DGUV Information 213-006 - Vermessung und Berechnung von Bohrlochsprengungen (DG...

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Abschnitt 3.2., 3.2. 2D-Laservermessung
Abschnitt 3.2.
Vermessung und Berechnung von Bohrlochsprengungen (DGUV Information 213-006)
Titel: Vermessung und Berechnung von Bohrlochsprengungen (DGUV Information 213-006)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 213-006
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 3.2. – 3.2. 2D-Laservermessung

3.2.1.
Erforderliche Hilfsmittel

  • 2D-Laser

  • möglichst Stativ

  • Pocket-PC mit Auswertesoftware

  • evtl. PC

3.2.2.
Beschreibung des Verfahrens

Die Vermessung mit einem 2D-Laser erfolgt ähnlich zum 3D-Laser. Es werden aber nur einzelne Profile gemessen anstatt der gesamten Bruchwand.

Die Messmethode ist dabei auch eine Entfernungsmessung, die über Laserlaufzeit ermittelt wird. Allerdings findet keine Horizontalwinkelaufzeichnung statt.

Die Nachteile der Methode sind zum Einen, dass keine Information über die seitliche Vorgabe ermittelt werden kann und zum anderen, dass die Messmethode anfällig gegen Positionierungsfehler und Ungenauigkeiten ist.

3.2.3.
Grundsätzliche Hinweise für die Durchführung von Wandvermessungen

Beim Anpeilen der Bruchwand und beim Messen der söhligen Entfernungen ist unbedingt auf senkrechte Stellung zur Wand zu achten, da das Messergebnis sonst fehlerhaft wird (Abbildung 7).

Abb. 4 Profil, Quelle: QuarryX, geokonzept

Bei nicht senkrechter Ausrichtung zur Bruchwand wird das Vorspringen des Wandfußes (b) zu groß (b') ermittelt, so dass sich ein flacheres Profil als das tatsächliche Profil ergibt. Dieser Fehler wächst mitzunehmendem Horizontalwinkel γ und beträgt z. B. bei 30 Abweichung bereits 15 % für den Fußvorsprung.

3.2.4.
Durchführung der Vermessung

Vor Beginn der Messung müssen hier im Gegensatz zum 3D- Lasersystem keine Vorbereitungen getroffen werden. Es sollte lediglich die spätere Position der Bohrlöcher an der oberen Bruchwandkante mit Markierungen versehen werden, damit diese von der unteren Sohle aus sichtbar sind.

Zuerst wird die Oberkante der Bruchwand eingemessen, danach die Sohle. Anschließend werden Punkte auf der senkrechten Linie zwischen Oberkante und Sohle eingemessen. Sinnvollerweise sollten Profile erstellt werden, die in der Ebene der geplanten Bohrlöcher liegen.

Abb. 5 2D- Laser, Quelle: Breithaupt

Abb. 6 2D- Laser, Quelle: geokonzept

Abb. 7 Falsche Ermittlung des Wandfußvorsprungs durch schräges Anpeilen

3.2.5.
Auswertung

Aus diesen Daten berechnet eine Software dann einen Profilschnitt. In diesem Schnitt können dann die Parameter des geplanten Bohrlochs (Länge, Neigung, Unterbohrung, Position) verändert werden, bis die Vorgaben optimiert sind (Abbildung 8).

Die Erstellung eines Grundrisses aus den Daten einer 2D- Vermessung ist nicht möglich.

Abb. 8 2D- Profil, Quelle: Breithaupt