DGUV Information 209-038 - Seitenwarenbearbeitung in Sägewerken Arbeitssicherhei...

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Anhang 3:, Zusammenstellung baujahrabhängiger Einzelheiten
Anhang 3:
Seitenwarenbearbeitung in Sägewerken Arbeitssicherheit an Maschinen und Anlagen (DGUV Information 209-038)

Anhangteil

Titel: Seitenwarenbearbeitung in Sägewerken Arbeitssicherheit an Maschinen und Anlagen (DGUV Information 209-038)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 209-038
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Anhang 3: – Zusammenstellung baujahrabhängiger Einzelheiten

Tabelle 1 Stetigförderer

 nach Maschinenrichtlinie mit CE-Kennzeichnung entsprechend EN 619nach VBG 10 bis Baujahr 1994
Gefährdungen durch Quetschen und ScherenIm Arbeits- und Verkehrsbereich sind neben den Stetigförderern die Gefahrbereiche zwischen geförderten Lasten und festen Teilen der Umgebung durch Mindestabstände entsprechend Tabelle 1 von EN 349 zu vermeiden oder z.B. durch Schutzeinrichtungen mit Annäherungsreaktion zu sichernForderung in VBG 10 explizit nicht enthalten Empfehlung: Sicherung analog EN 619
 Bei Vertikalumsetzeinrichtungen ist bei einer Resthöhe von weniger als 2,5 m der Bereich unter der Einrichtung zum Beispiel durch verriegelte Türen oder Schranken zu sichern, für Wartungsarbeiten muss ein Freiraum konstruktiv oder durch Blockiereinrichtungen geschaffen werdenWar nicht in VBG 10, sondern in ZH 1/159 geregelt (gültig ab April 85): Bei einem Freimaß kleiner 2 m und Betretbarkeit ohne Übersteigen eines Förderers ist eine Schalteinrichtung erforderlich, die die Abwärtsbewegung stoppt. Bei weniger als 500 mm Sicherung gegen Quetschen
FangstellenFeste Schutzeinrichtungen erforderlichForderung in VBG 10 explizit nicht enthalten Empfehlung: Sicherung analog EN 619
EinzugsstellenAllgemeine Anforderungen im Arbeits- und Verkehrsbereich: Einzugsstellen müssen durch Sicherheitsabstand konstruktiv vermieden, oder durch Füllstücke oder andere Maßnahmen gesichert werden. Trennende Schutzeinrichtungen müssen feststehend oder verriegelt sein.
Spezielle Anforderungen im Arbeits- und Verkehrsbereich, es müssen gesichert werden:
  1. 1

    Umlenkstellen an Zugorganen durch Füllstücke oder Verkleidungen

  2. 2

    Räder und Rollen von Transportwagen so, dass Fußverletzungen vermieden werden

  3. 3

    Auflauf- und Einzugsstellen an angetriebenen Rollenbahnen

  4. 4

    Einzugsstellen an Tragrollen durch Bandförderer (wenn das Band nicht mindestens 50 mm nach oben ausweichen kann), Tragrollen in Arbeitsbereichen sind vollständig abzudecken

Spezielle Anforderungen im Arbeitsbereich, es müssen gesichert werden:
  1. 5

    Gefahrbereiche zwischen Tragkettenförderer und bewegtem Stückgut

  2. 6

    Gefahrbereiche zwischen Rollenbahnen und bewegtem Stückgut zum Beispiel durch Auskleidungen zwischen den Rollen mit einem Spalt von max. 5 mm

Allgemeine Anforderungen: Einzugsstellen, die durch das Umlaufen des Zug- oder Tragorgans oder durch das Bewegen von Schubelementen entstehen, sind zu vermeiden oder zu sichern
Spezielle Anforderungen:
  1. 1

    Trommeln, Räder und Rollen, an denen Zugorgane um- oder abgelenkt werden sowie Kettenräder müssen unabhängig von der Lage der Gefahrstelle immer gesichert werden

  2. 2

    Räder von Transportwagen müssen so angeordnet oder gesichert sein, dass Fußverletzungen vermieden werden

  3. 3

    Bei angetriebenen Rollenbahnen müssen Auflaufstellen zwischen Antriebselement und angetriebenen Rollen im Arbeits- und Verkehrsbereich so beschaffen sein, dass keine Körperteile eingezogen werden

