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DGUV Information 209-032 - Möbelindustrie Schreinereien/Tisc...
DGUV Information 209-032 - Möbelindustrie Schreinereien/Tischlereien (bisher: BGI 726)
Titel: Möbelindustrie Schreinereien/Tischlereien (bisher: BGI 726)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 209-032
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Möbelindustrie
Schreinereien/Tischlereien
(bisher: BGI 726)

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

Holz-Berufsgenossenschaft

Stand der Vorschrift: Januar 2003

Vorbemerkung

Die Berufsgenossenschaftliche Information (BGI) "Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz Möbelindustrie" ist das Handbuch für jede Möbelfabrik zum Thema "Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz". Nur wenn dieses Thema in Ihre Arbeitsorganisation eingebunden ist, werden Sie Erfolg haben, vor allem auch motivierte, arbeitsfähige Mitarbeiter, und damit Ihre Produktivität verbessern und Kosten verringern. Zu Ihrem Erfolg soll diese BGI beitragen.

Erschrecken Sie nicht über den Umfang dieses Handbuches, Sie müssen es nicht von vorn bis hinten durchlesen. Mit Hilfe des feingegliederten Inhaltsverzeichnisses gehen Sie dem Problem oder der Frage nach, die sie gerade lösen wollen, und finden im Text die passenden Hinweise, Empfehlungen und Lösungsvorschläge.

Mit dieser BGI sollen insbesondere hohe Risiken abgebaut werden. Unter Risiko wird in dieser BGI die Wahrscheinlichkeit verstanden, bei einem bestimmten Arbeitsgang (bei einer Tätigkeit) in der Möbelindustrie Unfälle bestimmter Schwere oder - bei chemischen und physikalischen Einwirkungen - eine Berufskrankheit zu erleiden. Dabei spielt auch die Dauer der Tätigkeit und die Vorsorge gegen Gefährdungen eine wichtige Rolle. Es gilt die Faustformel: Je besser die Prävention, desto geringer das Risiko.

Die Risiken sind in die Gefährdungsstufen I, II und III eingeteilt, die wiederum auf der Auswertung des umfassenden statistischen Materials der Holz-BG über Unfälle und Erkrankungen in der Holzwirtschaft beruhen. Es bedeuten:

I (hoch)

Sehr häufig leichtere Unfälle/Gesundheitsschäden oder relativ oft schwere Unfälle/Gesundheitsschäden zu erwarten.

II (erheblich)

Häufig leichtere Unfälle/Gesundheitsschäden oder relativ selten schwere Unfälle/Gesundheitsschäden zu erwarten.

III (gering)

Selten leichte Unfälle/Gesundheitsschäden oder nur in extremen Ausnahmefällen schwere Unfälle/Gesundheitsschäden zu erwarten.

Ein hier als gering bewertetes Risiko bedeutet keinesfalls, dass an dem Arbeitsplatz oder Arbeitsgerät sorglos gearbeitet werden kann oder gesundheitliche Belastungen ohne weitere Vorsorge in Kauf genommen werden können.

Diese BGI befasst sich nicht mit "Beschaffenheit", diese ist im staatlichen Recht geregelt. In den Bildern wird die jeweilige "empfohlene Regelausführung" beschrieben, wie sie von Herstellern erhältlich ist. Sofern Einrichtungen selbst gebaut werden, reichen die in dieser BGI gegebenen Hinweise nicht aus. In diesem Fall sowie bei weiteren Fragen zu dieser BGI bitte den Beratungsdienst der Holz-BG in Anspruch nehmen.

Unter "Prüfen im Betrieb" sind Fragen gestellt, die, wenn sie ausgefüllt werden, eine Übersicht über sämtliche bestehenden Gefährdungen und die zur Behebung erforderlichen Maßnahmen geben (Gefährdungsbeurteilung nach [3]). Diese Fragen sind auch zusammenhängend als "Check für Sicherheit und Gesundheitsschutz in der Möbelindustrie" bei der Holz-BG erhältlich.

Redaktionelle InhaltsübersichtAbschnitt
  
Arbeitsorganisation1
Grundsätzliches1.1
Gefährdungsbeurteilung1.2
Sicherheitstechnische Betreuung1.3
Arbeitsmedizinische Betreuung1.4
Sicherheitsbeauftragte1.5
Arbeitsschutzausschuss1.6
Sicherheits- und Gesundheitsschutzmanagement1.7
Beschäftigungsbeschränkungen1.8
Unterweisungen1.9
Lärm1.10
Persönliche Schutzausrüstungen1.11
Hygienische Maßnahmen1.12
Beschaffen von Arbeitsmitteln1.13
Überwachen prüfpflichtiger Einrichtungen1.14
Bildschirmarbeitsplätze2
Holzstaub3
Lagerbereiche, Versand4
Maßnahmen für das sichere Verladen im Kommissionierraum und auf Laderampen4.1
Maßnahmen zur Vermeidung von Verletzungen durch schlecht gesicherte oder beim Transport verrutschte Teile der Ladung4.2
Maßnahmen zur Vermeidung von Verletzungen bei der Entnahme von Möbelteilen aus Regalen oder von Stapeln4.3
Fördereinrichtungen 5
Rollenbahnen5.1
Gurtförderer, Stangenförderer (Querstabförderer)5.2
Automatische Querverschiebewagen5.3
Holzbearbeitungsmaschinen und Anlagen 6
Zuschnitt6.1
Handwerksmaschinen (Einzelfertigung)6.2
Industriemaschinen (Serienfertigung)6.3
Verleimung6.4
Endmontage6.5
Silos7
Brand- und Explosionsschutz8
Maßnahmen zur Verhinderung und Begrenzung gefährlicher Auswirkungen von Bränden und Staubexplosionen in Filteranlagen und Silos8.1
Maßnahmen gegen Brände und Explosionen in Lackierräumen und -einrichtungen8.2
Maßnahmen gegen Brände bei Schweiß- und Trennschleifarbeiten8.3
Maßnahmen gegen Brände und Explosionen in Holzfeuerungsanlagen8.4
Maßnahmen gegen Brände und Explosionen durch heißgelaufene Antriebe von technischen Einrichtungen8.5
Arbeiten auf Leitern9
Transportieren10
Transportieren mit Flurförderzeugen10.1
Verkehrswege sind sicher, wenn sie10.2
Um Treppen sicher begehen zu können, sind folgende Maßnahmen notwendig10.3
Heben und Tragen von schweren Lasten11
Beurteilung der Belastung der Wirbelsäule beim Heben und Tragen von Lasten in der Möbelindustrie11.1
Wartungs- und Reparatur-/Entstörarbeiten12
Chemische Gefahrstoffe 13
Risiko13.1
Zusammenstellung von Gefährdungen und Schutzmaßnahmen für gängige Gefahrstoffe13.2
  
Vorschriften und RegelnAnhang 1
Formblätter, Betriebsanweisungen, UnterweisungshilfenAnhang 2
Zusammenstellungen baujahrabhängiger Einzelheiten zur Beschaffenheit von Holzbearbeitungsmaschinen und -WerkzeugenAnhang 3