DGUV Information 209-032 - Möbelindustrie SchreinereienTischlereien (bisher: BG...

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Abschnitt 11.1, Beurteilung der Belastung der Wirbelsäule be...
Abschnitt 11.1
Möbelindustrie Schreinereien/Tischlereien (bisher: BGI 726)
Titel: Möbelindustrie Schreinereien/Tischlereien (bisher: BGI 726)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 209-032
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 11.1 – Beurteilung der Belastung der Wirbelsäule beim Heben und Tragen von Lasten in der Möbelindustrie

(Gefährdungsbeurteilung im Sinne des § 5 ArbSchG)

Gefährdung

Das manuelle Heben, Absetzen, Schieben, Ziehen, Tragen oder Umsetzen von Lasten kann, je nach Größe der Last und Körperhaltung, Schäden insbesondere an der Wirbelsäule verursachen. Deshalb muss der Unternehmer die Gefährdungen dadurch an jedem Arbeitsplatz ermitteln (§ 5 ArbSchG) und - soweit erforderlich - Maßnahmen zur Verminderung der Lasten oder organisatorische Maßnahmen treffen (LasthandhabV).

Ermittlung

Auf der Grundlage von detaillierten Belastungsanalysen in Mitgliedsunternehmen der Holz-Berufsgenossenschaft sind in vier Arbeitsbereichen in der Möbelindustrie Belastungen möglich, die eine Gefährdung der Mitarbeiter darstellen können. Für die vier Arbeitsbereiche Materialzuschnitt, Maschinenarbeit, Montage und Versand sind die einzelnen Teiltätigkeiten und deren Belastungen durch Lastenhandhabung zu ermitteln.

Präventionsmaßnahmen für einen Beschäftigten sind nicht erforderlich, wenn die Summe der Produkte aus durchschnittlichem Lastgewicht, Häufigkeit und Beugefaktor für sämtliche Tätigkeiten einen Zahlenwert von 8400unterschreitet. Zahlenwerte von 8400 bis 14000 deuten auf eine Gefährdung hin, der Arbeitsplatz muss mit Hilfe detaillierter Belastungsanalysen beurteilt werden. Als nicht gefährdend sind die Tätigkeiten einzustufen, bei denen überwiegend Lastgewichte kleiner 10 kg gehoben und getragen werden. Präventionsmaßnahmen werden ohne weitere Ermittlungen erforderlich, wenn das personenbezogene Lastgewicht 50 kg überschreitet.

Für jeden Beschäftigten muss ein Bogen ausgefüllt werden. Sofern mehrere Beschäftigte dieselbe Tätigkeit ausüben, genügt für diese ein Bogen. Für die Beurteilung der Belastungen müssen die durchschnittlichen Gewichte und die Häufigkeit der Arbeitsvorgänge einer jeden Teiltätigkeit ermittelt werden.

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