DGUV Information 209-022 - Hautschutz in Metallbetrieben (bisher: BGI 658)

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Abschnitt 4.4, Persönliche Schutzmaßnahmen
Abschnitt 4.4
Hautschutz in Metallbetrieben (bisher: BGI 658)
Titel: Hautschutz in Metallbetrieben (bisher: BGI 658)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 209-022
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 4.4 – Persönliche Schutzmaßnahmen

Lassen sich die Gefährdungen nicht durch Substitution, technische und organisatorische Maßnahmen ausreichend vermeiden, müssen zusätzlich persönliche Schutzmaßnahmen ergriffen werden.

In der Metallbranche kommen hier meist Schutzhandschuhe (Abschnitt 4.4.3) und Hautschutz-, Hautreinigungs- und Hautpflegemittel (Abschnitt 4.4.1) zum Einsatz. Darüber hinaus ggf. Gesichtsschutz, Schutzkleidung oder Schutzschürzen.

Konkrete Hilfestellungen bei der Auswahl geeigneter persönlicher Schutzausrüstungen für typische Arbeitsbereiche in Metallbetrieben bieten die Tabellen in Abschnitt 6.2.

Darüber hinaus finden sich weitere Hinweise zur Beurteilung der Hautgefährdung und Schutzmaßnahmen u.a. in

  • BG-Regel "Benutzung von Hautschutz" (BGR 197),

  • Allgemeine Präventionsleitlinie "Hautschutz - Auswahl, Bereitstellung und Benutzung" und

  • BG-Information "Chemikalienschutzhandschuhe - Auswahl, Bereitstellung und Benutzung" (BGI 868).

4.4.1
Hautschutz-, Hautreinigungs- und Hautpflegemittel

Es gibt kein universelles Mittel, das gleich gut gegen alle hautgefährdenden Arbeitsstoffe schützt.

Die von vielen Hautschutzherstellern angebotenen "Breitbandpräparate" oder "unsichtbaren Handschuhe" stellen eine Hilfslösung dar, wenn Hautkontakt zu Arbeitsstoffen mit unterschiedlichen Lösungseigenschaften besteht.

Hautschutz- und Hautpflegemittel bestehen zu einem Teil aus einem nicht oder nur schwer wasserlöslichen Wirk- oder Schutzstoff (z.B. Fette oder Filmbildner), und aus Wasser. Die Emulsion zwischen diesen beiden Hauptbestandteilen wird durch den Emulgator gebildet. Dieser besitzt in seinem Molekül sowohl wasserlösliche als auch wasserunlösliche Eigenschaften.

Üblicherweise werden Wasser-in-Öl-Emulsionen (W/O-Emulsion) als Schutz gegen wassermischbare, Öl-in-Wasser-Emulsionen (O/W-Emulsion) als Schutz gegen nicht wassermischbare Arbeitsstoffe eingesetzt.

In einer Öl-in-Wasser-Emulsion bildet das Wasser die Außenphase. Feinste Öl- oder Fett-Tröpfchen werden durch den Emulgator (Bilder 4-3 und 4-4) in der Schwebe gehalten.

Bild 4-3: Emulgatormolekül

Bild 4-4: Öl-in-Wasser (O/W-Emulsion)

Charakteristisch für diesen Emulsionstyp ist:

  • zieht schnell in die Haut ein,

  • schützt in der Regel vor wasserunlöslichen Arbeitsstoffen,

  • wird leicht von Wasser wieder abgewaschen.

Bildet umgekehrt das Öl oder Fett die Außenphase, erfolgt der direkte Kontakt der Haut zu Öl oder Fett. Es handelt sich in diesem Fall um eine "Wasser-in-Öl"-Emulsion (W/O; Bild 4-5).

Bild 4-5: Wasser-in-Öl (W/O-Emulsion)

Charakteristisch für diesen Emulsionstyp ist:

  • zieht schlechter in die Haut ein und hinterlässt einen Fettfilm,

  • schützt in der Regel vor wässrigen und vielen wasserlöslichen Stoffen,

  • ist nur schwer mit Wasser abwaschbar.

