstand nicht eingehalten werden kann, ist eine Umzäunung mit elektrisch verriegelter Zugangstür erforderlich.

Betrieb
Hinweise zur Sicherheit bei der Störungsbeseitigung sowie bei Reinigungs-, Rüst- und Instandhaltungsarbeiten in der Betriebsanleitung des Herstellers beachten.

Bild 8: Schwingsieb mit Umzäunung

  

Späneboxen mit Egalisiereinrichtungen

Risiko
Gefährdungsstufe I.

Es besteht ein hohes Verletzungsrisiko durch:

  • Quetschen und Scheren durch die Egalisiereinrichtung

  • Abstürzen von Personen bei der Störungsbeseitigung und bei Instandhaltungsarbeiten

Beschaffenheit und Schutzmaßnahmen
Gefahrbereichssicherung: Umzäunung mit elektrisch verriegelten Zugangstüren.

Sichere Zugänge (Treppen, Laufstege, Überstiege) für Störungsbeseitigungen und Instandhaltungsarbeiten schaffen.

Betrieb
Hinweise zur Sicherheit bei der Störungsbeseitigung sowie bei Reinigungs-, Rüst- und Instandhaltungsarbeiten in der Betriebsanleitung des Herstellers beachten.

Es besteht Lebensgefahr, wenn bei nicht abgeschalteter Anlage eingestiegen wird.

Bild 9: Späneboxen mit Egalisiereinrichtungen

1.Egalisiereinrichtung
2.Umzäunung mit elektrisch verriegelter Zugangstür