DGUV Information 209-023 - Lärm am Arbeitsplatz (DGUV Information 209-023)

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Abschnitt 5, 5. Grundlagen der Geräuschemission
Abschnitt 5
Lärm am Arbeitsplatz (DGUV Information 209-023)
Titel: Lärm am Arbeitsplatz (DGUV Information 209-023)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 209-023
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 5 – 5. Grundlagen der Geräuschemission

Unter der Geräuschemission einer Schallquelle versteht man den an die Umgebung abgestrahlten Schall. Die wichtigsten Größen der Geräuschemission sind der Schallleistungspegel und der arbeitsplatzbezogene Emissionsschalldruckpegel.

Der Schallleistungspegel beschreibt die mittlere Luftschallenergie von der Maschine. Damit ist der Schallleistungspegel unabhängig von den akustischen Eigenschaften der Umgebung (Raumrückwirkung) und der Entfernung von der Maschine.

Er ist deshalb die wichtigste Geräuschemissionskenngröße und besonders geeignet, Maschinen gleicher Art hinsichtlich ihrer Geräuschemission miteinander zu vergleichen und Lärmminderungsmaßnahmen an der Quelle (Maschine) zu beurteilen.

Der Schallleistungspegel (LWA) ist als Kennwert einer Maschine zu verstehen, vergleichbar mit der Drehzahl, Tragfähigkeit oder anderen maschinenspezifischen Daten. Dabei ist es zunächst unerheblich, wo sich der Beschäftigte aufhält.

Der arbeitsplatzbezogene Emissionsschalldruckpegel ist der Emissionsschalldruckpegel LPA, die kennzeichnende Emissionsgröße für den der Maschine zugeordneten Arbeitsplatz. Dieser LpA ist damit eine rein maschinenbezogene Geräuschemissionskenngröße, da er den Schalldruckpegel beschreibt, der allein durch die Geräuschabstrahlung dieser einen Maschine gegeben ist. Er wird unter den gleichen Betriebs- und Aufstellbedingungen wie der LWA ermittelt und ist von möglichen Einflussgrößen, wie dem Fremdgeräusch benachbarter Maschinen und dem Reflexionsschall der Decke und der Wände, d. h. der Raumrückwirkung, bereinigt.

LpA und LWA dienen folgenden Zwecken:

  • dem Vergleich der Geräuschemission von Maschinen gleicher oder unterschiedlicher Art

  • dem Vergleich von vorgegebenen Emissionswerten (z. B. Grenzwerten)

  • der Festlegung von Kennzeichnungswerten

  • der Überprüfung vertraglich vereinbarter Werte

  • der Angabe in Betriebsanleitungen (Pflicht nach der 9. ProdSV)

  • der Abschätzung von Geräuschimmissionen bei Planungsaufgaben

Im Rahmen dieser Broschüre können nur Prinzipien und die wichtigsten Daten der Geräuschemission genannt werden. Für den Praktiker reicht es im Allgemeinen, wenn er die Messungen und Auswertungen verstehen, Protokolle deuten und daraus Schlüsse ziehen kann und die wichtigsten Bestimmungen und technischen Regeln kennt.

Bild 5-1: Immission - Emission