  4. 4

    Bei Bandförderern müssen die Einzugsstellen der Tragrollen im Arbeits- und Verkehrsbereich gesichert werden, wenn das Band nicht mindestens um 50 mm ausweichen kann. Bei Arbeitsplätzen an Bandförderern müssen die Tragrollen auf der Seite der Arbeitsplätze abgedeckt sein

  5. 5

    Stand der Technik, aber Forderung in VBG 10 explizit nicht enthalten

  6. 6

    Stand der Technik, aber Forderung in VBG 10 explizit nicht enthalten

Gefährdungen durch Anstoßen und AnfahrenEntsprechend einer Beurteilung von Gefährdungen und Risiken sind Schutzmaßnahmen an Übergängen erforderlich (z. B. ausgekleidete Förderebene bei geringen Fördergeschwindigkeiten)Verkehrswege neben, über oder unter Stetigförderern müssen ein gefahrloses Begehen ermöglichen
Sicherung des Zugangs zu GefahrbereichenUm zu verhindern, dass Be- und Entladestellen an Stetigförderern als Zugänge zu Gefahrbereichen benutzt werden, sind diese entsprechend Anhang Fzu gestaltenForderung in VBG 10 explizit nicht enthalten Empfehlung: Einzellösungen auf Grundlage VBG 5 bzw. in Anlehnung an EN 619
Sicherung gegen Herabfallen von GegenständenAn Fahrbahn- und Schienenenden müssen Endbegrenzungen angebracht seinForderung in VBG 10 explizit nicht enthalten Empfehlung: Sicherung analog EN 619
 Vertikalumsetzeinrichtungen mit hydraulischen und pneumatischen Triebwerken müssen mit Einrichtungen zur Begrenzung der Sinkgeschwindigkeit bei Schlauchbruch ausgestattet seinWar nicht in VBG 10, sondern in ZH 1/159 geregelt (gültig ab April 85): Bei Undichtigkeiten im Leitungssystem darf das 1,5-fache der betriebsmäßigen Senkgeschwindigkeit nicht überschritten werden
 Im Arbeits- und Verkehrsbereich sind Schutzeinrichtungen gegen herabfallende Lasten erforderlichIm Arbeits- und Verkehrsbereich sind Einrichtungen erforderlich, die verhindern, dass Personen durch herabfallendes oder abgeworfenes Ladegut verletzt werden können
Laufstege, Arbeitsbühnen, ZugängeEs müssen sichere Zugänge zu Steuerständen und anderen Arbeitsplätzen für Bedienung, Inspektion, Reinigung und Wartung vorhanden seinVorhandene Steuerstände müssen ohne Gefahr erreicht oder verlassen werden können
 Für Wartungs- und Reparaturarbeiten, die nicht vom Boden aus ausgeführt werden können, müssen:
  • feste Arbeitsbühnen vorhanden sein oder

  • die Konstruktion muss so gestaltet sein, dass bewegliche Arbeitsbühnen, Hebebühnen oder Gerüste eingesetzt werden können

