DGUV Information 209-036 - Bandsägewerke Arbeitssicherheit an Maschinen und Anla...

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Abschnitt 6, Reduzierbandsägenlinie Einzelmaschinen
Abschnitt 6
Bandsägewerke Arbeitssicherheit an Maschinen und Anlagen (bisher: BGI 730-3)
Titel: Bandsägewerke Arbeitssicherheit an Maschinen und Anlagen (bisher: BGI 730-3)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 209-036
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 6 – Reduzierbandsägenlinie Einzelmaschinen

Blockzug zur Reduzierlinie

Risiko
Gefährdungsstufe III.

Es besteht ein geringes Verletzungsrisiko durch:

  • Quetschen und Scheren durch vom Einleger eingeworfenen Stamm

  • Quetschen und Scheren durch Kettenantriebe und Förderketten

  • Quetschen und Scheren durch die Mitnehmer des Blockzuges

  • Stoßen und Quetschen durch den mit hoher Geschwindigkeit
    (bis 80 m/min) transportierten Sägeblock

  • Stolpern und Abstürzen bei Störungsbeseitigungen und Instandhaltungsarbeiten

Beschaffenheit und Schutzmaßnahmen
Gefahrbereichssicherung (Umzäunung) mit elektrisch verriegelten Zugangstüren.

Bei einer Anlagenausführung mit Nachschnittsäge in einer Linie mit den Reduzierbandsägen ist bei den elektrisch verriegelten Zugangstüren eine Zuhaltung wegen des Risikos durch herausgeschleuderte Werkstücke oder Werkstückteile aus der Nachschnittsäge solange zu verhindern, bis ein Zustand nach Ziffer 1 oder 2 Seite 22 (Kasten) von der Maschinensteuerung hergestellt wurde.

Sichere Zugänge (Treppen, Laufstege, Überstiege) für Störungsbeseitigungen und Instandhaltungsarbeiten schaffen.

Betrieb
Hinweise zur Sicherheit bei der Störungsbeseitigung sowie bei Reinigungs-, Rüst- und Instandhaltungsarbeiten in der Betriebsanleitung des Herstellers beachten.

Durch Sägeblöcke verursachte Störungen mit Hebezeug beseitigen.

Bild 19: Zuführung zur Reduzierbandsägenlinie

1.Querförderer, Vereinzelner, Stammeinleger
2.Blockzug zur Reduzierlinie
3.Umzäunung
4.Elektrisch verriegelte Zugangstür
5.Querförderer Model-Rücklauf
  

Anlagenbereich Einzugs- und Zentriereinrichtung

Risiko
Gefährdungsstufe I.

Es besteht ein hohes Verletzungsrisiko durch:

  • Quetschen, Scheren und Einziehen an Einzugs- und Zentriereinrichtungen

  • rückschlagende Werkstücke durch Spanerwerkzeuge bei Energieausfall in der Einzugs- und Zentriereinrichtung

Beschaffenheit und Schutzmaßnahmen
Gefahrbereichssicherung (Umzäunung) mit elektrisch verriegelten Zugangstüren.

Bei einer Anlagenausführung mit einer Nachschnittsäge in einer Linie mit den Reduzierbandsägen ist wegen des Risikos durch herausgeschleuderte Werkstücke oder Werkstückteile aus der Nachschnittsäge an den elektrisch verriegelten Zugangstüren zusätzlich eine Zuhaltung erforderlich. Durch diese muss der Zutritt solange verhindert werden, bis ein Anlagenzustand nach Ziffer 1 oder 2 Seite 22 (Kasten) von der Maschinensteuerung hergestellt wurde.

Um eine hohe Verfügbarkeit des Parallelzerspaners und Reduzierbandsägen aufrecht zu erhalten, wird eine Querabtrennung zu den Maschinen empfohlen, da ansonsten bei jedem Betreten des umzäunten Gefahrbereiches der Einzugs- und Zentriervorrichtung auch der Parallelzerspaner und die Reduzierbandsäge abgeschaltet würde und die Auslaufzeit (die durch eine Zuhaltung zu überwachen wäre) abgewartet werden müsste. Die Querabtrennung wird durch die Einzugs- und Zentriereinrichtung mit unmittelbar anschließenden Schutzgittern realisiert.

Bild 20: Einzugs- und Zentriereinrichtung mit Querabtrennung vor Parallelzerspaner

1.Gefahrbereich Einzug- und Zentriereinrichtung
mit elektrisch verriegelter Zugangstür
2.Querabtrennung
3.Gefahrbereich Parallelzerspaner/Reduzierbandsägen
mit elektrisch verriegelter Zugangstür und Zuhaltung
  

Technische Maßnahmen, die ein Halten der Werkstücke auch nach Energieausfall in Einzugs- und Zentriereinrichtungen gewährleisten.

