DGUV Information 213-009 - Auto-Betonpumpen (bisher: BGI 713)

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Abschnitt 7.1, 7 Fördern bzw. Verpumpen des Betons 7.1 Allge...
Abschnitt 7.1
Auto-Betonpumpen (bisher: BGI 713)
Titel: Auto-Betonpumpen (bisher: BGI 713)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 213-009
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 7.1 – 7
Fördern bzw. Verpumpen des Betons

7.1
Allgemeines

Das Verpumpen oder Fördern des Betons ist die eigentliche Aufgabe der Auto-Betonpumpe.

Vom Maschinisten fordert die Steuerung der mit dem Verpumpen zusammenhängenden Arbeitsvorgänge volle Konzentration und Umsicht.

Er muß die Kontrolle behalten über

  • die Betonzugabe,

  • die Pumpleistung,

  • den Betonausfluß am Endschlauch,

  • die Bewegungen des Verteilermastes und

  • die Standfestigkeit der Auto-Betonpumpe.

7.1.1
Die Funkfernsteuerung

Parallel zur Entwicklung von Verteilermasten mit steigender Reichweite wurde der stationäre Fahrstand auf der Pumpe von der Kabelfernsteuerung abgelöst. Diese Steuerung ist inzwischen weitgehend durch die Funkfernsteuerung ersetzt worden. Sie ermöglicht dem Geräteführer große Bewegungsfreiheit in seinem Arbeitsbereich.

Die Geräte arbeiten auf speziellen Kanälen, die für Steuerungszwecke reserviert sind. Es dürfen nur baumustergeprüfte Geräte mit der zugehörigen FTZ-Serienprüfnummer nach Anmeldung beim örtlich zuständigen Fernmeldeamt eingesetzt werden.

Durch "Adreßcodierung" wird sichergestellt, daß der jeweilige Empfänger nur die Befehle des zugehörigen Senders verwerten kann. Die Codierung ist fest einprogrammiert und wird nur einmal vergeben.

Auf Baustellen ist die Funkverbindung auch aus fast geschlossenen Räumen aus Stahlbeton möglich (wichtig beim Einsatz von Sanierungspumpen). Arbeiten mehrere über Funk gesteuerte Pumpen oder Krane auf einer Baustelle, so kann bei einem Abstand über 150 - 200 m derselbe Kanal benutzt werden, andernfalls ist nach Absprache auf einen anderen Kanal umzuschalten.

Mindestens wöchentlich ist die sichere Funktion der Funkanlage mit Hilfe des Kontroll-Lampenfeldes zu überprüfen. Ergeben sich Fehler, darf die Funkanlage nicht benutzt werden, in vielen Fällen kann dann auf die zusätzlich installierte Kabelfernsteuerung ausgewichen werden.

Das handliche Steuerpult (Sender) der Funkfernsteuerung wird entweder mit einem Tragegürtel um die Hüfte oder mit einer Tragegarnitur um den Hals oder über den Schultern getragen. Die letzten beiden Tragearten haben den Nachteil verstärkter Belastung des Nackens bzw. der Schultern (Abb. 22). Dies darf keinesfalls dazu verleiten, die Tragegurte zu demontieren und das Steuerpult z.B. am Schutzrahmen für die Schalter zu tragen: Ein exaktes Betätigen der Masterschalter ist so nicht möglich.

Abb. 22: Funkfernsteuerung mit Tragebügel und Tragegarnitur um den Hals

Wichtig ist, daß Tragegurte eng anliegen, besonders wenn Leitern und Gerüste begangen werden:

Sobald ein sicherer Standplatz gewählt ist, von dem aus der Arbeitsbereich voll eingesehen werden kann, soll als erster Steuerbefehl das akustische Warnsignal gegeben werden. Wenn die Beschäftigten dadurch über den Arbeitsbeginn informiert sind und eine Verständigung mit ihnen sichergestellt ist, kann mit der Pumparbeit begonnen werden.

