DGUV Information 209-022 - Hautschutz in Metallbetrieben (bisher: BGI 658)

Online-Shop für Schriften

Jetzt bei uns im Shop bestellen

Jetzt bestellen
Abschnitt 2.3, Hautprobleme im Fußbereich
Abschnitt 2.3
Hautschutz in Metallbetrieben (bisher: BGI 658)
Titel: Hautschutz in Metallbetrieben (bisher: BGI 658)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 209-022
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 2.3 – Hautprobleme im Fußbereich

Der Mensch schenkt seinen Füßen im Allgemeinen erst dann Beachtung, wenn sich Beschwerden einstellen.

Hautprobleme treten betrieblich im Bereich der Füße insbesondere durch das Tragen von Schutzschuhen auf, die in den meisten Metallbetrieben verpflichtend vorgeschrieben sind. Fußschweiß kann zum Problem werden, wenn die Schweißmenge nicht ausreichend abtransportiert wird.

Nachfolgende Faktoren begünstigen Fußhautprobleme: Individuell bedingte Schweißneigung, zu enge, schlecht passende Schuhe, warme Arbeitsumgebung, Fußfehlstellungen, Übergewicht, körperliche Belastung, Verletzungsfolgen, Diabetes, Venenerkrankung und Rheuma.

Bei den Erkrankungen der Haut handelt es sich überwiegend um Fußpilzerkrankungen (30 % der deutschen Bevölkerung), um Nagelpilz (12 % der deutschen Bevölkerung), um eingewachsene Zehennägel, Druckstellen, Blasen und Hühneraugen.

Zur Vorbeugung ist Folgendes zu beachten:

Allgemeine Hygiene

  • Nach der Arbeit Füße waschen und gut abtrocknen.

  • Täglich frische Socken tragen/ggf. Funktionssocken verwenden.

  • Einsatz von Fußpflegemitteln, evtl. mit Mittel gegen Fußpilz.

  • Bei Benutzung von Gemeinschaftsduschen Badesandalen benutzen.

  • Keine fremden Schuhe tragen.

  • In der Freizeit viel barfuß gehen.

Maßnahmen gegen Schweißstau im Schuh

  • Beim Kauf auf möglichst schweißdampfdurchlässige Schuhmaterialien achten.

  • Schweißdurchlässige/schweißaufnehmende Einlagen benutzen.

  • Während der Arbeit feuchte Schuhe wechseln, getragene Schuhe nach der Arbeit lüften.

  • Gegebenenfalls Fußbäder, -sprays mit Gerbstoffen gegen vermehrtes Schwitzen einsetzen.

Medizinische Maßnahmen

  • Tragen von Schuhen, die ausreichend Platz im Vorfußbereich bieten (Passform) - besonders wichtig bei Diabetes, Durchblutungsstörungen und Fußfehlstellungen, Druckstellen, Blasen, Hühneraugen und eingewachsenen Zehennägeln.

  • Bei Entzündungen Ursache ärztlich abklären und behandeln. Häufige Ursache: Nagel- oder Fußpilz, Warzen, Bakterien.

  • Strümpfe/Schuhe bei Infektionen gut desinfizieren.

No news available.