DGUV Information 208-015 - Fahrzeughebebühnen Merkblatt M 38 (bisher: BGI 689)

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DGUV Information 208-015 - Fahrzeughebebühnen
DGUV Information 208-015 - Fahrzeughebebühnen Merkblatt M 38 (bisher: BGI 689)
Titel: Fahrzeughebebühnen Merkblatt M 38 (bisher: BGI 689)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 208-015
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Fahrzeughebebühnen
Merkblatt M 38
(bisher: BGI 689)

BGHW-Kompakt

BGHW
Berufsgenossenschaft Handel und Warendistribution

Stand der Vorschrift: Ausgabe Februar 2012

 

InhaltsübersichtAbschnitt
  
Einführung 
Bedienung von Hebebühnen1
Lastaufnahme2
Steuerplatz und Steuerorgane3
Triebwerke4
Quetschgefahr5
Wartung und Pflege6
Prüfung7
Unterweisung8
Schriften9
  
Herausnehmbarer Innenteil mit BetriebsanweisungAnhang

Mit Fahrzeughebebühnen werden Fahrzeuge angehoben, um an deren Seiten- oder Unterseite Instandhaltungsarbeiten durchzuführen. Die gebräuchlichsten Bauformen sind Einstempel-Hebebühnen, Zweisäulen- und Viersäulen-Hebebühnen. Die wesentlichen Unfallgefahren bei Fahrzeughebebühnen sind das Abstürzen des angehobenen Fahrzeugs, das unbeabsichtigte Absinken der Lastaufnahmemittel sowie das Quetschen zwischen Teilen der Hebebühne und dem Fußboden.

Zu Unfällen an Fahrzeughebebühnen kam es häufig durch:

  • Herunterreißen des Fahrzeugs bei Arbeiten, die großen Kraftaufwand erfordern, z.B. beim Lösen von Schrauben.

  • Verschleiß in den Gelenken der Tragarme. Dadurch sind die Tragarme stark nach unten geneigt und stützen das Fahrzeug nicht sicher ab.

  • Unwirksame Gelenkarmsicherungen

  • Abgenutzte Gummiauflagen der Aufnahmeteller, dadurch Abrutschen des Fahrzeugs.

  • Nicht formschlüssig mit den Tragarmen verbundene Aufnahmeteller oder die Verwendung ungeeigneter Unterlegklötze

  • Aufnahme des Fahrzeugs an nicht vom Fahrzeughersteller bestimmten Aufnahmepunkten

  • Zu geringe Ölmengen oder Undichtigkeiten im Hydrauliksystem

  • Unzureichenden Abstand der Tragarme zum Fußboden

Voraussetzung für den sicheren Betrieb von Fahrzeughebebühnen ist die Einhaltung der Beschaffenheitsbestimmungen der Maschinenverordnung in Verbindung mit der DIN EN 1493 "Fahrzeughebebühnen" bzw. der Unfallverhütungsvorschrift "Hebebühnen" (VBG 14) für solche Fahrzeughebebühnen, die bis zum 31.12.1994 erstmals eingesetzt wurden. Ab diesem Datum gilt die Maschinenverordnung. Wobei bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der DIN EN 1493 im Amtblatt der EG, im Juni 1999, die Bestimmungen der VBG 14 über die Beschaffenheit von Fahrzeughebebühnen weiter herangezogen werden durften. Die sicherheitstechnischen Anforderungen der DIN EN 1493 sind dabei weitestgehend identisch mit denen der VBG 14.

Neben der Einhaltung von Beschaffenheitsanforderungen ist ein sicherer Umgang mit Fahrzeughebebühnen erforderlich. Im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung sind die notwendigen betrieblichen Regeln hierzu festzulegen. Der bei der Gefährdungsbeurteilung zu beachtende Stand der Technik im Umgang mit Fahrzeughebebühnen ist in den Berufsgenossenschaftlichen Regeln für den Betrieb von Arbeitsmitteln (BGR 500), Kapitel 2.10, niedergelegt. Die in diesem Merkblatt getroffenen Hinweise zum Umgang mit Fahrzeughebebühnen geben den Stand der BGR 500, Kapitel 2.10, wieder.