DGUV Information 209-023 - Lärm am Arbeitsplatz (DGUV Information 209-023)

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Abschnitt 3.3, 3.3 Durchführung der Geräuschmessung
Abschnitt 3.3
Lärm am Arbeitsplatz (DGUV Information 209-023)
Titel: Lärm am Arbeitsplatz (DGUV Information 209-023)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 209-023
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 3.3 – 3.3 Durchführung der Geräuschmessung

Geräuschimmissionsmessungen am Arbeitsplatz (Bild 3-4 auf Seite 15) sind meistens schwieriger als zunächst vermutet, insbesondere dann, wenn es sich um verschiedene Tätigkeiten handelt, die zeitlich und örtlich wechseln. Besonders sorgfältig ist die Messung durchzuführen, wenn sich herausstellt, dass die Geräuschimmission nahe an den Auslösewerten 80 und 85 dB(A) liegt oder hohe Spitzenschalldruckpegel (ab 135 dB(C)) zu erwarten sind.

In der überwiegenden Zahl der Messungen werden diese als Bereichsmessungen ortsbezogen durchgeführt, also unabhängig davon, wie lange sich die Beschäftigten in den jeweiligen Bereichen aufhalten (siehe Abschnitt 3.5).

Den Ablauf bei Bereichsmessungen mit den wichtigsten Kriterien zeigt das Ablaufschema (Bild 3-5 auf Seite 15).

Das Muster eines Geräusch-Messprotokolls befindet sich im Anhang.

Fachkunde nach TRLV Lärm

Da sich die Geräuschmessung und deren Auswertung als sehr umfassend darstellt, sollen nur Personen, welche über die notwendige Fachkunde und die erforderlichen Messgeräte verfügen, diese Geräuschmessungen durchführen.

Die TRLV Lärm verlangt u. a. Kenntnisse

  • über die Inhalte der LärmVibrations-ArbSchV

  • über die Messverfahren nach DIN EN ISO 9612

  • über die zu bestimmenden Messgrößen

  • über lärmrelevante Tätigkeiten und Arbeitsmittel

  • über die Dokumentation der Messungen und

  • zur Beurteilung möglicher Wechsel- oder Kombinationswirkungen mit ototoxischen Stoffen und Vibrationen

Bild 3-4: Geräuschimmissionsmessung; gemessen wird hier in Ohrnähe des Beschäftigten

Messung (Vorbereitung/Durchführung)Protokoll (Hinweise)
Allgemeine Angaben für Messprotokolle festhaltenUnternehmen, Abteilung, Halle, Messdatum, Bearbeiter, Teilnehmer an der Messung, Messvorschriften
Messausrüstung zusammenstellenMessgerät und Zusatzeinrichtungen, Kalibrator
Messorte (Maschinen, Gerät, Bereich usw.) beschreibenMesspunkte nach Messstellenplan, Daten der Geräuscherzeuger, Betriebszustand personenbezogen/ortsbezogen messen
Messverfahren festlegenFrequenz- und Zeitbewertung
Überprüfung der KalibrierungVor der Messung
Grundgeräusch und Arbeitspausen feststellenGrundgeräusch messen, sofern wichtig für Expositionspegel
Unplanmäßige Fremdgeräusche und Pausen ermitteln, ausblendenUnplanmäßige Fremdgeräusche und Pausen gehen in den Tages-Lärmexpositionspegel nicht ein!
MessdurchführungÄquivalenter Dauerschallpegel, gegebenenfalls Spitzenschalldruckpegel, Frequenzanalyse
Zahl der Messungen festlegenGenauigkeitsklasse der Ermittlungen unter Berücksichtigung des Stichprobenumfangs
Überprüfung der KalibrierungNach der Messung
Messprotokoll auswertenTages-Lärmexpositionspegel aus äquivalentem Dauerschallpegel, Teilzeiten und Beurteilungszeit
Lärmkataster aufstellenTages-Lärmexpositionspegel in Hallenplan eintragen, Lärmkarte erstellen
ZusammenfassungAbschließende Beurteilung hinsichtlich Zuordnungzu:
  • kein Lärmbereich

  • Einhaltung des oberen Auslösewertes

  • Lärmbereich

  • personenbezogene Auswertungen

Bild 3-5: Ablaufschema für Geräuschimmissionsmessungen

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