DGUV Information 213-009 - Auto-Betonpumpen (bisher: BGI 713)

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Abschnitt 6.5, Ausfahren des Verteilermastes
Abschnitt 6.5
Auto-Betonpumpen (bisher: BGI 713)
Titel: Auto-Betonpumpen (bisher: BGI 713)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 213-009
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 6.5 – Ausfahren des Verteilermastes

Erst wenn alle zuvor genannten Maßnahmen abgeschlossen sind und somit die Pumpe sicher abgestützt ist, darf mit dem Aufrichten des Verteilermastes begonnen werden. Vorher sollte ein kurzer Sicherheits-Check durchgeführt werden:

6.5.1
Sicherheits-Check

  • Sind alle Kupplungen (Rohrschellen) der Förderleitung fest montiert und mit Federsteckern gegen selbständiges Lösen gesichert? (Abb. 18)

  • Ist die Fangvorrichtung für den Endschlauch (Seil oder Kette) angebracht? (Abb. 19)

Das Abrutschen des Endschlauches, z.B. durch eine verschlissene Einbindung, kann sonst lebensgefährlich für die Betoniermannschaft werden.

Abb. 18: Kupplung mit Federstecker

Abb. 19: Seilsicherung für den Endschlauch

  • Ist das Schlauchende frei und ohne zusätzlich eingebundene Reduzier- oder Verbindungsstücke? (Abb. 20)

Abb. 20: Freies Schlauchende ohne Einbindung

Ein herumschlagender Endschlauch kann z.B. beim Anpumpen schwere Verletzungen hervorrufen, wenn am Ende ein Verbindungsstück o. ä. angebracht ist.

  • Ist der Mast frei von augenfälligen Mängeln, wie z.B. beschädigten Leitungen, Verformungen oder Ölverlusten?

  • Sind Förderleitung und Bögen frei von sichtbaren Rissen und Leckstellen?

  • Wird die zugelassene Endschlauchlänge nicht überschritten?

6.5.2
Aufrichten in die Arbeitsstellung

Beim Aufrichten des Mastes sind folgende Forderungen zu beachten, um Gefahrensituationen zu vermeiden:

  • Im Gefahrbereich dürfen sich während des Ausfaltens und Schwenkens keine Personen aufhalten.

  • Hindernisse (Bäume, Gebäudeteile, Gerüste) müssen umfahren und dürfen keinesfalls weggedrückt werden. Das Nachdrücken mit dem Mast kann diesen oder die Hydraulikleitungen und -schläuche beschädigen und damit die Standsicherheit gefährden.

  • Beim Aufrichten und Ausschwenken muß die Abstützung beobachtet werden. Zusatzscheinwerfer ermöglichen das Beobachten bei Dunkelheit auch aus größerer Entfernung (Abb. 21).

  • Kann der gesamte Bewegungsbereich nicht vollständig eingesehen werden, ist ein Einweiser hinzuzuziehen. Eindeutige Verständigungssignale müssen vorher abgesprochen werden, besser ist eine Sprechfunkverbindung.

Abb. 21: Gute Ausleuchtung des Aufstellungsortes