DGUV Information 201-012 - Verfahren mit geringer Exposition gegenüber Asbest be...

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Abschnitt 24.4, 24.4 Arbeitsausführung
Abschnitt 24.4
Verfahren mit geringer Exposition gegenüber Asbest bei Abbruch-, Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten (DGUV Information 201-012)
Titel: Verfahren mit geringer Exposition gegenüber Asbest bei Abbruch-, Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten (DGUV Information 201-012)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 201-012
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 24.4 – 24.4 Arbeitsausführung

  • Arbeitsbereich abgrenzen und kennzeichnen

  • AZ-Rohr im Bereich der Maschinen-, Rohr- und Zwischenbaugruben maschinell grob freilegen; Restarbeiten in Handschachtung. Rohr und Boden feucht halten

  • Baugruben mit abwaschbarem Material (z.B. Folie) auskleiden

  • Rohrtrennung für den Ausbau von Schiebern, Hausanschlüssen, Hydranten, etc. entsprechend geprüften Verfahren BT 3 oder BT 4 (Rohrknacken bzw. Sägeverfahren) für die Arbeiten mit geringer Exposition gemäß Nr. 2.10 Abs. 8 TRGS 519 durchführen

Beim statischen Berstliningverfahren mit Grundoburst®:

  • Einbau der Berstlafette mit Hilfe eines LKW-Kranes oder eines Baggers

  • Herstellen der Hydraulikanschlüsse, Starten der Hydraulikstation

  • Einlegen von Führungskaliber und Quicklock® Berstgestänge

  • Einschieben des Quicklock® Berstgestänges bis zur Rohrgrube

  • Zeitgleich Auslegen und Verbinden des Neurohres, Anschluss des Neurohres an den Spreiznippel

  • Abbau des Führungskalibers und Anhängen von Berstkopf, Führungskonus, Aufweitung, Spreiznippel und Neurohr an das Quicklock® Berstgestänge

  • Zurückziehen des Quicklock® Berstgestänges mit der Berstlafette und gleichzeitiges Einziehen des Neurohres. Dabei wird das alte AZ-Rohr unterirdisch in kleine Bruchstücke geborsten und radial in das umgebende Erdreich verdrängt. Beim Durchfahren von Zwischengruben fallen einige Bruchstücke auf die abwaschbare Folie in der Zwischengrube. Bedienung der Anlage durch Maschinisten mit Fernbedienung vom Baugrubenrand aus. Beobachtung des Durchfahrens von Zwischengruben durch einen Monteur vom Rand der Zwischengrube aus.

  • Vor dem Eintreten des Berstkopfes in die Maschinengrube Ausfahren des Teleskoprahmens

  • Nacheinander Einziehen und Ausbau von Berstkopf, Führungskonus, Aufweitung und Spreiznippel. Beim Hineinfahren in die Maschinengrube fallen einige Bruchstücke auf die abwaschbare Folie in der Grube.

Beim dynamischen Berstliningverfahren mit Grundocrack®:

  • Einbau der Seilwinde mit Umlenkbaum vor dem AZ-Altrohr in der Maschinengrube

  • Einschieben des Cobra Glasfiberstabes in das Altrohr, Anschlagen des Windenseiles an den Glasfiberstab, Einziehen des Windenseiles in das Altrohr bis zur Rohrgrube

  • Zeitgleich Auslegen und Verbinden des Neurohres, Anschluss des Neurohres an die Aufweitung

  • Einziehen des Windenseiles mit dem Cobra Glasfiberstab durch die Aufweitung in das Neurohr

  • Positionieren des dynamischen Grundocrack® Bersthammers hinter dem Neurohr, Anschlagen des Windenseiles an den Grundocrack®

  • Einziehen des Grundocrack® in des Neurohr bzw. bis in die Aufweitung mit Hilfe der Seilwinde; dann Ziehen des Grundocrack® mit dem kompletten Rohrstrang kraftschlüssig gegen das AZ-Altrohr

  • Starten des Druckluftkompressors und der Seilwinde

  • Beginn des Berstvorganges durch Eintritt der Aufweitung in das AZ-Altrohr. Dabei wird das alte AZ-Rohr unterirdisch in kleine Bruchstücke geborsten und radial in das umgebende Erdreich verdrängt. Beim Durchfahren von Zwischengruben fallen einige Bruchstücke auf die abwaschbare Folie in der Zwischengrube. Bedienung der Anlage durch Maschinisten am Druckluftkompressor und an der Seilwinde. Beobachtung des Durchfahrens von Zwischengruben durch einen Monteur vom Rand der Zwischengrube aus.

  • Beim Eintreten der Aufweitung in die Maschinengrube Drosseln der Druckluft. Beim Hineinfahren in die Maschinengrube fallen einige Bruchstücke auf die abwaschbare Folie in der Grube.

  • Abtrennen der Aufweitung vom Neurohrstrang, z.B. durch PE-Säge

  • Zurückziehen des Grundocrack® im Neurohr bis in die Rohrgrube

Für beide Verfahren gilt weiterhin:

  • Reinigen der in den Baugruben eingesetzten Gerätschaften und Abspülen der Baugrubenauskleidung vom Baugrubenrand aus. Ablassen des Reinigungswassers in das Erdreich der Baugrube.

  • Betreten der Baugruben; Folien mit den feuchten AZ-Rohrstücken in den gekennzeichneten Behälter geben. Behälter verschließen und jeweils aus der Grube heben.

  • Ausbau aller Gerätschaften aus den Baugruben

  • Baugrubensohle mit Füllboden bedecken

  • Bei mehreren zu erneuernden Teilstrecken Umsetzen der Gerätschaften und Erneuern der Teilstrecke wie oben beschrieben.

  • Einbinden des erneuerten Abschnittes in das Netz

  • Verfüllen der Baugruben

  • Arbeitsbereich freigeben