DGUV Information 209-023 - Lärm am Arbeitsplatz (DGUV Information 209-023)

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Abschnitt 4.1, 4. Frequenzanalysen 4.1 Anwendung und Grundla...
Abschnitt 4.1
Lärm am Arbeitsplatz (DGUV Information 209-023)
Titel: Lärm am Arbeitsplatz (DGUV Information 209-023)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 209-023
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 4.1 – 4. Frequenzanalysen
4.1 Anwendung und Grundlagen

Momentanpegel, Mittelungspegel und Tages-Lärmexpositionspegel sagen im Allgemeinen nichts über die Zusammensetzung des Geräusches aus.

Um Informationen über das Vorhandensein und die Intensität eines Frequenzbereiches gewinnen zu können, sind Frequenzanalysen erforderlich (Bild 4-1).

Bild 4-1: Oktav-Frequenzanalyse mit der Software des Messgerätes

Frequenzanalysen dienen

  • der gezielten Lärmminderung an einzelnen Bauteilen

  • der Auswahl von Gehörschützern in kritischen Fällen

  • der Nachprüfung von Liefervereinbarungen

  • der Beurteilung raumakustischer Verhältnisse in Fertigungshallen sowie

  • der Bestimmung der Tonhaltigkeit eines Geräusches bei Störungen durch Lärm

Unterschieden werden Oktav-, Terz-, Schmalband- und Echtzeitanalysen. Mit zunehmender Aufteilung des Frequenzbereiches steigt die Aussagekraft der Frequenzanalyse, jedoch auch der gerätetechnische und zeitliche Aufwand. Die Oktavanalyse reicht für die meisten Anwendungsfälle aus.

Bei der Messung wird dann das Oktav-Filter eingeschaltet. Die Oktavbandmittenfrequenz benachbarter Oktaven unterscheidet sich um den Faktor 2. So besteht z. B. die Unterteilung des hörbaren Schalls von 16 bis 16.000 Hz aus 10 Oktaven.

Bei Terz-Analysen ist jede Oktave in drei Terzbereiche aufgeteilt. Schmalbandanalysen unterteilen das Frequenzspektrum noch feiner.

Echtzeitanalysen erlauben unmittelbar die Bestimmung der Höhe der Pegel in den Frequenzen bei kurzzeitigen Schallereignissen.