Falls erforderlich müssen für regelmäßig wiederkehrende Wartungs- und Reparaturarbeiten Arbeitsstände oder Bühnen vorhanden sein, die gefahrlos zugänglich sind und von denen die Arbeiten gefahrlos durchgeführt werden können
Elektrische AusrüstungDie elektrische Ausrüstung muss EN 60204-1 entsprechen(es galt VDE 0113)
 Die Mindestschutzart bei Aufstellung im Freien beträgt IP55 (Schutzart für andere Aufstellung ist in EN 619 nicht festgelegt, übliche Anforderung im Holzbereich IP 54)In VBG 10 keine Festlegung getroffen (früher üblich: IP 54 Allgemein mit Ausnahme von Motoren, dort IP 44)
 Bei Energieausfall müssen alle Bewegungen selbsttätig gestoppt werden. Bewegungen ohne Antriebsenergie (ungewollter Vor- oder Rücklauf) müssen verhindert seinWenn Gefährdung von Personen besteht, muss ein ungewollter Rücklauf verhindert sein, bei abwärts geneigter Förderstrecke muss der Strang bei Ausfall des Antriebes gehalten werden
SteuerungenSteuerungen müssen EN 954-1 entsprechen und mindestens Kat 1 erfüllenForderung in VBG 10 nicht enthalten
 Für Sonderbetriebsarten ist ein abschließbarer Betriebsartenwahlschalter erforderlichForderung in VBG 10 nicht enthalten
Start und WiederanlaufBei Gefährdung durch Start oder Wiederanlauf muss ein Warnsignal vorgeschaltete werdenWarnsignal erforderlich, wenn der Stetigförderer von der Schaltstelle aus nicht mehr überblickt werden kann
 Wenn ein Stetigförderer einen anderen Stetigförderer belädt, muss eine Verriegelung vorgesehen seinForderung in VBG 10 nicht enthalten
Empfehlung: Sicherung risikoabhängig analog EN 619
StoppAn allen Steuerständen müssen Stoppeinrichtungen vorhanden sein, die Stoppfunktion muss den Stetigförderer in kürzest möglichem Zeitraum dauerhaft stillsetzen. Bei Stetigförderersystemen ist eventuell ein zeitverzögertes Abschalten einzelner Teile erforderlich(es galt VDE 0113)
NOT-AUSMüssen an allen Steuerständen, an allen Arbeitsplätzen und direkt zugänglichen Teilen, manuellen Be- und Entladestellen, Laufstegen und Übergabenstellen vorhanden sein. Von jedem direkt zugänglichen Punkt des Stetigförderers darf der nächste NOT-AUS-Schalter max. 10 m entfernt seinErforderlich im Arbeits- und Verkehrsbereich (Abstand zwischen 2 NOT-AUS-Schaltern nicht mehr als 20 m), an handbedienten Be- und Entnahmeeinrichtungen
 (nach EN 60204-1 darf das Wiedereinschalten nur möglich sein, wenn der NOT-AUS-Schalter, mit dem ausgelöst wurde, vorher von Hand entriegelt wurde)Wenn der Förderer von einer Schaltstelle nicht mehr überblickt werden kann, darf ein Wiedereinschalten ohne vorherige Entriegelung des NOT-AUS nicht möglich sein
hydraulische und pneumatische Einrichtungen
Einrichten und Instandhalten
Müssen EN 982 bzw. EN 983 entsprechen
Unübersichtliche Anlagen benötigen einen oder mehrere Steuerplätze vor Ort (Einsehbarkeit des Gefahrbereiches) mit Steuereinrichtungen ohne Selbsthalt
Forderung in VBG 10 nicht enthalten
Forderung in VBG 10 nicht enthalten (VBG 10 verlangt, dass der Stetigförderer bei Einrichtungs- und Instandsetzungsarbeiten abgeschaltet wird)
Überprüfung der Sicherheits- und EMV-AnforderungenEs sind verschiedene Überprüfungen im Konstruktions-, Herstellungs- und Inbetriebnahmestadium erforderlich (Einzelheiten sind im Anhang H festgelegt)Prüfungen sind nur für fahrbare Traggerüste erforderlich
Benutzerinformation/BetriebsbestimmungenDer Hersteller hat eine Betriebsanleitung mitzuliefern, diese muss unter anderem beinhalten:
  • Angaben über Betriebsarten

  • eventuell erforderliche Montage, Verankerungs- und Befestigungspunkte

  • Hinweise für Wartung und Instandhaltung (Anforderungen an Personal, Verschleißteile, erforderliche Inspektionen, Maßnahmen bei Arbeiten mit entfernten Schutzeinrichtungen)

Stetigförderer müssen vor Instandsetzungsarbeiten und bei Störungen abgeschaltet werden, sie müssen gegen irrtümliche und unbefugtes Ingangsetzen gesichert werden
KennzeichnungEs muss ein Fabrikschild vorhanden sein mit folgenden Angaben:
  • Hersteller

  • Herstellungsjahr

  • gesetzliche Zeichen

  • Serie- oder Typnummer

  • Seriennummer

  • Hinweis auf Betriebsanleitung

Es muss ein Fabrikschild vorhanden sein mit folgenden Angaben:
  • Hersteller oder Lieferer

  • Baujahr

  • Fabriknummer

  • Typ, falls Typbezeichnung vorhanden

 Lastein- und Lastausschleusstellen müssen mit einem Schild "Zutritt für Unbefugte verboten" versehen werdenForderung in VBG 10 nicht enthalten Empfehlung: Sicherung analog EN 619

