DGUV Information 213-011 - Bauschuttrecycling - Sicherheit und Gesundheitsschutz...

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Abschnitt 1, Einleitung
Abschnitt 1
Bauschuttrecycling - Sicherheit und Gesundheitsschutz (bisher: BGI 716)
Titel: Bauschuttrecycling - Sicherheit und Gesundheitsschutz (bisher: BGI 716)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 213-011
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 1 – Einleitung

In Zusammenhang mit der Verknappung von Ressourcen und Deponieraum, steigenden Entsorgungskosten und staatlichen Verwertungsgeboten entwickelte sich die Annahme und Aufbereitung von Bauschutt zu einem eigenständigen Gewerbezweig.

Eine Gruppe von Unternehmen verfügt über eine oder mehrere mobile Anlagen und verarbeitet an wechselnden Einsatzorten im Auftrag Material, welches über einen längeren Zeitraum hinweg gesammelt wurde. Andere Unternehmen mit Schwerpunkt in der Rohstoffgewinnung sichern sich ein zweites Standbein mit der Annahme und Aufbereitung von Bauschutt auf dem eigenen, meist sehr großen Betriebsgelände. Die Aufbereitung erfolgt in stationären, aber auch mit mobilen Recyclinganlagen.

Die mobilen Anlagen werden aber auch zur besseren Auslastung mit oder ohne Personal vermietet.

Das statistisch erfaßte Unfallgeschehen bzgl. der meldepflichtigen Arbeitsunfälle verdeutlicht Abbildung 1. Demnach zeigt sich bis 1995 eine steigende Tendenz. Für 1996 ist erstmals ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. Gleichwohl liegen die Werte, bezogen auf 1000 Vollarbeiter, erheblich über dem Durchschnitt der Steinbruchs-Berufsgenossenschaft, der z.B. für 1996 den Wert 75,14 einnimmt.

JahrZahl der Arbeitsunfälle
(absolut)
Zahl der Arbeitsunfälle
pro 1000 Vollarbeiter
199223088,63
1993399109,13
1994459104,34
1995581116,66
199645696,00

Abb. 1: Meldepflichtige Arbeitsunfälle in Recyclingbetrieben

Im folgenden werden die charakteristischen Unfallgefahren und Gesundheitsbelastungen bei der Aufbereitung von Baustoffen mit mobilen Anlagen aufgezeigt sowie Maßnahmen, durch welche diese Gefahren und Belastungen minimiert werden können, erläutert. Die behandelten Fragen sind auch auf stationäre Anlagen zum Baustoffrecycling übertragbar, auf die jedoch nicht speziell eingegangen wird. Außerdem befaßt sich die Ausarbeitung ausschließlich mit der Verarbeitung von unbelastetem, nicht kontaminiertem Bauschutt. Die spezielle Problematik der Abfallsortierung, die Behandlung kontaminierter Böden sowie abfallrechtliche Fragen bleiben unberücksichtigt.

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