DGUV Information 213-009 - Auto-Betonpumpen (bisher: BGI 713)

Online-Shop für Schriften

Jetzt bei uns im Shop bestellen

Jetzt bestellen
Abschnitt 8.3, Reinigen von Trichter und Pumpe
Abschnitt 8.3
Auto-Betonpumpen (bisher: BGI 713)
Titel: Auto-Betonpumpen (bisher: BGI 713)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 213-009
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 8.3 – Reinigen von Trichter und Pumpe

Nachdem die Mastförderleitung gereinigt ist, müssen auch Trichter und Pumpe vor dem täglichen Arbeitsende gründlich gesäubert werden.

Der Restbeton wird an geeigneter Stelle nach dem Öffnen der Trichterklappen abgelassen und der Trichter von sicherem Standplatz aus von oben ausgespritzt.

Je nach Schiebersystem werden unterschiedliche Arbeitsweisen angewandt, um Schieber und Pumpenzylinder zu reinigen.

  • Pumpen mit Flachschiebern werden bei abgeschaltetem Antrieb ausgespritzt, da beim Eingreifen Quetschgefahr im Schiebergehäuse besteht (Abb. 38).

  • Bei Schwenkschiebersystemen (z.B. Rockschieber) kann die Reinigung bei langsam laufender Pumpe erfolgen. Mit scharfem Wasserstrahl werden von einem sicheren Standplatz aus mit genügendem Sicherheitsabstand Schieber und Zylinder gesäubert.

  • Bei Systemen mit Rohrweiche wird bei langsam rückwärtslaufender Pumpe der Wasserschlauch in die Reinigungsöffnung gehalten und so die Rohrweiche von oben nach unten gereinigt. Das Wasser wird erst abgestellt, wenn aus den Förderzylindern der Pumpe klares Wasser austritt. Hierbei ist als Standplatz der Trittrost am Trichter zu benutzen, das Abdeckgitter des Trichters ermöglicht keinen sicheren Stand.

Abb. 38: Ausspritzen des Schiebergehäuses

Die Reinigung von Trichtern, bei denen im Bereich unter den Rührwellenlagern Beton anbackt, welcher nur noch mit Hammer und Meißel entfernt werden kann, läßt sich vereinfachen, indem vor Einfüllen des Betons an diese Stellen Sand geworfen wird. Dieser bindet nicht ab und läßt sich später leicht abstoßen.

Verschmutzungen der Rückfront beim Abspritzen von Trichter und Schieber werden durch ein Abdeckblech (Abb. 39) oder eine Plane vermieden.

Abb. 39: Reinigungsöffnung in der Rohrweiche, Trittrost am Trichter

Auch der Wasserkasten wird bei Stillstand der Pumpe nach Abnahme der Abdeckung nur mit dem Wasserstrahl gereinigt. Zwischen den Flanschen der Distanzstücke und dem Wasserkasten besteht Quetschgefahr, deshalb ist nach Ende der Reinigungsarbeit auf jeden Fall die Abdeckung wieder fest anzubringen.

Beim Ausspülen von Schieber und Pumpe auf dem Betriebshof hatte der Geräteführer den Schlauch mit der Sprühdüse in den Schieber gehalten. Als er durch einen Zuruf abgelenkt wurde, geriet er zu weit in das Gehäuse. Beim Umschalten des Schiebers wurde die Düse erfaßt und die führende Hand zwischen Düse und Gehäusewandung gequetscht.