Tabelle 2 Untertischkappkreissäge

 nach Maschinenrichtlinie mit CE-Kennzeichnung entsprechend EN 1870-10nach VBG 7j Baujahr 1980-1994nach VBG 7j bis Baujahr 1979
Anordnung von StellteilenAnordnung der Stellteile so, dass die Werkstückaufgabestelle eingesehen werden kann. Bei Zweihandschaltung je ein Taster rechts und links der Schnittlinie an der Vorderseite der Maschine. Eine getrennte Befehlseinrichtung für die Werkstückspannung darf max. 400 mm entfernt von der Zweihandschaltung angebracht seinAm Bedienplatz gefahrlos zu betätigen; bei Zweihandschaltungen müssen die Stellteile unmittelbar vor der Schneidebene angeordnet seinWie Baujahr 1980-1994
IngangsetzenSchnitthub nur möglich wenn: Sägeaggregat eingeschaltet, Werkstück mit Spanneinrichtung gespannt (falls Spanneinrichtung vorhanden), verriegelte trennende Schutzeinrichtungen geschlossen, Schaltmatten bzw. BWS nicht betätigtEs müssen Einrichtungen vorhanden sein, die während des Werkzeugvorschubes ein Hineingreifen in die Schneidebene vermeidenWie Baujahr 1980-1994
StillsetzenFolgende Ausschaltreihenfolge muss eingehalten werden:
  1. 1.

    Rückhub Sägeblatt,

  2. 2.

    Aufhebung Werkstückspannung,

  3. 3.

    Ausschalten und Bremsen Sägewelle

Wenn die Bedienelemente nicht mehr betätigt werden, muss der Werkzeugvorschub sofort unterbrochen werden, das Werkzeug in die Ausgangsstellung zurück kehren und nachfolgend der Spannvorgang aufgehoben werden.Wie Baujahr 1980-1994
NOT-AUSEine oder mehrere Not-Aus-Einrichtungen erforderlich:
  • die nicht mehr als 1 m von Aufgabe- und Abnahmestelle entfernt

  • am Hauptschaltpult

  • nicht mehr als 3 m vom Sägeblatt entfernt

  • nicht mehr als 500 mm von der Zweihandschaltung entfernt

NOT-AUS muss die gleiche Ausschaltreihenfolge wie beim normalen Stillsetzen ausführen.
Nur erforderlich, wenn der Betätigungsschalter zum Abschalten gefahrbringender Bewegungen nicht schnell erreicht und sicher betätigt werden kannWie Baujahr 1980-1994
Mechanischer WerkstückvorschubDarf nur möglich sein, wenn das Sägeaggregat sich in Ruhestellung befindetKeine speziellen AnforderungenKeine speziellen Anforderungen
BetriebsartenwahlMaschinen, die sowohl halbautomatisch als auch automatisch eingesetzt werden können, müssen mit einem abschließbaren Betriebsartenwahlschalter ausgerüstet seinKeine speziellen AnforderungenKeine speziellen Anforderungen
Störung der EnergieversorgungAutomatischer Wiederanlauf verhindert; Werkstückspannung muss bei Ausfall der Energie bis zum Rückhub des Sägeblattes erhalten bleibenUnterspannungsauslösung erforderlichKeine speziellen Anforderungen
Bruch (weggeschleuderte Teile)Trennende Schutzeinrichtungen aus Stahl mit einer Wandstärke von mindestens 2 mm, Sichtfenster aus mindestens 3 mm dickem PolycarbonatAllgemeine Anforderungen VBG 7jWie Baujahr 1980-1994
WerkzeugbefestigungSpannflansche müssen folgende Anforderungen erfüllen: Spannflanschdurchmesser mindestens 1/4 des größten verwendbaren Sägeblatt-durchmessers (ab 450 mm mindestens 1/6 - aber nicht weniger als 115 mm), Spannflächen mindestens 5 mm breit und hinterdreht, Vorkehrungen gegen Lösen des Sägeblattes beim Hochlaufen, Auslaufen oder AbbremsenWerkzeuge sind so aufzuspannen, dass sie sich während des Betriebes nicht von selbst lösen könnenWerkzeuge sind so aufzuspannen, dass sie sich während des Betriebes nicht von selbst lösen können
BremseBei einer Auslaufzeit von mehr als 60 sec Bremse erforderlich, Bremszeit max. 60 secKeine speziellen AnforderungenKeine speziellen Anforderungen
WerkstückauflagenAuf jeder Seite der Schnittebene mindestens 1 m breit, auswechselbare Tischeinlage aus zerspanbarem MaterialWerkstücke müssen für die Bearbeitung sicher aufliegen und geführt oder eingespannt werden könnenWerkstücke müssen für die Bearbeitung sicher aufliegen und geführt oder eingespannt werden können
WerkstückführungWerkstückspanneinrichtung oder Anschlag über die gesamte Tischlänge mit einer Mindesthöhe von 50 mmEs müssen Werkstückanschläge vorhanden sein, die nur für den Durchtritt des Sägeblattes unterbrochen sein dürfenWie Baujahr 1980-1994
Sicherung des SägeblattesIn Ruhestellung muss der Zugriff zum Sägeblatt durch feststehende trennende Schutzeinrichtungen verhindert sein; bewegliche Schutzeinrichtung zum Sägeblattwechsel, Einstellen oder Wartung muss elektrisch verriegelt und mit einer Zuhaltung ausgeführt seinIn der Ausgangsstellung bis auf die Öffnung für den Austritt des Sägeblattes verkleidetWie Baujahr 1980-1994
Sicherung des Schneidbereiches bei automatischen MaschinenDurch eine der folgenden Maßnahmen:
  1. a)