Beim Absteigen von einer Geschoßdecke verfing sich der lockere Schultergurt am Holm der Leiter. Der Geräteführer verlor durch diese Behinderung das Gleichgewicht und stürzte drei Meter tief auf den Betonboden. Er zog sich dabei komplizierte Frakturen an Unterarm und Handgelenk zu.

Sobald bei dieser Tätigkeit der Gerätefüher außerhalb des Drehkreises des Verteilermastes steht, muß er unbedingt beachten, daß sich scheinbar die Befehle "Drehen rechts" und "Drehen links" vertauscht haben.

Ferner muß er die Funkfernsteuerung in folgenden Fällen gegen irrtümliches oder unbefugtes Betätigen sichern:

  • Beim Wechsel des Standortes, wenn Leitern, Treppen oder Verkehrswege mit Hindernissen begangen werden,

  • in Arbeitspausen, wenn die Fernbedienung nicht unter seiner ständigen Kontrolle bleibt,

  • bei Reinigungsarbeiten, wenn die Steuerung vom festen Steuerstand erfolgt,

  • bei Arbeitsende.

Zur Erhaltung der sicheren Funktionsfähigkeit ist das Steuerpult pfleglich zu behandeln:

  • Wasser kann durch Risse im Gehäuse oder in den Faltenbälgen eindringen, Kondenswasser kann sich bei größeren Temperaturwechseln bilden. Feuchte Kontaktflächen führen zu Fehlsteuerungen.

  • Die Zeichen für die Schaltfunktionen müssen stets erkennbar sein, sie sind im Bedarfsfall zu reinigen bzw. zu erneuern.

7.1.2
Der Aufgabetrichter

Die Fahrmischer fahren zur Betonübergabe rückwärts an den Aufgabetrichter. Hierbei darf sich niemand zwischen Fahrmischer und Pumpe aufhalten. Der Mischerfahrer muß beim Zurücksetzen eingewiesen werden (Abb. 23).

Abb. 23: Einweisen des Fahrmischers

Der vom Fahrmischer vor der Übergabe kräftig durchmischte Beton wird in den Aufgabetrichter gefüllt (Abb. 24).

Abb. 24: Betonzugabe in den Aufgabetrichter

Das Rührwerk des Trichters soll den Beton weiterhin durchmischen, damit die für das Verpumpen notwendige Fließfähigkeit erhalten bleibt.

Aus dem Aufgabetrichter fließt der Beton der Pumpe zu. Damit dieser Zufluß kontinuierlich erfolgt, muß der Trichter ständig bis mindestens zur Rührwelle gefüllt sein. Bei geringerem Füllstand besteht die Gefahr, daß Luft angesaugt und verdichtet wird. Diese verdichtete Luft kann an den Dichtflächen der Steuerschieber oder der Rohrweiche austreten und Beton aus dem Trichter schleudern.

Betonspritzer können Personen gefährden (Augen-, Hautverletzungen) oder in der Umgebung parkende Autos, fertige Bauwerke o. ä. beschmutzen. Gelangt verdichtete Luft durch die Förderleitung bis zum Endschlauch, so kann sie dort explosionsartig austreten. Als Folge davon spritzt Beton hoch. Der Endschlauch kann herumschlagen und Personen verletzen oder umwerfen.

Solange das Rührwerk in Betrieb ist, darf das Abdeckgitter (Rost) nicht aufgeklappt oder weggenommen werden. Es soll einerseits verhindern, daß zu grobes Korn oder Fremdkörper der Pumpe zufließen, andererseits soll es ausschließen, daß Beschäftigte versehentlich mit Händen oder Füßen in den Bereich des Rührwerks geraten.

Die Verschraubungen dürfen also nicht gelöst, die Verriegelungen am Klapprost nicht geöffnet, elektrische Kontaktschalter oder Hydraulikventile nicht außer Funktion gesetzt werden.

Für Wartungs-, Reparatur- und Reinigungsarbeiten darf das Gitter erst geöffnet werden, nachdem die Antriebe des Rührwerks und der Pumpe abgeschaltet und gesichert sind. Der Klapprost ist sofort in die vorgesehene Arretierung einzuhängen.

