DGUV Information 208-019 - Sicherer Umgang mit fahrbaren Hubarbeitsbühnen (DGUV ...

Online-Shop für Schriften

Jetzt bei uns im Shop bestellen

Jetzt bestellen
Abschnitt 8, 8 Koordination
Abschnitt 8
Sicherer Umgang mit fahrbaren Hubarbeitsbühnen (DGUV Information 208-019)
Titel: Sicherer Umgang mit fahrbaren Hubarbeitsbühnen (DGUV Information 208-019)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 208-019
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 8 – 8 Koordination

Jede Baumaßahme birgt besondere Gefahren in sich. Die Verhältnisse auf der Baustelle ändern sich ständig, verschiedene Gewerke müssen gleichzeitig nebeneinander und übereinander ausgeführt werden. Ohne Ordnung kann es im Bauablauf zu Behinderungen, Unterbrechungen, Gefährdungen oder gar zu Unfällen und Schäden kommen.

Koordination ist immer dann erforderlich, wenn Beschäftigte verschiedener Unternehmen örtlich und zeitlich zusammenarbeiten, um eine gegenseitige Gefährdung zu vermeiden. Hierzu benennen die Unternehmen eine koordinierende Person, die zur Abwehr besonderer Gefahren mit entsprechender Weisungsbefugnis ausgestattet wird.

Bereits bei Auftragserteilung erhält der Auftragnehmer durch den Auftraggeber eine Verpflichtung zur Einhaltung der Arbeitsschutzvorschriften und Informationen hinsichtlich der betriebsspezifischen Gefahren des Unternehmens, in dem die Tätigkeiten erfolgen sollen. Der Auftragnehmer lässt diese Informationen in seine Gefährdungsbeurteilung einfließen.

Bei besonderen Gefahren bestimmt der Auftraggeber im Einvernehmen mit dem Auftragnehmer eine aufsichtführende Person.

Baustellen kommt eine besondere Pflicht zur Koordinierung zu. Arbeiten mehrere Firmen gleichzeitig oder nacheinander auf der Baustelle, bestellt der Bauherr eine koordinierende Person, die in der Planungs- und Ausführungsphase des Bauvorhabens die Arbeiten aufeinander abstimmt. Je nach Größe der Baustelle erstellt er hierfür einen Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan (SiGePlan), der verbindlich ist für alle Baubeteiligten.

Tabelle Erläuterungen der Rechtsgrundlagen zur Koordination

ArbSchG § 8 DGUV Vorschrift 1 §§ 5, 6, 9 BaustellV § 3
Zusammenarbeit mehrerer Arbeitgeber:
  • gegenseitige Unterrichtung und Abstimmung der Unternehmen

  • Information der Beschäftigten über die Zusammenarbeit

  • Überprüfung der Unterweisung der Mitarbeiter eines Fremdunternehmens

Vergabe von Aufträgen
  • Verpflichtung zur Einhaltung der Arbeitsschutzvorschriften

  • Unterstützung bei der Gefährdungsbeurteilung

  • Zutritts- und Aufenthaltsverbote

Zusammenarbeit mehrerer Unternehmer
  • gegenseitige Information

  • Bestellung eines Koordinators (bei besonderen Gefahren mit Weisungsrecht)

  • Überprüfung der Unterweisung der Mitarbeiter eines Fremdunternehmens

Koordinierung
je nach Größe der Baustelle und Art der Arbeiten:
  • Bestellung eines Koordinators für Planungs- und Ausführungsphase

  • Erstellung eines SiGePlans

Beachtung der "Regeln zum Arbeitsschutz auf Baustellen" (RAB)