DGUV Information 209-032 - Möbelindustrie SchreinereienTischlereien (bisher: BG...

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Abschnitt 6.2, Handwerksmaschinen (Einzelfertigung)
Abschnitt 6.2
Möbelindustrie Schreinereien/Tischlereien (bisher: BGI 726)
Titel: Möbelindustrie Schreinereien/Tischlereien (bisher: BGI 726)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 209-032
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 6.2 – Handwerksmaschinen (Einzelfertigung)

6.2.1
Abrichthobelmaschinen

Risiko

Gefährdungsstufe I. Es besteht ein hohes Verletzungsrisiko an der Messerwelle, da das Werkstück mit der Hand unmittelbar über die Messerwelle geschoben wird. Besonders risikoreich ist das Abrichten langer schmaler (= 60 mm) Werkstücke.

Alternativausstattung für Baujahre bis 1994

Baujahrabhängige Einzelheiten sind in der Tabelle 3 des Anhangs 3 zusammengestellt.

Betrieb

Siehe Unterweisungsblatt "Sicheres Arbeiten an Abrichthobelmaschinen" (Anhang 2).

Stand der Absaugtechnik

Alle abgesaugten Abrichthobelmaschinen entsprechen dem Stand der Staubminderungstechnik, sofern Anhang 4 von [21] eingehalten ist (Luftgeschwindigkeiten u.a.).

Beschaffenheit5

Regelausstattung bis Baujahr 1995

Stand der Lärmminderungstechnik

Emissionsschalldruckpegel am Arbeitsplatz (Arbeitsgeräusch) nach [50]: 90 bis 91 dB(A) je nach Messerwellenlänge.

Dieser Pegel wird durch lärmmindernde gezahnte Tischlippen erreicht. Als zusätzliche Maßnahmen, insbesondere für ältere Maschinen, hat sich der Einbau von Spiralmesserwellen bewährt (s. Bild)

Prüfen im Betrieb

6.2.2
Tisch- und Formatkreissägemaschinen

Risiko

Gefährdungsstufe II. Es besteht ein erhebliches Verletzungsrisiko durch Berühren des Sägeblattes, insbesondere beim Schneiden schmaler Werkstücke.

Baujahrabhängige Einzelheiten sind in der Tabelle 5 des Anhangs 3 zusammengestellt.

Betrieb

Siehe Unterweisungsblatt "Sicheres Arbeiten an Tisch- und Formatkreissägemaschinen" (Anhang 2).

Stand der Absaugtechnik

Alle abgesaugten und mit oberer (an der Haube) und unterer Absaugung (unter dem Tisch) ausgerüsteten Tisch- und Formatkreissägemaschinen entsprechen dem Stand der Staubminderungstechnik, sofern Anhang 4 von [21] eingehalten ist (Luftgeschwindigkeit u.a.).

Stand der Lärmminderungstechnik

Emissionsschalldruckpegel am Arbeitsplatz (Arbeitsgeräusch) nach [55]: 87 bis 91 dB(A) je nach Sägeblattdurchmesser. Nach Möglichkeit Sägeblätter verwenden, die als "lärmarm" angeboten werden. Zum Pfeifen neigende Sägeblätter sofort austauschen, sofern neu, dem Hersteller zurückgeben.

Beschaffenheit6

Alternativausstattung für Sägeblattdurchmesser < 250/315 mm

Prüfen im Betrieb

6.2.3
Kantenschleifmaschinen

Risiko

Gefährdungsstufe II. Es besteht ein erhebliches Verletzungsrisiko durch Berühren der Schleifbandkante, das sich aus der Häufigkeit der Unfälle ergibt.

Betrieb

  • Nicht benutzte Schleifrollen verkleiden.

  • Bei der Bearbeitung kleiner Werkstücke Werkstückanschlag verwenden.

Stand der Absaugtechnik

Abgesaugte Kantenschleifmaschinen entsprechen dem Stand der Staubminderungstechnik, sofern sie mit Erfassungselementen an den Umlenkrollen nach Anhang 4 von [21] ausgerüstet sind und die Absaugluftgeschwindigkeiten von 20 m/s eingehalten werden.

Stand der Lärmminderungstechnik

Emissionsschalldruckpegel am Arbeitsplatz (Arbeitsgeräusch) nach [61]: 82 dB(A). Es sind keine weiteren Maßnahmen erforderlich.

Beschaffenheit7

Prüfen im Betrieb

6.2.4
Tischbandschleifmaschinen mit Schiebetisch (Langbandschleifmaschinen)

Risiko

Gefährdungsstufe II. Es besteht ein erhebliches Verletzungsrisiko durch Berühren der Schleifbandkante, das sich aus der Häufigkeit der Unfälle ergibt.