    feststehende trennende Schutzeinrichtungen, Öffnungen mit Sicherheitsabständen (EN 13857 Tab. 4), verriegelte und zugehaltene Zugangstüren,

  2. b)

    Schaltmatten, aktive Schaltfläche 1,3 m (Sägeblatt muss nach Betätigen innerhalb 0,5 s in Ruhestellung zurückkehren),

  3. c)

    Schaltmatte wie b), ergänzt mit einer feststehenden trennenden Schutzeinrichtung gemäß EN 13857 Tab. 2 auf der Vorderseite (Sägeblatt muss nach Betätigen innerhalb 1,0 s in Ruhestellung zurückkehren)

  4. d)

    2 Lichtschranken in mindestens 1,3 m Abstand zum Sägeblatt (Sägeblatt muss nach Betätigen innerhalb 0,5 s in Ruhestellung zurückkehren)

Allgemeine Anforderungen VBG 7jWie Baujahr 1980-1994
Sicherung des Schneidbereiches bei halbautomatischen MaschinenDurch eine der folgenden Maßnahmen:
  1. a)

    Schutzhauben, Schutzgitter oder Schutztunnel mit in der Norm vorgegebenen Abmessungen; sind diese Schutzeinrichtungen beweglich, müssen sie mit der Anhebe- und Absenkvorrichtung des Sägeblattes verriegelt sein und zugehalten werden, bis das Sägeblatt unter Tisch zurückgekehrt ist. Die Betätigung der Steuereinrichtung darf nur von der Vorderseite der Maschine möglich sein, der Zugriff von hinten muss verhindert sein.

  2. b)

    Zweihandschaltungen mindestens Typ III B EN 574 in Verbindung mit Schutzgittern (Abmessungen in der Norm festgelegt) oder einer Werkstückspanneinrichtung, die auch als trennende Schutzeinrichtung für das Sägeblatt wirkt. Sofern eine Spanneinrichtung vorhanden ist, muss der Sägehub und die Werkstückspannung durch die Zweihandschaltung ausgelöst werden. Der Sägehub kann nur bei gespanntem Werkstück erfolgen, die Spannung wird erst aufgehoben, wenn das Sägeblatt in Ausgangsstellung zurückgekehrt ist. Bei Maschinen ohne Spanneinrichtung muss das Sägeblatt beim Loslassen der Zweihandschaltung innerhalb von 0,5 sec unter den Tisch zurückkehren.

  3. c)

    Schaltmatten in Verbindung mit trennenden Schutzeinrichtungen. Beim Loslassen der Befehlseinrichtung für den Sägeblatthub oder beim Auslösen der Schaltmatte muss das Sägeblatt innerhalb von 0,5 sec unter den Tisch zurückkehren.

  4. d)

    Sicherung wie bei automatischen Maschinen

Durch eine der folgenden Maßnahmen:
  1. a)

    Verdeckung der Schneidebene,

  2. b)

    Zweihandschaltung bzw. Kombination von a) und b) (Maße analog zur Sicherheitsregel ZH 1/3.5 festgelegt).

Wie Baujahr 1980 -1994
Sicherung der WerkstückpositioniereinrichtungEinzugs- oder Quetschstellen müssen generell, Stoßstellen ab einer Werkstückvorschubgeschwindigkeit von mehr als 25 m/min gesichert werden.Allgemeine Anforderungen VBG 7jWie Baujahr 1980-1994
Sicherung von Tischen mit angetriebenen RollenDer Zugriff zu den Einzugsstellen zwischen Rollen und festen Teilen muss verhindert sein (Füllstücke, Lichtschranken, Trittmatten)Anforderungen (z. B. Füllstücke, Auskleidungen) nach VBG 10Wie Baujahr 1980-1994
Sicherung der AntriebeZugriffe zu Antrieben müssen durch feststehende trennende oder durch verriegelte bewegliche trennende Schutzeinrichtungen oder durch eine Kombination aus beiden verhindert sein. Zusätzlich Zuhaltung, wenn das sich drehende Sägeblatt erreicht werden kann.Allgemeine Anforderungen VBG 7jWie Baujahr 1980-1994
SpanneinrichtungenWenn Quetschgefährdungen durch kraftbetätigte Werkstückspanneinrichtungen nicht anderweitig verhindert sind, ist eine der folgenden Maßnahmen erforderlich:
  • 2-Stufen-Spannung mit vermindertem Vordruck,

