DGUV Information 208-018 - Stetigförderer (bisher: BGI 710)

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Abschnitt 3.6, Förderer mit Luft als Energieträger (Pneumati...
Abschnitt 3.6
Stetigförderer (bisher: BGI 710)
Titel: Stetigförderer (bisher: BGI 710)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 208-018
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 3.6 – Förderer mit Luft als Energieträger (Pneumatische Förderer)

3.6.1
Gefahren an pneumatischen Förderern

An diesen Förderern besteht bei auftretenden Verstopfungen die Gefahr des Druckanstieges innerhalb des Förderers. Ferner ist damit zu rechnen, dass bei pneumatischen Förderern durch die Berührung des Fördergutes mit den Wandungen elektrostatische Aufladungen entstehen.

3.6.2
Schutzmaßnahmen an pneumatischen Förderern

Anlagenteile von pneumatischen Förderern, die unter Druck stehen oder bei denen sich Druck aufbauen kann, müssen so bemessen oder ausgerüstet sein, dass Schäden durch Überdruck vermieden werden. Hierzu ist es erforderlich, die Wandstärken der Förderer entsprechend dem nach der Verdichterkennlinie möglichen Höchstdruck zu bemessen.

Sind Druckminderventile vorhanden, so ist der reduzierte Druck zugrunde zu legen. Außerdem ist es möglich, eine unzulässige Erhöhung des Innendruckes zu vermeiden, wenn Sicherheitsventile in der Zuleitung vom Druckerzeuger zum Förderer oder Sicherheitsklappen zum Druckausgleich eingebaut sind.

Die an pneumatischen Förderern als Schleusen im Bereich der Aufgabe vorhandenen Zellenradaufgeber müssen am Ein- und Auslauf durch genügend lange Rohrstutzen oder Schutzstäbe bzw. Schutzgitter so gestaltet sein, dass bewegte Teile nicht erreicht werden können. Daneben muss sichergestellt sein, dass Öffnungen in den Zellenradaufgebern während des Betriebes geschlossen sind. Dies geschieht über eine elektrische oder mechanische Verriegelung der Verschlussdeckel mit den Antrieben.

Elektrostatische Aufladungen, die durch Reibung zwischen Fördergut und Wandungen entstehen, müssen wirksam abgeleitet werden. Hierzu müssen die Gehäuse selbstleitend sein und an nicht leitenden Verbindungsstellen, wie Dichtungen oder dergleichen, leitend überbrückt sein. Das gesamte System ist zu erden.

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