Zum Entstören genügend Arbeitsraum zwischen Einzugs- und Zentriereinrichtung und Umzäunung vorsehen.

Die Handbetätigung von Ventilen muss von außerhalb des gesicherten Gefahrbereiches möglich sein.

Betrieb
Hinweise zur Sicherheit bei der Störungsbeseitigung sowie bei Reinigungs-, Rüst- und Instandhaltungsarbeiten in der Betriebsanleitung des Herstellers beachten.

Durch Sägeblöcke und Model verursachte Störungen mit Hebezeug beseitigen.

Stand der Entsorgungstechnik
Entsorgung durch Stetigförderer und trichterförmige Verblechung.

 

Anlagenbereich Parallelzerspaner, Einzugs- und Zentriereinrichtung und Reduzierbandsägen

Risiko
Gefährdungsstufe I.

Es besteht ein hohes Verletzungsrisiko durch:

  • Schneiden beim Messerwechsel am Werkzeug und Reinigen im Werkzeugbereich

  • Quetschen durch die verfahrenden Werkzeugsupporte des Parallelzerspaners

  • Abstürzen bei Störungsbeseitigungen, Wartungsarbeiten sowie beim Werkzeugwechsel

  • Quetschen, Scheren und Einziehen an der Einzugs- und Zentriereinrichtung

  • Schneiden an den Bandsägeblättern

  • Schneiden am Bandsägeblatt beim Werkzeugwechsel und beim Transport

  • Quetschen und Scheren durch Verstellbewegungen der Reduzierbandsäge

  • Abstürzen in die Grubenöffnung vor der unteren Bandsägerolle

Beschaffenheit und Schutzmaßnahmen
Gefahrbereichssicherung (Umzäunung) mit elektrisch verriegelten Zugangstüren mit Zuhaltung. Im Automatikbetrieb darf die Freigabe der Zuhaltung erst dann erfolgen, wenn zuvor sämtliche gefahrbringenden Bewegungen innerhalb der Umzäunung (z. B. Vorschubbewegungen, Werkzeuge) zum Stillstand gekommen sind.

Bei einer Anlagenausführung mit einer Nachschnittsäge in einer Linie mit den Reduzierbandsägen ist wegen des Risikos durch herausgeschleuderte Werkstücke oder Werkstückteile aus der Nachschnittsäge an den elektrisch verriegelten Zugangstüren zusätzlich eine Zuhaltung erforderlich.

Bild 21: Anlagenbereich Blockzug, Einzugs- und Zentriereinrichtung, Parallelzerspaner, Reduzierbandsägen. In diesem Beispiel wurde zwischen Rundholz-Zubringung und Reduzierbandsägen keine weitere Gefahrbereichsunterteilung vorgenommen.

1.Rundholz-Zubringung
2.Blockzug zur Reduzierlinie
3.Einzugs- und Zentriereinrichtung
4.Parallelzerspaner
5.Reduzierbandsägen
6.Model-Rücklauf
7.Umzäunung des Gefahrbereiches Rundholz-Zubringung, Blockzug, Einzugs- und Zentriereinrichtung, Parallelzerspaner, Reduzierbandsäge, Model-Rücklauf mit elektrisch verriegelter Zugangstür und Zuhaltung
  

Durch diese muss der Zutritt solange verhindert werden, bis ein Anlagenzustand nach Ziffer 1 oder 2 Seite 22 (Kasten) von der Maschinensteuerung hergestellt wurde.

Gebremste Werkzeugaggregate für geringe Zuhaltungszeiten.

Standflächen (z. B. klappbare Roste) für den Werkzeugwechsel vorsehen.

Zum Entstören genügend Arbeitsraum zwischen den Maschinen und Lärmschutzkabine bzw. Umzäunung vorsehen.

Die Handbetätigung von Ventilen muss von außerhalb des gesicherten Gefahrbereiches möglich sein.

Betrieb
Hinweise zur Sicherheit bei der Störungsbeseitigung sowie bei Reinigungs-, Rüst und Instandhaltungsarbeiten in der Betriebsanleitung des Herstellers beachten.

Durch Sägeblöcke und Model verursachte Störungen möglichst mit Hebezeug beseitigen.

Stand der Entsorgungstechnik
Entsorgung durch Stetigförderer und trichterförmige Verblechung.

 

Seitenwarenabscheidung nach Reduzierbandsägen

Risiko
Gefährdungsstufe I.

Es besteht ein hohes Verletzungsrisiko durch Quetschen, Scheren und Einziehen am Druckrollenportal.