Vor dem Einsatz eines Hautschutz-, Hautreinigungs- oder Hautpflegemittels empfiehlt es sich, beim Lieferanten oder Hersteller die Deklaration nach INCI (International Nomenclature of Cosmetic Ingredients) abzufordern.
Aus dieser können alle Inhaltsstoffe entnommen werden.
Die Inhaltsstoffe werden in abnehmender Reihenfolge ihres Gewichtes im Produkt genannt.
Es sind Hautschutzmittel zu verwenden, die einer Wirksamkeitsprüfung durch den Hersteller unterzogen wurden.
Bei der Bewertung von Hautmitteln helfen Ihnen die Hersteller, der Betriebsarzt, die Fachkraft für Arbeitssicherheit oder die Berufsgenossenschaft.

Hautschutzmittel

Hautschutzmittel wirken, indem sie den Hautkontakt zu gefährdenden Arbeitsstoffen reduzieren. Sie ersparen häufig eine aggressive Hautreinigung, die zu Hautschäden führen kann. Beim Waschvorgang werden der "Schmutz" und das Hautschutzmittel entfernt. Durch die Verwendung eines Schutzfilm bildenden, wasserlöslichen Mittels wird die Hautreinigung enorm erleichtert.

Auch bei starker Verschmutzung kann ein mildes Reinigungsmittel verwendet werden.

Es empfiehlt sich immer, in Abstimmung mit dem Betriebsarzt die Eignung mehrerer Präparate auszuprobieren.

Bei den Hautschutzmitteln lassen sich vier Wirktypen unterscheiden:

  1. 1.

    Emulsionstyp O/W,

  2. 2.

    Emulsionstyp W/O und W/O/W,

  3. 3.

    hautverfestigende Präparate (gerbstoffhaltig),

  4. 4.

    filmbildende Schutzcremes mit chemisch gelöstem Filmbildner (Schutzschäume) sowie Kombinationen.

Hautschutzmittel vom Typ 1 schützen in der Regel vor wasserunlöslichen Arbeitsstoffen. Eine besondere Stellung nehmen unter ihnen die kombinierten Schutz- und Waschcremes ein. Hier übernimmt der Emulgator (= Tensid) die Rolle des Schutzfilmbildners. Dabei ist darauf zu achten, dass möglichst hautfreundliche Tenside verwendet werden.

Bei den anderen Schutzcremes des Typs 1 sind Wachse und synthetische Polymere (langkettige Moleküle) als Filmbildner gebräuchlich. Diese Hautschutzmittel werden aufgrund der leichten Anwendbarkeit (dünnflüssig) und ihres schnellen Einziehens in die Haut gut akzeptiert.

Hautschutzmittel vom Typ 2 schützen in der Regel vor wassergelösten und die meisten wasserlöslichen sowie staubförmigen Arbeitsstoffe. Der auf der Haut entstehende Fettfilm stößt Wasser ab und bildet so die Schutzschicht. Problematisch ist die zum Teil schlechte Akzeptanz. Diese Hautschutzmittel weisen eine zähere Konsistenz auf und ziehen langsamer in die Haut ein. Sie hinterlassen einen Fettfilm auf der Haut, der das Griffgefühl beeinträchtigen kann.

Hautschutzmittel vom Typ 3 enthalten zusätzlich Gerbstoffe (natürliche oder synthetische), die die Oberfläche der Haut verstärken. Die Haut wird weniger stark und langsamer aufgeweicht, weshalb sie besondere Anwendung unter flüssigkeitsdichten Schutzhandschuhen finden.

Hautschutzmittel vom Typ 4 werden aufgetragen, wenn gleichzeitig oder häufig wechselnd Hautkontakt zu wassermischbaren und nicht wassermischbaren Arbeitsstoffen besteht.

Die Wirksamkeit eines Hautschutzmittels hängt ab von

  • der zweckmäßigen Auswahl hinsichtlich der erforderlichen Schutzwirkung (Wirksamkeitsnachweis beachten),

  • den darin enthaltenen Inhaltsstoffen und

  • der richtigen Anwendung/dem richtigen Auftragen auf die Haut.