Es ist zweckmäßig, eine klappbare Abdeckung aus Blech oder Gummi für den Trichter anzubringen. Diese hält Betonspritzer, z.B. beim Leerpumpen oder auf kurzen Fahrten, mit Restbeton zurück (Abb. 25).

Abb. 25: Klappbare Trichterabdeckung und Schutzplane gegen Betonspritzer

Eine zusätzliche Schutzplane für die Rückseite der Pumpe verhindert eine Verschmutzung in diesem Bereich. Reinigungsarbeiten an den Steuerzylindern und Leitungen an den Tanks und Standplätzen im rückwärtigen Bereich werden hierdurch weitgehend vermieden.

7.1.3
Die Betonpumpe

Die bewegten Teile der Betonpumpe sind im Bereich des Wasserkastens und der Steuerschieber bzw. der Rohrweiche zugänglich und müssen deshalb gesichert sein.

Für die tägliche Kontrolle des Wasserstandes und der Verschmutzung des Spülwassers (Kontrolle der Stopfbüchsen) dürfen die Blech- und Gitterabdeckung bzw. Deckel erst abgenommen werden, wenn der Antrieb abgestellt und gesichert ist (Abb. 26).

Abb. 26: Zur Kontrolle geöffnete Wasserkasten

Überprüfungen von Schiebern oder Rohrweichen sind nur bei abgeschalteter Maschine und nach Verschließen der Schalter auszuführen. Sofern die Funktion dieser Bauteile geprüft werden soll, darf nie mit der Hand in die Bewegungsräume gegriffen werden.

Achtung: Auch bei geringster Förderleistung steuern Schieber bzw. Rohrweichen schlagartig um!

Leitungsrohre und Endschläuche sind für Förderdrücke bis 85 bar ausgelegt. Die Hydraulik der Betonpumpe ist entsprechend eingestellt, Veränderungen für das Pumpen durch die Mastförderleitung dürfen nicht vorgenommen werden.

Die Pumpe darf nur dann mit höheren Förderdrücken betrieben werden, wenn eine separate Hochdruckförderleitung angeschlossen ist.

Druckbegrenzungsventile dürfen vom Betriebspersonal nicht verstellt werden!

7.1.4
Die Förderleitung

Die Förderleitung wird bis zum Endschlauch am Verteilermast geführt. Die Förderrohre werden je nach Länge mit einem bzw. zwei verschraubten Bügeln am Mast gehalten. Damit wird verhindert, daß ein Rohr nach dem Lösen der Rohrkupplungen herabfallen kann.

Zur Verbindung der Rohre untereinander und zum Anschluß der Rohrbögen dienen Rohrkupplungen. Die Spannbügel aller Kupplungen sind mit Federsteckern zu sichern, damit sie sich nicht von selbst öffnen können.

Jeder Fahrer sollte zur Sicherheit einige Federstecker als Ersatz auf dem Fahrzeug mitführen!

Die Rohrbögen werden nur von zwei Kupplungen im Rohrstrang gehalten, hier ist die Sicherung durch Federstecker besonders wichtig und regelmäßig zu kontrollieren.

Die Förderleitung, speziell die Rohrbögen, sind starkem Verschleiß durch den fließenden Beton ausgesetzt. Leitungsteile, die wegen geringer Wandstärken unter hohem Förderdruck platzen, gefährden alle in ihrem Bereich arbeitenden Personen.

Die Wandstärke der Förderleitung muß daher regelmäßig überprüft werden, z.B. mit einem Wandstärkenmeßgerät. Herstellerseits vorgegebene Mindestwandstärken dürfen nicht unterschritten werden. Das Abklopfen mit einem Hammer wird nicht empfohlen, da Beulen in den Rohrwandungen den Verschleiß erhöhen. Bei hochfesten Rohren kann außerdem durch Hammerschläge die Härteschicht beschädigt werden.

