DGUV Information 209-022 - Hautschutz in Metallbetrieben (bisher: BGI 658)

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Abschnitt 2.4, Feststellung berufsbedingter Hauterkrankungen
Abschnitt 2.4
Hautschutz in Metallbetrieben (bisher: BGI 658)
Titel: Hautschutz in Metallbetrieben (bisher: BGI 658)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 209-022
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 2.4 – Feststellung berufsbedingter Hauterkrankungen

Auf eine beruflich erworbene Hauterkrankung weisen hin:

  • Ort der Krankheitsentstehung

    Die Erkrankung beginnt dort, wo der Kontakt zu Hautschadstoffen stattfindet. Insofern sind zumeist die Hände, ggf. aber auch die Füße (z.B. durch Tragen chromatgegerbter oder gefärbter Arbeitsschuhe) oder das Gesicht bei luftgetragenen Schadstoffen betroffen.

  • Zeitlicher Zusammenhang

    Es besteht ein zeitlicher Zusammenhang zwischen Erkrankungsbeginn und beruflicher Einwirkung. So kann es zum Beispiel an Wochenenden oder im Urlaub zur Besserung kommen.

Sind Hautprobleme vorhanden, sollten diese nicht bagatellisiert, sondern der Haut- oder Betriebsarzt eingeschaltet werden. Dies ist häufig nicht der Fall, weil Betroffene eine Hauterkrankung nicht ernst nehmen oder eine Benachteiligung am Arbeitsplatz befürchten.

Nicht jede Hauterkrankung wird zur Berufskrankheit. Zu ihrer Anerkennung müssen Kriterien (besondere Schwere und/oder wiederholte Rückfälligkeit der Hauterkrankung) erfüllt sein.

Ebenso muss die gefährdende Tätigkeit aufgegeben werden. Hierzu muss ein objektiver Zwang vorliegen. Bevor es dazu kommt, wird mit allen geeigneten Mitteln versucht, den Arbeitsplatz zu erhalten.

Hierzu gehören technische, organisatorische und persönliche Schutzmaßnahmen, die ggf. von der Unfallversicherung bezahlt werden (§-3-Maßnahmen). Erst wenn keine der Maßnahmen greift, wird empfohlen, die schädigende Tätigkeit aufzugeben.

Dann kann ggf. eine Umschulung oder berufliche Weiterqualifikation finanziert oder weitere Hilfen zur Erlangung eines alternativen Arbeitsplatzes gewährt werden.

Auf jeden Fall gilt der Grundsatz, dass Rehabilitation und berufliche Wiedereingliederung vorrangig sind.