Betrieb

Schleifbandbereiche, die nicht zum Schleifen benötigt werden, verdecken.

Stand der Absaugtechnik

Abgesaugte Tischbandschleifmaschinen mit Schiebetisch entsprechen dem Stand der Staubminderungstechnik, sofern sie mit optimierten Erfassungselementen an den Umlenkrollen nach Anhang 4 von [21] ausgerüstet bzw. nachgerüstet sind und die Absaugluftgeschwindigkeiten von 20 m/s eingehalten werden.

Stand der Lärmminderungstechnik

Emissionsschalldruckpegel am Arbeitsplatz (Arbeitsgeräusch) nach [61]: 84 dB(A). Es sind keine weiteren Maßnahmen erforderlich.

Beschaffenheit8

Prüfen im Betrieb

6.2.5
Reihen- und Dübelbohrmaschinen mit Handbeschickung

Risiko

Gefährdungsstufe II. Es besteht ein erhebliches Verletzungsrisiko durch Berühren der Bohrer in der Ausgangsstellung bzw. durch Quetschen an der Andruckeinrichtung, das sich aus der Häufigkeit der Unfälle ergibt.

Stand der Absaugtechnik

Abgesaugte Mehrfachbohrmaschinen mit Handbeschickung entsprechen dem Stand der Staubminderungstechnik, sofern sie mit einem hinter der Maschine angebrachten Absaugtrichter nach Anhang 4 von [21] ausgerüstet sind.

Stand der Lärmminderungstechnik

Emissionsschalldruckpegel am Arbeitsplatz (Arbeitsgeräusch) nach [61]: 82 dB(A). Es sind keine weiteren Maßnahmen erforderlich.

Beschaffenheit9

Prüfen im Betrieb

6.2.6
Tischfräsmaschinen für Einzelfertigung

Risiko

Gefährdungsstufe I. Es besteht ein hohes Verletzungsrisiko am Fräswerkzeug, das sich insbesondere aus der Häufigkeit und Schwere der Unfälle beim Bearbeiten geringer Stückzahlen ergibt. Das Werkstück wird mit der Hand unmittelbar am Werkzeug vorbeigeschoben. Eine der Ursachen ist die Nichtverwendung von Schutzvorrichtungen vor allem beim Probe- und Einsetzfräsen. Beim Fertigen von Werkstücken in großen Stückzahlen werden Schutzvorrichtungen zuverlässig benutzt. Die Gefährdung sinkt dann auf Stufe III (siehe 6.3.4).

Baujahrabhängige Einzelheiten sind in der Tabelle 4 des Anhangs 3 zusammengestellt.

Beschaffenheit10

Beschaffenheit der Fräswerkzeuge

siehe Abschnitt 1.12.2

Betrieb

Merkregeln für das Rüsten und Einstellen:

  • Nach Möglichkeit das Arbeiten mit dem Vorschubapparat vorsehen, auch beim Bogenfräsen.

  • Geeignete Werkzeuge auswählen, d.h. nur Werkzeuge für Handvorschub, auch für das Fräsen mit Vorschubapparat.

  • Die günstigste Drehzahl innerhalb des angegebenen Drehzahlbereichs einstellen.

  • Für Einsetzfräsarbeiten Rückschlagsicherungen vorsehen, z.B. Tischverlängerung mit Queranschlag.

  • Werkzeug gut befestigen, Zwischenringe so auswählen, dass das Gewinde der Fräserdorn-Mutter voll ausgenutzt wird.

  • Nach Möglichkeit Fräserdorne mit Mindestdurchmesser 30 mm verwenden.

  • Fräswerkzeug entsprechend der Drehrichtung und der vorgesehenen Arbeitshöhe aufspannen.

  • Tischöffnung durch Einlegeringe so weit wie möglich schließen.

  • Einstellvorrichtungen verwenden, Probefräsen nur mit Vorschubapparat.

Weitere Hinweise zum Betrieb, insbesondere zu Rückschlagsicherungen beim Einsetzfräsen siehe Unterweisungsblätter "Sicheres Arbeiten an Tischfräsmaschinen" und "Sicheres Arbeiten mit Fräswerkzeugen für die Holzbearbeitung" (Anhang 2).

Stand der Absaugtechnik

Alle abgesaugten und mit oberer und unterer Absaugung (Tisch) ausgerüsteten Tischfräsmaschinen entsprechen dem Stand der Staubminderungstechnik, sofern Anhang 4 von [21] eingehalten ist (Luftgeschwindigkeit u.a.).