Der erfahrene Geräteführer kann den Zustand einer Leitung am Strömungsgeräusch während des Pumpens relativ gut beurteilen. Hat er Bedenken wegen der Wandstärken, so muß er veranlassen, daß eine Kontrolle bzw. der Austausch der Rohre erfolgt.

Leckstellen in der Leitung weisen entweder auf undichte Verbindungen oder schadhafte Rohre bzw. Rohrbögen hin (Abb. 27). Diese Schadstellen sind sofort durch Einbau neuer Teile zu beseitigen.

Abb. 27: Ausgebauter Leitungsbogen mit Leckstelle

7.1.5
Der Verteilermast

Der Verteilermast trägt die Förderleitung und kann durch Drehen und Knicken in viele Positionen gefahren werden. Bei entsprechender Aufstellung und Auslage ermöglicht er der Pumpe, alle Bereiche einer Baustelle zu erreichen. Er darf grundsätzlich nicht verlängert werden.

Der Mast ist nur für Belastungen ausgelegt, die sich u.a. aus dem Gewicht der Förderleitung, dem Eigengewicht, dem Endschlauch und dem Beton in der Leitung ergeben.

Zusätzliche Lasten dürfen nicht aufgebracht werden. Entsprechende Hinweisschilder sind an der Maschine angebracht (Abb. 28).

Abb. 28: Sicherheitshinweise am Gerät

Folgende Punkte sind außerdem zu beachten:

  • der Mast darf nicht als Hebezeug eingesetzt werden,

  • es darf kein längerer Endschlauch angeschlagen werden als im Typenschild angegeben,

  • weiterführende Leitungen dürfen den Mast nicht belasten,

  • mit dem Mast dürfen "Hindernisse", wie z.B. Bäume, nicht weggedrückt werden,

  • gefährlich ist das Losreißen des Endschlauches, wenn er sich in der Schalung verhakt hat. Der Mast wird überlastet, außerdem kann der losgerissene Schlauch herumschlagen und Personen treffen.

Während der Arbeit mit dem Verteilermast muß der Geräteführer den Arbeitsbereich gut übersehen können, dementsprechend muß er einen sicheren Standplatz wählen. Nur wenn auf dem Fahrzeug ein durch Geländer gegen Absturz von Personen gesicherter Steuerstand vorhanden ist, darf die Steuerung von hier aus vorgenommen werden (Abb. 29). Beim Auf- und Absteigen sind Haltegriffe und Trittstufen zu benutzen.

Abb. 29: Sicherer Standplatz auf der Pumpe

Die Funkfernsteuerung ermöglicht es dem Fahrer, einen sicheren Standplatz mit guter Übersicht nahe der Einbaustelle zu wählen (Abb. 30).

Abb. 30: Standplatz mit guter Übersicht nahe der Einbaustelle

Bei hochgelegenen Standplätzen ist immer darauf zu achten, daß ausreichende Absturzsicherungen vorhanden sind.

Besteht keine Sichtverbindung, z.B. beim Einsatz von Sanierungspumpen in Gebäuden, so ist eine Verständigung über Sprechfunk einzurichten.

7.1.6
Der Endschlauch

Das Schlußstück der Förderleitung ist der Endschlauch, der am letzten Rohrbogen hängt.

Gegen Herabfallen muß er mit einer Fangkette oder einem -seil gesichert sein, dies gilt auch für eingebaute Reduzierstücke vor dem Schlauch.

Die Schlauchlänge ist für jede Pumpe in Abhängigkeit vom Durchmesser der Förderleitung festgelegt und ist im Zweifelsfalle am Typenschild des Mastes abzulesen (Abb. 31).

Abb. 31: Typenschild mit Endschlauchlänge

Eine Verlängerung des Schlauches ist nicht erlaubt.

Das Auslaufende des Endschlauches darf keine Einbindungen aufweisen, es muß frei sein. Ferner dürfen keine Flanschstücke zum Verlängern oder Bogenstücke zum Bremsen des ausfließenden Betons eingebunden sein.

