DGUV Information 209-039 - Schnittholzsortierung und Schnittholzstapelung in Säg...

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Abschnitt 5, Quersortieranlagen ohne automatische Sortierspe...
Abschnitt 5
Schnittholzsortierung und Schnittholzstapelung in Sägewerken Arbeitssicherheit an Maschinen und Anlagen (DGUV Information 209-039)
Titel: Schnittholzsortierung und Schnittholzstapelung in Sägewerken Arbeitssicherheit an Maschinen und Anlagen (DGUV Information 209-039)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 209-039
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 5 – Quersortieranlagen ohne automatische Sortierspeicherentleerung

Bild 7: Layout-Beispiel einer Quersortieranlage ohne automatische Sortierspeicherentleerung

Fertigungsablauf

Quersortieranlagen ohne automatische Sortierspeicherentleerung bestehen aus Querförderer und Sortierung.

Als Sortierspeicher werden z. B. Rungenwagen, Boxen mit Schwenkböden, Gurtboxen oder Hubboxen eingesetzt. Die Entleerung der Sortierboxen und der Abtransport auf einem Querförderer (Entladeförderer) erfolgt im Tippbetrieb.

Lärmeinwirkung

Lärmemissionswerte von Einzelmaschinen sind derzeit nicht verfügbar. Deshalb wurden für typische Tätigkeiten in Sägewerken personenbezogene Messwerte erhoben:

  • Stapeln, Paketieren

     von Handbis 89 dB(A)

Sicherheitstechnisches Grundkonzept

Die Sortierung besteht aus Sortierförderer, Sortierspeicher (z. B. Rungenwagen, Boxen) und Entladeeinrichtung (z. B. Rungenwagen, Querförderer).

Anlagen mit Sortierboxen werden in der Regel mit einer Umzäunung mit elektrisch verriegelten Zugangstüren, gegebenenfalls in Verbindung mit Sicherheitslichtschranken, gesichert.

Anlagen mit Rungenwagen werden üblicherweise nur für die Sortierung von Latten- und Brettware verwendet. In der Regel erfolgt die Sicherung der mechanischen Gefahrstellen am Sortierförderer durch eine Einzelgefahrstellensicherung. Das Betreten des Abwurfbereiches muss durch eine Umzäunung gesichert werden. Wegen des geringeren Verletzungsrisikos (Sortierung von Latten- und Brettware) kann auf der Entnahmeseite der Rungenwagen auf eine Umzäunung verzichtet werden.

Können die Gefahrstellen am Sortierförderer nicht einzeln gesichert werden, muss der gesamte Bereich mit einer Umzäunung mit elektrisch verriegelten Zugangstüren, gegebenenfalls in Verbindung mit Sicherheitslichtschranken, gesichert werden.

Sortierung

Risiko

Gefährdungsstufe I

Es besteht ein hohes Verletzungsrisiko durch:

  • Quetschen, Scheren und Einziehen durch Kettenantriebe, Förderketten und Mitnehmer

  • Quetschen und Scheren zwischen Fördergut und festen Teilen der Umgebung

  • Quetschen und Scheren durch den Sortiermechanismus, z. B. Sortierklappen

  • Stoßen und Quetschen durch abgeworfene Werkstücke

  • Stolpern über herumliegende Hölzer

  • Stolpern und Abstürzen bei Störungsbeseitigungen und Instandhaltungsarbeiten

Bild 8: Quersortieranlage mit schwenkbaren Sortierboxenböden

1.Für den Entleervorgang wird der Schwenkboden mit Kettenzug im Tippbetrieb auf den Entladeförderer abgesenkt
2.Sicherheitslichtschranken als Zugangssicherung
3.Auskleidung der Schwenkböden zur Vermeidung der Absturzgefahr bei Störungsbeseitigungen

Beschaffenheit und Schutzmaßnahmen

Gefahrbereichssicherung: Umzäunung mit elektrisch verriegelten Zugangstüren; gegebenenfalls in Verbindung mit Sicherheitslichtschranken.

Bei Absturzgefahr: Einrichtung von begehbaren Flächen mit Absturzsicherungen, z. B. Auskleidung der Böden der Sortierboxen.

Auf eine Gefahrbereichssicherung kann verzichtet werden, wenn nur geringe Verletzungsfolgen durch abgeworfene Werkstücke zu erwarten sind und darüber hinaus

  • die Gefahrstellen der Förderer und des Sortiermechanismus nicht erreicht werden können oder einzeln gesichert sind,

  • ein unbeabsichtigtes Betreten des Abwurfbereiches vermieden wird, indem durch entsprechende Anlagenkonturen der Abwurfbereiche ersichtlich ist, und

  • NOT-AUS-Schalteinrichtungen vorhanden sind.

Bild 9: Quersortieranlage mit schwenkbaren Sortierboxenböden

1.Entladeförderer
2.Sicherheitslichtschranken als Zugangssicherung

Betrieb

Hinweise zur Sicherheit bei der Störungsbeseitigung sowie bei Reinigungs-, Rüst- und Instandhaltungsarbeiten in der Betriebsanleitung des Herstellers beachten.

Herumliegende Hölzer beseitigen.