  • Verringerung des Spaltes zwischen Spannfläche und Werkstück auf 6 mm und Begrenzung des Hubes auf 10 mm,

  • Begrenzung der Schließgeschwindigkeit auf max 10 mm/s,

  • Sicherung des Spanntellers durch Einhalten der Sicherheitsabstände

Allgemeine Anforderungen VBG 7jWie Baujahr 1980-1994

Tabelle 3 Mehrblattkreissägemaschine

 nach Maschinenrichtlinie mit CE-Kennzeichnung entsprechend EN 1870-4nach VBG 7j Baujahr 1980-1994nach VBG 7j bis Baujahr 1979
Maschinen mit Walzenvorschub (im Gegenlauf arbeitende Sägewelle, die unter der Werkstückauflage angeordnet ist)Maschinen mit Plattenbandvorschub
Anordnung von StellteilenVorne oder seitlich am Maschinengehäuse in festgelegten Bereichen oder auf einem beweglichen Schaltpult auf der BeschickungsseiteAm Bedienplatz, gefahrlos zu betätigenDie damalige Fassung der VBG 7j enthielt keine speziellen Regelungen für Mehrblattsägen, es bestand jedoch ab 1980 Nachrüstpflicht
IngangsetzenDer Vorschubmotor lässt sich erst starten, wenn die Sägewelle ihre volle Drehzahl erreicht hatKeine speziellen AnforderungenKeine speziellen Anforderungen
StillsetzenEin Stillsetzen der Sägewelle muss auch den mechanischen Vorschub stillsetzenKeine speziellen AnforderungenKeine speziellen Anforderungen
NOT-AUSAuf der Einschub- und auf der Ausschubseite und zusätzlich an jedem beweglichen Steuerpult erforderlichErforderlich, es sei denn, der Betriebs-Aus ist leicht erkennbar und schnell erreichbarKeine Nachrüstpflicht
Mechanischer VorschubSofern Umkehr der Vorschubrichtung möglich, darf diese nur über eine Befehlseinrichtung mit selbsttätiger Rückstellung erfolgen und darf nur bei stillstehenden Sägeblättern und bei Rückschlagsicherungen in der höchsten Endstellung erfolgen könnenKeine speziellen AnforderungenKeine speziellen Anforderungen
Störung der EnergieversorgungAutomatischer Wiederanlauf muss verhindert seinUnterspannungsauslösung erforderlichKeine speziellen Anforderungen
VorschubgeschwindigkeitBei veränderlicher Vorschubgeschwindigkeit Anzeige, die von der Einstellposition aus sichtbar ist, erforderlichKeine speziellen AnforderungenKeine speziellen Anforderungen
Bruchgefahr (weggeschleuderte Teile)Trennende Schutzeinrichtungen aus Stahl mit einer Wandstärke von mindestens 2 mm, Sichtfenster aus mindestens 5 mm dickem PolycarbonatKeine speziellen AnforderungenKeine speziellen Anforderungen
BremseErforderlich bei einer ungebremsten Auslaufzeit von mehr als 120 sec, maximale gebremste Auslaufzeit gleichfalls 120 secBremse explizit nicht gefordert, aber Verkleidung mit Zuhaltung bis Werkzeugstillstand ab Bj. 1989Keine speziellen Anforderungen
Sicherung gegen Wegschleudern von Teilen auf der Einschubseite bei Maschinen für GegenlaufRückschlaggreifer, Splitterfänger von oben, und, wenn wenigsten eine Sägewelle über der Werkstückauflage angeordnet ist, zusätzlich Splitterfänger von untenRückschlagsicherung über die gesamte Einschubbreite erforderlich, die auch Splitter auffängtGreifer-Rückschlagsicherung und Splitterfangeinrichtung über die gesamte Einschubbreite erforderlichNachrüstpflicht für Rückschlagsicherung
