DGUV Information 209-034 - Gattersägewerke Arbeitssicherheit an Maschinen und An...

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Abschnitt 8.3, 8.3 Einrichtungen für Wartungsarbeiten - Absc...
Abschnitt 8.3
Gattersägewerke Arbeitssicherheit an Maschinen und Anlagen (DGUV Information 209-034)
Titel: Gattersägewerke Arbeitssicherheit an Maschinen und Anlagen (DGUV Information 209-034)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 209-034
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 8.3 – 8.3 Einrichtungen für Wartungsarbeiten - Abschmierarbeiten

Bei einer Zentralschmierung erübrigt sich das manuelle Eingreifen bei eingeschalteten Förderketten. Gleichzeitig wird ein Ausfall der Produktion vermieden.

Schmiernippel sollten, soweit dies technisch möglich ist, außerhalb des gesicherten Gefahrenbereichs angeordnet und in Gruppen zusammengefasst sein.

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Abb. 38
Zentralschmierung am rücklaufenden Kettenstrang eines Vereinzelers einer Zugangstür

8.3.1 Betriebsart "Schmierschaltung"

Die betriebliche Praxis zeigt, dass bei fehlender Zentralschmierung das Abschmieren von Förderketten nur bei laufender Kette sinnvoll ist. Dafür ist erfahrungsgemäß eine "Schmierschaltung" erforderlich.

In dieser Betriebsart können die Stetigförderer bei überbrückten Schutzeinrichtungen über

  • einen mitführbaren Tippschalter für die Wartungsperson oder

  • einen Tippschalter für eine zweite Person, die einen Sichtkontakt zur Wartungsperson hat,

gesteuert werden.

Bei Förderketten mit aufgesetzten Mitnehmern sollten Sicherheitsabstände (in der Regel für den Fuß) eingehalten werden, um Quetsch- und Schergefahren zwischen den Mitnehmern und den Auskleidungen der Förderebene oder anderen festen Teilen der Anlage zu vermeiden.

Für die Abschmierarbeiten müssen geeignete Zugänge und Standflächen vorhanden sein.

8.3.2 Betriebsart "Winterschaltung"

Es werden nicht immer alle Fördereinrichtungen regelmäßig gebraucht und bewegt. Besonders im Freien sind die Anlagen Regen, Schnee und Frost ausgesetzt. Deshalb hat es sich bewährt, Blockierungen über ein regelmäßiges kurzes Einschalten zu vermeiden. Das kann eine Bedienperson übernehmen, die die Anlage überblickt und nur dann einschaltet, wenn sich keine Person im Gefahrenbereich befindet. Sollte dieser Vorgang automatisiert erfolgen, sind entsprechende Vorkehrungen zu treffen, um vor der unvorhersehbaren Bewegung unmissverständlich zu warnen oder einen Kontakt mit den gefährdenden Anlagenteilen sicher zu verhindern.