DGUV Information 209-036 - Bandsägewerke Arbeitssicherheit an Maschinen und Anla...

Online-Shop für Schriften

Jetzt bei uns im Shop bestellen

Jetzt bestellen
Abschnitt 3, Blockbandsägewerke
Abschnitt 3
Bandsägewerke Arbeitssicherheit an Maschinen und Anlagen (bisher: BGI 730-3)
Titel: Bandsägewerke Arbeitssicherheit an Maschinen und Anlagen (bisher: BGI 730-3)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 209-036
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 3 – Blockbandsägewerke

Anwendung
Einschnitt von Starkholz, hohe Flexibilität hinsichtlich der Schnittmaße.

Geringe Standzeit des Bandsägeblattes. Wechsel mindestens zweimal pro Schicht.

Nachdem in den Mitgliedsbetrieben der BGHM nahezu ausschließlich vertikale Blockbandsägen eingesetzt werden, wird im Folgenden nur auf diese Bauart eingegangen. Darüber hinaus unterscheidet die europäische Norm EN 1807 "Bandsägemaschinen" bzgl. der sicherheitstechnischen Anforderungen nicht zwischen vertikaler und horizontaler Bauweise.

 

Lärmeinwirkung

Lärmemissionswerte von Einzelmaschinen sind derzeit nicht verfügbar. Deshalb wurden für typische Tätigkeiten in Blockband-Sägewerken personenbezogene Messwerte erhoben:

Maschinenführer am Steuerstandbis 91 dB(A)

 

Sicherheitstechnisches Grundkonzept

Je nach Ausführung der Blockbandsägenanlage, wie z. B.:

  • manuell (im Tippbetrieb) gesteuerter Blockwagen

  • automatisch gesteuerter Blockwagen

  • bewegliche Sägeblattverdeckung

  • Zusatzaggregate, wie z. B. Parallelzerspaner, Kapp- und Trennsägen

sind unterschiedliche Sicherungskonzepte notwendig.

Bei manuell (im Tippbetrieb) gesteuertem Blockwagen (siehe Bild 1) wird die Einzelgefahrstellensicherung an Fördereinrichtungen und an der Blockbandsäge angewandt. Ein wesentliches Element der Einzelgefahrstellensicherung an der Blockbandsäge ist die zwangsläufig gesteuerte Sägeblattverdeckung. Beim Betreten des Gefahrbereiches ist eine Abschaltung der Blockbandsäge nicht erforderlich.

Bei automatisch gesteuerten Arbeitsabläufen ist eine Gefahrbereichssicherung (Umzäunung) mit elektrisch verriegelter Zugangstüre notwendig (siehe Bild 2).

Um bei diesem Sicherungskonzept eine hohe Verfügbarkeit der Anlage aufrecht zu erhalten, wird eine Einzelgefahrstellensicherung der Blockbandsäge (im Wesentlichen die bewegliche Sägeblattverdeckung) vorgeschlagen. Ansonsten müsste bei jedem Betreten des umzäunten Gefahrbereiches die Blockbandsäge abgeschaltet und die Auslaufzeit, die höchstens 30 s betragen darf und durch eine Zuhaltung überwacht werden muss, abgewartet werden.

Im Sicherungskonzept ist auch das Einstellen des Blattlaufes zu berücksichtigen. z. B. muss bei einer Einstellung des Sägeblattlaufes von innerhalb des Gefahrbereiches eine bewegliche Sägeblattverdeckung sowie eine Grubenverdeckung mit elektrischer Verriegelung und Zuhaltung der unteren Bandsägerolle vorhanden sein.

Eine Umzäunung kann nur dann durch Sicherheitslichtschranken ersetzt werden, wenn die Blockbandsäge mit einer beweglichen Sägeblattverdeckung ausgerüstet ist und andere Werkzeugaggregate (z. B. Spaner) gebremst und innerhalb von 10 s stillgesetzt werden.

Sichere Zugänge (Treppen, Laufstege, Überstiege) für Störungsbeseitigungen, Rüst- und Instandhaltungsarbeiten (z. B. Sägeblattwechsel) schaffen.

 

Fertigungsablauf

Bild 1: Blockbandsäge mit manuell (im Tippbetrieb) gesteuertem Blockwagen und zwangsläufig gesteuerter Sägeblattverdeckung

  

Bild 2: Tandem-Blockbandsäge mit Spaner und automatisch gesteuerten Arbeitsabläufen