Sicherung gegen Wegschleudern von Teilen auf der Einschubseite bei Maschinen für GleichlaufSicherheitsvorhang oder eine Reihe Splitterfänger von obenKeine speziellen AnforderungenKeine speziellen Anforderungen
Sicherung gegen Wegschleudern von Teilen auf der Ausschubseite bei Maschinen für GleichlaufTunnel und PrallwandPrallwand und selbsttätiger Abtransport bearbeiteter WerkstückeNachrüstpflicht
Anforderungen an RückschlaggreiferÜber die gesamte Schnittbreite reichend und rechts und links mindestens ein Greifer zusätzlichÜber die gesamte Einschubbreite reichendÜber die gesamte Einschubbreite reichend
 Auflagewinkel zwischen 85 ˚ und 55 ˚ bei allen möglichen SchnitthöhenAuflagewinkel 55 ˚ bis 60 ˚, Eindringtiefe mindestens 5 mmWie Baujahr 1980 bis 1994, keine Anforderungen hinsichtlich Auflagewinkel
 Mechanischer Anschlag, der die Bewegung über 85 ˚ hinaus verhindertDurchpendeln verhindertWie Baujahr 1980 bis 1994
 Distanzscheiben zwischen 0,5 und 1 mm dickDistanzscheiben max. 1 mm wenn Rückschlaggreifer gleichzeitig als Splitterfänger fungieren, ansonsten halbe GreiferbreiteZwischenlage nicht dicker als halbe GreiferbreiteKeine speziellen Anforderungen
 Breite der Greifer zwischen 6 und 15 mm (abhängig von der Länge)Greiferbreite zwischen 8 und 10 mm wenn Rückschlaggreifer gleichzeitig als Splitterfänger fungierenGreiferbreite zwischen 8 und 15 mmWie Baujahr 1980 bis 1994
 Selbsttätig in die Ruhestellung zurückkehrendMüssen selbsttätig zurückfallenWie Baujahr 1980 bis 1994
 Winkel der Schneiden zwischen 30 ˚ und 60 ˚Scharfkantige GreiferWie Baujahr 1980 bis 1994
 Bei Anordnung auf nicht höhenverstellbarer Welle ist eine Anhebevorrichtung erforderlich, diese darf nur betätigt werden können, wenn die Sägeblätter sich nicht mehr drehenAnheben mit einer Hochstellvorrichtung nur bei Stillstand der Sägeblätter möglichRückschlagsicherung darf durch eine Hochstellvorrichtung nicht dauernd außer Wirkung gesetzt werden können.
Ab Bj. 1989 gemäß ZH 1/3.18: Die Greiferrückschlagsicherung darf durch eine Hochstelleinrichtung nicht außer Wirkung gesetzt werden können
Für Maschinen mit Plattenbandvorschub wie Baujahr 1980 bis 1988
Anforderungen an Splitterfänger von obenUnterkante max. 1 mm Abstand zum Tisch oder zum WerkstücktransportsystemSiehe RückschlagsicherungAbstand zwischen Gliedern und Werkstückführungsfläche nicht größer als 1 mmAbstand zwischen Gliedern und Werkstückführungsfläche nicht größer als 1 mm
 Oberhalb des Tisches zwei seitlich versetzte Reihen des Typ 1 oder eine Kombination von Typ 1 mit Typ 2 über die gesamte Einschubbreite. Wenn eine Reihe der Greiferrückschlag sicherung den Anforderungen an die Splitterfänger des Typ 1 entspricht, kann eine Reihe Splitterfänger des Typ 1 entfallenRückschlagsicherung muss auch zurückfliegende Splitter auffangen. Gliederbreite 8-10 mm und dazwischen Scheiben bis max. 1 mm DickeSplitterfangeinrichtung seitlich und eine über den gesamten Einschubbereich. Ab Bj. 1989 gemäß ZH 1/3.18 zwei Splitterfangeinrichtungen von obenDie Rückschlagsicherung über die gesamte Einschubbreite muss auch zurückfliegende Splitter auffangen
 Breite der Greifer:
  • Typ1 : Zwischen 6 und 20 mm (abhängig von der Länge)

