DGUV Information 213-009 - Auto-Betonpumpen (bisher: BGI 713)

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Abschnitt 8.6, Ausdrücken mit Luft
Abschnitt 8.6
Auto-Betonpumpen (bisher: BGI 713)
Titel: Auto-Betonpumpen (bisher: BGI 713)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 213-009
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 8.6 – Ausdrücken mit Luft

Das Ausdrücken mit Druckluft ist ein Sonderfall, der nur bei fest verlegten Förderleitungen angewendet werden darf, nicht jedoch bei Leitungen von Verteilermasten auf Auto-Betonpumpen. Hier ist das Ausdrücken mit Druckluft verboten.

Diese Methode bietet sich an, weil einmal beim Zurückpumpen erhebliche Restbetonmengen anfallen können, die auf der Baustelle nicht zu verwerten sind, zum anderen beim Ausdrücken mit Wasser das Problem der Entsorgung größerer Wassermengen besteht.

Wird mit Druckluft gearbeitet, so muß ein spezieller Reinigungskopf am Leitungsanfang angeschlossen sein und ein Stopfen entsprechend der Betriebsanleitung des Pumpenherstellers verwendet werden.

Diese Arbeitsweise beinhaltet große Gefahren, weil hier verdichtete Luft verwendet wird, die beim Entspannen große Energie freisetzt. Daher darf die Methode nur von einem sachkundigen, erfahrenen Mitarbeiter bzw. unter dessen Aufsicht ausgeführt werden. Dieser hat die entsprechende Betriebsanleitung unbedingt in allen Punkten einzuhalten:

  • Am Leitungsende dürfen weder Rohrbögen noch Schläuche montiert sein.

  • Personen dürfen sich nicht am Leitungsende und nicht vor der Leitungsöffnung aufhalten, wenn ausgeblasen wird.

  • Aus dem Leitungsende muß der Beton frei austreten können.

  • Das Leitungsende muß so ausgerichtet sein, daß möglicherweise herausschießender Beton Personen keinen Schaden zufügen kann.

  • Am Ende der Rohrleitung muß ein Fangkorb für den Stopfen angeschlossen sein.

  • Der Rohrreinigungskopf muß mit einem großdimensionierten Ablaßhahn und einem funktionsfähigen Druckanzeigegerät (Manometer) ausgerüstet sein. Der Verschlußdeckel ist sorgfältig zu verschließen.

  • Der Pfropfen zum Ausdrücken des Betons muß dicht abschließen und so lang sein, daß der Fangkorb sein völliges Austreten aus der Leitung verhindert, damit die Druckluft nicht schlagartig entweichen kann. Anschließend ist die Leitung durch Betätigung des Ablaßhahns am Rohrreinigungskopf drucklos zu machen.

  • Beim Drücken mit Luft ist ständig das Manometer zu beobachten. Besonders auf starken Druckabfall ist zu achten. Fällt der Druck, muß eine schnelle Entlastung über den Ablaßhahn erfolgen, um ein beschleunigtes Austreten des Betons zu verhindern.