DGUV Information 209-023 - Lärm am Arbeitsplatz (DGUV Information 209-023)

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Abschnitt 4.2, 4.2 Durchführung einer Frequenzanalyse
Abschnitt 4.2
Lärm am Arbeitsplatz (DGUV Information 209-023)
Titel: Lärm am Arbeitsplatz (DGUV Information 209-023)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 209-023
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 4.2 – 4.2 Durchführung einer Frequenzanalyse

Bei älteren Geräten wird bei der Oktav- oder Terzanalyse der Frequenzwahlschalter des Messgerätes auf "linear" geschaltet, d. h. jede Oktave wird unbewertet gemessen.

Die Anzeigedynamik wird auf "FAST" eingestellt. Die bei den einzelnen Frequenzen abgelesenen Schalldruckpegel werden dann in den Messbericht eingetragen (siehe Vordruck im Anhang).

Als zusätzliche Schalldruckpegel werden bei der Frequenzanalyse noch die Messwerte LA und LC abgelesen (vgl. Bild 4-1 Oktav-Frequenzanalyse). Llin ist die Summe aller unbewerteten Schalldruckpegel der einzelnen Oktaven. Der C-bewertete Schalldruckpegel kommt aufgrund seiner in einem weiten Frequenzbereich flach verlaufenden Dämpfungscharakteristik dem unbewerteten Schalldruckpegel nahe und hat daher als Zusatzinformation bei der Gehörschützerauswahl eine Bedeutung.

Bei der Gehörschützerauswahl wird durch die Auswertung von LA und LC eine überschlägige Frequenzanalyse durchgeführt.

Tieffrequente Geräusche weisen eine Differenz LC - LA von mehr als 5 dB auf. Bei tieffrequenten Geräuschen ist der A-Schalldruckpegel LA wegen der starken Dämpfung im unteren Frequenzbereich erheblich kleiner als der C-bewertete Schalldruckpegel LC.

Hoch- und mittelfrequente Geräusche weisen eine Differenz LC - LA von weniger als 5 dB auf. Bei diesen Geräuschen ist der Anteil der durch den A-Bewertungsfilter gedämpften niedrigen Frequenzen gering.

Diesen Zusammenhang zeigen die Bilder 4-2 und 4-3 auf Seite 28.

Bild 4-2: Oktavanalyse eines Kompressors (tieffrequent)

Bild 4-3: Oktavanalyse eines Turbinenbohrers (hochfrequent)