  • Typ 2: Nicht breiter als die 3-fache Breite des Fingers auf dem er aufliegt

 Greiferbreite zwischen 8 und 10 mmWie Baujahr 1980 bis 1994
 Auflagewinkel maximal 85 ˚Auflagewinkel 55 ˚ bis 90 ˚Auflagewinkel 70 ˚ bis 90 ˚Keine speziellen Anforderungen
 Abstand zum Tisch maximal 1 mmSiehe RückschlagsicherungAbstand zum Tisch maximal 1 mmWie Baujahr 1980 bis 1994
 Distanzscheiben zwischen 0,5 und 1 mmSiehe RückschlagsicherungScheiben mit 0,4 bis 1 mm zulässigWie Baujahr 1980 bis 1994
 Finger müssen auf dem Werkstück aufliegen bzw. selbsttätig in Ruhestellung zurückkehrenSiehe RückschlagsicherungDie Greifer müssen nach jedem Anheben selbsttätig zurückfallenDie Greifer müssen nach jedem Anheben selbsttätig zurückfallen
 Keine speziellen Anforderungen an eine Anhebevorrichtung, es sei denn, Splitterfangeinrichtung ist gleichzeitig GreiferrückschlagsicherungSiehe RückschlagsicherungAnheben der Splitterfänger durch eine Hochstellvorrichtung darf nur bei Stillstand der Sägeblätter möglich seinKeine speziellen Anforderungen
Anforderungen an Splitterfänger von untenUnterhalb des Tisches eine Reihe Splitterfänger: Aufstellwinkel auf max. 85 ˚ begrenzt, selbsttätig in ihre Ruhestellung zurückkehrend, dabei mindestens 30 mm über der Oberfläche des Werkstück-Vorschubsystems, Distanzscheiben zwischen 1 und 2 mm, Breite der Fängerzwischen 6 und 15 mmKeine speziellen AnforderungenEinrichtungen quer vor dem Plattenband und seitlich zwischen Splitterfangeinrichtung und Sägeblättern, die abfliegende Werkstückteile oder Splitter auffangenNachrüstpflicht bei Plattenbandvorschub
Sicherung der Einschuböffnung bei GleichlaufmaschinenSicherheitsvorhang aus PA, PU, PP oder PVC, über die gesamte Einschuböffnung angeordnet und bis auf 1 mm auf Tisch bzw. Vorschubsystem herabreichend, Lamellen aus einzelnen Werkstofflagen mit einer Gesamtdicke von mindestens 10 mm und einer Breite zwischen 60 und 80 mm oder eine Reihe Splitterfänger des Typs 1Keine speziellen AnforderungenKeine speziellen Anforderungen
Anforderungen an Schutztunnel und PrallwändeSchutztunnel mit Prallwand, Wandstärke der Prallwand 10 mm oder 20 mm bei Sägewellenantrieben > 50 kW, Zugriff zum Tunnel muss möglich sein, dafür bewegliche, verriegelte trennende Schutzeinrichtung mit Zuhaltung erforderlichKeine Maßvorgabe an die Wandstärke der PrallwandKeine Maßvorgabe an die Wandstärke der Prallwand
Werkstückauflagen und WerkstückführungenFüllstücke müssen auswechselbar sein, falls Druckschuhe eingeschnitten werden müssen, muss hierfür ein Betriebsartenwahlschalter vorhanden seinKeine speziellen AnforderungenKeine speziellen Anforderungen
Sicherung der WerkzeugeFeste Verkleidungen bis auf die Einschub- und Auslassöffnung, Zugang zu den Sägeblättern über bewegliche, verriegelte trennende Schutzeinrichtung mit Zuhaltung mit StillstandsüberwachungEin Berühren bewegter Werkzeuge muss soweit möglich verhindert seinEin Berühren bewegter Werkzeuge muss soweit möglich verhindert sein
Sicherung der VorschubeinrichtungMit Ausnahme der Bereiche zum Beschicken und Abnehmen mindestens feststehende trennende Schutzeinrichtung bei häufigem Zugriff Verriegelung mit Zuhaltung; der Zugriff zu den Einzugsstellen muss gesichert sein durch einen Mindestabstand von 550 mm oder durch Schutzeinrichtung mit AnnäherungsreaktionGefahrstellen durch bewegte Maschinenteile müssen gegen Berühren gesichert seinGefahrstellen durch bewegte Maschinenteile müssen gegen Berühren gesichert sein
Vorschubwalzen müssen bis auf den für den Transport benötigten Teil verkleidet seinKeine zusätzlichen Anforderungen
Zusätzlich für Maschinen mit PlattenbandvorschubGefährdungen durch das Plattenband müssen durch konstruktive Maßnahmen verhindert sein(nicht betroffen)Keine speziellen AnforderungenKeine speziellen Anforderungen