Beschaffenheit und Schutzmaßnahmen
Gefahrbereichssicherung (Umzäunung) mit elektrisch verriegelten Zugangstüren.

Bei einer Anlagenausführung mit einer Nachschnittsäge in einer Linie mit den Reduzierbandsägen ist wegen des Risikos durch herausgeschleuderte Werkstücke oder Werkstückteile aus der Nachschnittsäge an den elektrisch verriegelten Zugangstüren zusätzlich eine Zuhaltung erforderlich. Durch diese muss der Zutritt solange verhindert werden, bis ein Anlagenzustand nach Ziffer 1 oder 2 Seite 22 (Kasten) von der Maschinensteuerung hergestellt wurde.

Technische Maßnahmen, die ein Halten der Werkstücke auch nach Energieausfall im Druckrollenportal gewährleisten.

Die Handbetätigung von Ventilen muss von außerhalb des gesicherten Gefahrbereiches erreichbar sein (z. B. für den Klopfmechanismus zum Lösen angefrorener Seitenbretter).

Betrieb
Hinweise zur Sicherheit bei der Störungsbeseitigung sowie bei Reinigungs-, Rüst- und Instandhaltungsarbeiten in der Betriebsanleitung des Herstellers beachten.

Stand der Entsorgungstechnik
Entsorgung durch Stetigförderer und trichterförmige Verblechung.

Bild 22: Seitenwarenabscheider

1.Zweistrahlige Sicherheitslichtschranke als Zugangssicherung
  

Anlagenbereich Einzugs- und Zentriereinrichtung, Parallelzerspaner und Nachschnittsäge

Risiko
Gefährdungsstufe I.

Es besteht ein hohes Verletzungsrisiko durch:

  • Quetschen, Scheren und Einziehen an Einzug- und Zentriereinrichtungen

  • rückschlagende Werkstücke durch Spanerwerkzeuge bei Energieausfall in der Einzugs- und Zentriereinrichtung

  • herausgeschleuderte Späne oder Werkstückteile (Gleich- oder/und Gegenlauf der Kreissägeblätter),

  • Schneiden an rotierenden Werkzeugen

  • Schneiden beim Werkzeugwechsel und Reinigen im Werkzeugbereich,

  • Quetschen durch die verfahrenden Werkzeugsupporte oder Maschinenhälften

  • Abstürzen von Personen bei Störungsbeseitigungen, Wartungsarbeiten sowie beim Werkzeugwechsel

Beschaffenheit und Schutzmaßnahmen
Gefahrbereichssicherung: Umzäunung mit elektrisch verriegelten Zugangstüren mit Zuhaltung. Im Automatikbetrieb darf die Freigabe der Zuhaltung erst dann erfolgen, wenn zuvor sämtliche gefahrbringenden Bewegungen innerhalb der Umzäunung (z. B. Vorschubbewegungen, Werkzeuge) zum Stillstand gekommen sind.

Gebremste Werkzeugaggregate für geringe Zuhaltungszeiten.

Standflächen (z. B. klappbare Roste) für den Werkzeugwechsel vorsehen.

Technische Maßnahmen, die ein Halten der Werkstücke auch nach Energieausfall in Einzug- und Zentriereinrichtungen gewährleisten.

Bild 23: Geschlossenes Einzugswerk als Schutz gegen Herausschleudern von Werkstücken und Werkstückteilen

1.Stellung der Einzugswalzen gemäß Sicherheitstechnischem Grundkonzept Seite 22 Ziffer 1
  

Bild 24: Geschlossenes Einzugswerk als Schutz gegen Herausschleudern von Werkstücken und Werkstückteilen

1.Stellung der Einzugswalzen gemäß Sicherheitstechnischem Grundkonzept Seite 22 Ziffer 1
  

Bei Gegenlaufbearbeitung können aus dem Einzugsbereich der Nachschnittsäge zurückfliegende Werkstücke oder Werkstückteile aufgefangen werden durch:

  • sich nach dem Werkstückdurchlass schließende Einzugs- und Zentriereinrichtungen (siehe Bild 23 und 24)

  • fangende Schutzeinrichtungen und Prallwand (Bild 26)

Ausschubbereich der Nachschnittsäge bei Gleichlaufbearbeitung tunnelförmig ausführen (Leit- und Fangeinrichtungen) zur Sicherung gegen herausgeschleuderte Werkstücke (siehe Bild 27).

Zum Entstören genügend Arbeitsraum zwischen den Maschinen und Lärmschutzkabine bzw. Umzäunung vorsehen.

Die Handbetätigung von Ventilen muss von außerhalb des gesicherten Gefahrbereiches möglich sein (z. B. für den Klopfmechanismus zum Lösen angefrorener Seitenbretter).

