DGUV Information 209-032 - Möbelindustrie SchreinereienTischlereien (bisher: BG...

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Abschnitt 1.8, Beschäftigungsbeschränkungen
Abschnitt 1.8
Möbelindustrie Schreinereien/Tischlereien (bisher: BGI 726)
Titel: Möbelindustrie Schreinereien/Tischlereien (bisher: BGI 726)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 209-032
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 1.8 – Beschäftigungsbeschränkungen

Für folgende Personen bestehen Beschäftigungsbeschränkungen in der Möbelindustrie:

Werdende oder stillende Mütter dürfen nicht mit schwerer körperlicher Arbeit beschäftigt werden. Die wesentlichen Beschränkungen in Möbelfabriken sind:

  • regelmäßiges Heben von Lasten mit 5 kg Masse und gelegentliches Heben von Lasten mit 10 kg Masse,

  • Arbeiten mit Lack-, Lösemittel-, Leim- oder Kleber-Einwirkung über dem Luftgrenzwert sowie

  • Arbeiten in gekennzeichneten Lärmbereichen.

Werdende Mütter dürfen nicht mit Arbeiten beschäftigt werden, bei denen sie Eichen- und/oder Buchenholzstaub in erheblichem Umfang ausgesetzt sind.

Jugendliche bis zu einem Alter von 18 Jahren dürfen nicht mit Arbeiten an Abrichthobelmaschinen, Säge- und Fräsmaschinen jeder Art, ausgenommen Dekupier- und Handstichsägemaschinen, beschäftigt werden.

Dies gilt nicht für Jugendliche (ab 15 Jahren), soweit

  • die o.g. Arbeiten zum Erreichen des Ausbildungszieles erforderlich sind, d.h. soweit sie im Ausbildungsrahmenplan festgelegt sind, z.B. für Tischler/Schreiner im 1. Lehrjahr (ausgenommen Tischfräsmaschine) und die Tätigkeit an der Tischfräsmaschine ab dem 2. Lehrjahr,

  • ihr Schutz durch die Aufsicht eines Fachkundigen gewährleistet ist.

Sie dürfen ferner nicht beschäftigt werden,

  • sofern sie gesundheitsschädigendem Lärm ausgesetzt sind, d.h. ihr persönlicher Beurteilungspegel 85 dB(A) übersteigt,

  • bei Überschreitung der Luftgrenzwerte von Lacken, Lösemitteln und Holzstaub (auch Erwachsene dürfen bei Überschreitung der Luftgrenzwerte nur mit persönlicher Schutzausrüstung arbeiten),

  • mit dem Beseitigen von Stauungen in Silos,

  • mit dem selbstständigen Steuern von Flurförderzeugen mit Fahrersitz oder Fahrerstand.