Endschlauchverlängerungen bedeuten einerseits höhere Gewichte, welche den Mast überlasten sowie die Standsicherheit mindern können; andererseits können die schweren Metallteile beim Schlagen des Schlauches den Schlauchführer oder seine Helfer verletzen. Bei jedem Anpumpen besteht diese Gefahr!

Deshalb muß beim Anpumpen der Endschlauch frei pendelnd hängen, und im Gefahrbereich der Endschlauchlänge darf sich niemand aufhalten (Abb. 32).

Abb. 32: Gefahrbereich des Endschlauches beim Anpumpen

Der Geräteführer hat das Baustellenpersonal auf sicheres Verhalten in Bereich des Endschlauches hinzuweisen.

Erst wenn der Beton gleichmäßig ausläuft und der Schlauch ruhig hängt, darf der Schlauch geführt werden.

Das gleichmäßige Ausfließen wird vom Geräteführer gesteuert: Er reguliert die Pumpleistung so, daß genau die Menge Beton gefördert wird, wie unter dem Einfluß der Schwerkraft durch den Endschlauch frei ausfließt.

Der Fahrer steuert den Verteilermast so, daß der Schlauch dem Schlauchführer folgt und mit geringem Kraftaufwand zu dirigieren ist (Abb. 33)

Abb. 33: Führen des Endschlauches

Das Schlauchende darf keinesfalls so weit abgesenkt werden, daß es aufsetzt, abknickt oder im ausgeflossenen Beton steckt. In diesen Fällen besteht die Gefahr der Bildung von Verstopfern, weil der Beton nicht frei ausfließen kann.

Beim Betonieren von Wänden löste sich eine kurzfristige Verstopfung in der Förderleitung. Der dadurch seitlich ausschlagende Schlauch traf den Schlauchführer und stieß ihn von dem behelfsmäßigen Laufsteg hinab. Er stürzte ca. 2,70 m tief und zog sich dabei einen Beckenbruch und Prellungen zu.

7.1.7
Verlängerung der Förderleitung

Wird eine Auto-Betonpumpe an eine fest verlegte Leitung angeschlossen, so darf der Verteilermast keiner zusätzlichen Belastung ausgesetzt werden.

Als Übergang vom Mast zur Leitung ist als Ausgleich ein sogenannter Zwischenschlauch einzubauen, der in einem möglichst großen Bogen zu verlegen ist.

Die weiterführende Förderleitung ist am Bauwerk oder an Bauwerkteilen zu unterlegen (Montageerleichterung) und gut zu verankern (Schellen; Verschraubungen oder Verkeilen in Wanddurchbrüchen u.ä.). Knicke oder scharfe Bögen sind zu vermeiden, um dem Durchfluß möglichst geringen Widerstand zu bieten und Verstopfern vorzubeugen.

Eingebaute Schläuche sind mit großen Radien auszulegen, so daß Bewegungen oder auftretende Spannungen keinesfalls auf den Mast übertragen werden. Für den direkten Anschluß der Auto-Betonpumpe an eine Förderleitung, d.h. ohne Benutzung des Verteilermastes, sollte diese so an die Leitung heranfahren, daß die Längsachse des Fahrzeugs rechtwinklig zur Förderleitung verläuft. Hierdurch wird vermieden, daß Druckstöße aus dem Pumpvorgang in die Leitung übertragen werden.

7.1.8
Die Sanierungspumpe

Sanierungspumpen sind eine Sonderbauart der Auto-Betonpumpe. Sie verwenden als Förderleitung entweder Schläuche oder starre Rohrleitungen.

Für das Verlegen und den Anschluß der starren Leitung gelten die Hinweise unter 7.1.7 entsprechend, bei Schläuchen ist die Verankerung mit Ketten oder Seilen vorzunehmen.

Da der lichte Querschnitt der verwendeten Schläuche und Rohre meist nur 65 mm beträgt, können beim Fördern Schwierigkeiten eher auftreten. Hier ist besonders auf die Konsistenz (sorgfältig durchmischen) und Rezeptur des Betons zu achten, um Verstopfer zu vermeiden.