Um die Stillstandszeiten bei der Maßkontrolle möglichst gering zu halten, hat sich neben dem Automatikbetrieb in der Praxis die Betriebsart "Messschaltung" als notwendig erwiesen (siehe Seite 23).

Betrieb
Hinweise zur Sicherheit bei der Störungsbeseitigung sowie bei Reinigungs-, Rüst- und Instandhaltungsarbeiten in der Betriebsanleitung des Herstellers beachten.

Durch Sägeblöcke und Model verursachte Störungen möglichst mit Hebezeug beseitigen.

Stand der Lärmminderungstechnik
Lärmschutzkabine.

Stand der Entsorgungstechnik
Entsorgung durch Stetigförderer und trichterförmige Verblechung.

Bild 25: Querförderanlage zum Zuführbereich der Nachschnittsäge (aus dem Innenbereich der Umzäunung der Umzäunung fotografiert)

1.Umzäunung der Gesamtanlage
2.Zuführbereich zur Nachschnittsäge mit Gegen- und Gleichlaufbearbeitung der Sägeblätter (siehe auch Bild 26)
3.Einzugs- und Zentriereinrichtung zur Nachschnittsäge
  

Bild 26: Zuführbereich zur Nachschnitsäge mit Gegen- und Gleichlaufbearbeitung der Sägeblätter

1.Umzäunung des Querförderbereiches
2.Prallwand als Schutz gegen zurück fliegende Werkstücke oder Werkstückteile (Sägeblätter im Gegenlauf)
  

Bild 27: Nachschnittsäge mit Ausschusskanal (Gleichlaufbearbeitung)

1.Umzäunung
2.Elektrisch verriegelte Zugangstür mit Zuhaltung
3.Tunnelförmiger Ausschusskanal
  

Seitenwarenabscheider nach Nachschnittsäge

Risiko
Gefährdungsstufe I.

Es besteht ein hohes Verletzungsrisiko durch:

  • Quetschen, Scheren und Einziehen an Andruckrollen

  • Herausschleudern von Werkstücken oder Werkstückteilen (Gleich- und Gegenlauf von Werkzeugen der dem Seitenwarenabscheider vorgeschalteten Maschinen)

  • Abstürzen von Personen bei Störungsbeseitigungen und Wartungsarbeiten

Beschaffenheit und Schutzmaßnahmen
Gefahrbereichssicherung: Umzäunung mit elektrisch verriegelten Zugangstüren. Zusätzlich ist eine Zuhaltung der Zugangstür erforderlich, wenn die Werkzeuge der vorgeschalteten Nachschnittsäge im Gleichlauf arbeiten.

Das Betreten dieses Gefahrbereiches muss durch die Zuhaltung wegen des Risikos durch herausgeschleuderte Werkstücke oder Werkstückteile aus den vorgeschalteten Maschinen so lange verhindert sein, bis bei der vorgeschalteten Maschine ein Zustand nach Ziffer 3 Seite 22 (Kasten) von der Maschinensteuerung hergestellt wurde.

Technische Maßnahmen, die ein Halten der Werkstücke auch nach Energieausfall am Druckrollenportal gewährleisten.

Zum Entstören genügend Arbeitsraum zwischen den Maschinen und der Umzäunung vorsehen.

Die Handbetätigung von Ventilen muss von außerhalb des gesicherten Gefahrbereiches möglich sein (z. B. für den Klopfmechanismus zum Lösen angefrorener Seitenbretter).
Sicherung der Öffnung zum Abtransport der Bretter siehe Abschnitt Winkelübergabe Seite 36.

Bild 28: Seitenwarenabscheider und Ausschusskanal nach Nachschnittsäge

1.Nachschnittsäge
2.Seitenwarenabscheider
3.Ausschusskanal tunnelförmig ausgeführt mit Leit- und Fangeinrichtungen
  

Bild 29: Detailansicht von Bild 28

1.Seitenwände des Ausschusskanales, die sich mit dem Abwurftisch überlappen
2.Abwurftisch für Seitenware in Grundposition
3.Spaltkeil
4.Abwurfschräge zum Seitenwaren-Förderband
  

Betrieb
Hinweise zur Sicherheit bei der Störungsbeseitigung sowie bei Reinigungs-, Rüst- und Instandhaltungsarbeiten in der Betriebsanleitung des Herstellers beachten.

Durch Sägeblöcke und Model verursachte Störungen möglichst mit Hebezeug beseitigen.

Stand der Entsorgungstechnik
Entsorgung durch Stetigförderer und trichterförmige Verblechung.

Bild 30: Detailansicht von Bild 28

1.Abwurftisch für Seitenware in Abwurfposition
2.Spaltkeil
3.Abwurfschräge zum Seitenwaren-Förderband
  
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