Einstelleinrichtung

Stand der Lärmminderungstechnik

Emissionsschalldruckpegel am Arbeitsplatz (Arbeitsgeräusch) nach [48]: 84 dB(A). Dieser Pegel wird mit einem Fügefräser als Normwerkzeug erreicht. Bei der Verwendung von Profilwerkzeugen können sich Pegelerhöhungen bis ca. 8 dB(A) ergeben.

Werkzeugmontage

Prüfen im Betrieb

6.2.7
Dickenhobelmaschinen

Risiko

Gefährdungsstufe III. Es besteht ein geringes Risiko der Verletzung durch Werkstückrückschläge.

Baujahrabhängige Einzelheiten sind in der Tabelle 6 des Anhangs 3 zusammengestellt:

Betrieb

  • Angaben in der Betriebsanleitung hinsichtlich der Mindestlänge von Werkstücken beachten.

  • Vorschubgeschwindigkeit entsprechend der vorgesehenen Oberflächenqualität wählen.

  • Bei Störungen sofort den Werkstückvorschub abschalten.

  • Rückschlaggreifer stets scharf und gängig halten.

  • Greifer mit Breiten über 15 mm gegen schmälere Greifer austauschen.

Einen Messerüberstand von max. 1,1mm wählen, bei größerem Messerüberstand besteht Rückschlaggefahr!

Die Höhenverstellung des Maschinentisches nur vornehmen, wenn sich kein Werkstück in der Maschine befindet.

Beschaffenheit11

Stand der Absaugtechnik

Alle abgesaugten Dickenhobelmaschinen entsprechen dem Stand der Staubminderungstechnik, sofern Anhang 4 von [21] eingehalten ist (Luftgeschwindigkeiten u.a.).

Stand der Lärmminderungstechnik

Emissionsschalldruckpegel am Arbeitsplatz (Arbeitsgeräusch) nach [51]: 80 dB(A).

Dieser Pegel wird durch absorbierende Auskleidung der oberen Haube und teilweise durch Kunststofflamellen an der Ein- und Ausschuböffnung erreicht.

Prüfen im Betrieb

6.2.8
Tischoberfräsmaschinen

Risiko

Gefährdungsstufe III. Es besteht ein geringes Verletzungsrisiko durch Berühren des Fräswerkzeuges.

  • Schutzring mit Absauganschluss

Stand der Absaugtechnik

Abgesaugte Tischoberfräsmaschinen entsprechen dem Stand der Staubminderungstechnik, sofern sie mit einem Erfassungselement am Schutzring nach Anhang 4 von [21] ausgerüstet sind.

Stand der Lärmminderungstechnik

Emissionsschalldruckpegel am Arbeitsplatz (Arbeitsgeräusch) nach [61]: ca.95 dB(A). Die Möglichkeiten des Anwenders zur Lärmminderung beschränken sich auf den Einsatz lärmarmer und scharf gehaltener Werkzeuge.

Beschaffenheit12

Prüfen im Betrieb

6.2.9
Tischbandsägemaschinen

Risiko

Gefährdungsstufe III. Es besteht ein geringes Verletzungsrisiko durch Berührung des Sägeblattes.

Baujahrabhängige Einzelheiten sind in der Tabelle 7 des Anhangs 3 zusammengestellt.

Betrieb

Siehe Unterweisungsblatt "Sicheres Arbeiten an Tischbandsägemaschinen" (Anhang 2).

Stand der Absaugtechnik

Abgesaugte Tischbandsägemaschinen entsprechen dem Stand der Staubminderungstechnik, sofern sie mit einem Erfassungselement unter der Schneidstelle und mit einer gelochten Tischeinlage (siehe Anhang 4 von [21]) ausgerüstet sind.

Stand der Lärmminderungstechnik

Emissionsschalldruckpegel am Arbeitsplatz (Arbeitsgeräusch) nach [54]: 84-85 dB(A), je nach Rollendurchmesser.

Die Laufruhe, insbesondere im Leerlauf, wird von fachgerecht ausgeführten Bandstößen, Rollenbelägen ohne Unterbrechungen und funktionsgerechten Sägeblattführungen bestimmt.

Beschaffenheit13

Prüfen im Betrieb

5

entsprechend staatlichem Recht

6

entsprechend staatlichem Recht

7

entsprechend staatlichem Recht

8

entsprechend staatlichem Recht

9

entsprechend staatlichem Recht

10

entsprechend staatlichem Recht

11

entsprechend staatlichem Recht

12

entsprechend staatlichem Recht

13

entsprechend staatlichem Recht