DGUV Information 214-004 - Muster-Betriebsanweisung für den Betrieb von Fahrzeug...

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Abschnitt 1, 1 Allgemeine Anweisungen für den sicheren Betri...
Abschnitt 1
Muster-Betriebsanweisung für den Betrieb von Fahrzeugbehältern für körnige oder staubförmige Güter (Silofahrzeugbehälter) (bisher: BGI 666)
Titel: Muster-Betriebsanweisung für den Betrieb von Fahrzeugbehältern für körnige oder staubförmige Güter (Silofahrzeugbehälter) (bisher: BGI 666)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 214-004
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 1 – 1 Allgemeine Anweisungen für den sicheren Betrieb

  1. 1.1

    Die folgenden erforderlichen persönlichen Schutzausrüstungen müssen zur Verfügung stehen und bei Bedarf benutzt werden.

    1. 1.

      Augenschutz: Bei der Be- und Entladung von Gefahrstoffen oder anderen augenschädigenden Stoffen, wie Kalk und Zement, ist Augenschutz zu benutzen. Eine Augenspülflasche, die mit sauberem Wasser gefüllt ist, muß vorhanden sein.

    2. 2.

      Gehörschutz: Beim Einsatz nicht lärmgeminderter Kompressoren sind geeignete Gehörschützer (Stöpsel- oder Kapselgehörschutz) zu benutzen.

      Bei solchen Kompressoren muß davon ausgegangen werden, daß der Beurteilungspegel 85 dB(A) überschreitet. Aus diesem Grund müssen Versicherte, die sich im Nahbereich des Kompressors aufhalten, vor Aufnahme der Beschäftigung und danach regelmäßig arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen unterzogen werden.

    3. 3.

      Schutzausrüstung nach Gefahrgutverordnung Straße (GGVS): Beim Transport von Gefahrgut muß die in den jeweiligen produktbezogenen Unfallmerkblättern aufgelistete Schutzausrüstung vorhanden sein. Sie muß im Gefahrfall benutzt werden.

  2. 1.2

    An Be- und Entladestellen und auf dem Transportweg sind die Durchfahrthöhen zu beachten.

  3. 1.3

    Das zur Be- oder Entladung abgestellte Fahrzeug muß durch Betätigung der Feststellbremse gegen unbeabsichtigte Bewegungen gesichert werden. Im Gefälle sind zusätzlich Unterlegkeile zu verwenden.

  4. 1.4

    Bevor die hochgelegenen Arbeitsplätze auf dem Fahrzeugbehälter betreten werden, muß das klappbare Geländer zum Schutz gegen Abstürzen aufgerichtet werden.

    An Befüllstationen kann auf die Benutzung des fahrzeugeigenen Geländers verzichtet werden, wenn stationäre Einrichtungen mindestens die gleiche Sicherheit gegen Abstürzen bieten.

  5. 1.5

    Nach der Befüllung des Fahrzeugbehälters mit warmem Ladegut muß der Druckausgleich mit der Atmosphäre während der Abkühlungsphase gewährleistet sein, um Schaden durch Vakuum aufgrund von Temperaturabfall auszuschließen. Dies gilt auch bei der Innenreinigung der Behälter mit heißem Wasser.

    Während der Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr dürfen Fahrzeugbehälter nicht unter Druck stehen; dies gilt nicht, wenn das Ladegut unter Inertgasabdeckung transportiert und der vom Hersteller angegebene Inertgasdruck nicht überschritten wird.