Letzterem wird häufig leider zu wenig Beachtung geschenkt. Gerade durch die Information über die richtige Anwendung eines Hautschutzmittels lässt sich dem Akzeptanzproblem bei der Verwendung fetthaltiger Hautschutzmittel wirksam begegnen. Insofern wird nachfolgend auf die richtige Anwendung/das richtige Auftragen von Hautschutzmitteln eingegangen.

Hierbei ist wie folgt zu verfahren:

  1. 1

    Hände vor dem Auftrag reinigen und gut trocknen.

  2. 2

    Hautschutzmittel mit einem Strang von ca. 1 bis 1,5 cm auf einen Handrücken auftragen (Bild 4-6).

    Bild 4-6:

  3. 3

    Hautschutzmittel mit den Handrücken beider Hände möglichst gleichmäßig verteilen (Bild 4-7).

    Bild 4-7:

  4. 4

    Hautschutzmittel mit den Fingerspitzen der einen Hand in den Fingerzwischenräumen der anderen Hand verreiben (Bild 4-8).

    Bild 4-8:

  5. 5

    Hautschutzmittel sorgfältig auf die Bereiche Nagelbett, Nagelfalz, Fingerkuppen und Handgelenke verteilen (Bild 4-9).

    Bild 4-9:

  6. 6

    Verbleibende Reste des Hautschutzmittels in Handflächen verreiben.

  7. 7

    Mit den Fingernägeln unter leichtem Druck über die Handinnenflächen kratzen, damit das Hautschutzmittel auch auf die Haut unter den Fingernägeln gelangt (Bild 4-10).

    Bild 4-10:

Sollte sich trotz der geschilderten Anwendung und unter Berücksichtigung einer sorgfältigen Verteilung des Hautschutzmittels ein "glitschiger Griff" ergeben, ist künftig weniger Hautschutzmittel aufzutragen.

Die meisten Hautschutzmittel enthalten Duft- und Konservierungsstoffe. Einige dieser Zusätze können Allergien auslösen. Es werden daher auch parfüm- und konservierungsmittelfreie Produkte angeboten.

Wird im Einzelfall das vom Unternehmen zur Verfügung gestellte Hautschutzmittel nicht vertragen, sind Vorgesetzte, die Fachkraft für Arbeitssicherheit und der Betriebsarzt zu informieren.

Hautreinigungsmittel

Jeder Reinigungsvorgang greift die Haut an. Hautreinigungsmittel wirken durch ihre schmutzlösenden und/oder mechanischen Eigenschaften. Die chemischen Bestandteile des Reinigungsmittels lösen das Fett oder Öl und den daran anhaftenden Schmutz. Die mechanische Reinigungswirkung wird durch zugesetzte Reibemittel erreicht. Diese können die Barrierefunktion der Haut beeinträchtigen. Je intensiver das Reinigungsmittel den Schmutz entfernt, umso größer ist dabei auch die Hautbelastung. Es empfiehlt sich, analog zu den Hautschutzmitteln, verschiedene Reinigungsmittel auf ihre Eignung zu testen. Die Auswahl des Hautreinigungsmittels richtet sich im Wesentlichen nach der Hautverschmutzung. Dabei sollte das Reinigungsmittel so mild wie möglich sein. Einige Hautreinigungsmittel enthalten zusätzlich rückfettende Bestandteile.

Hautreinigungsmittel enthalten im Wesentlichen folgende Bestandteile:

  1. 1

    Waschaktive Substanzen (Tenside),

  2. 2

    Reibemittel (Abrasiva),

  3. 3

    Lösemittel und

  4. 4

    rückfettende Substanzen.

Welche Inhaltsstoffe im Hautreiniger notwendig sind, hängt von Art und Grad der Hautverschmutzung ab.

Mit entscheidend für die Hautverträglichkeit eines Reinigungsmittels ist die Art der verwendeten Tenside (Seifen, synthetische Detergenzien). In der Tabelle (Bild 4-11) sind die wichtigsten Tensidklassen aufgeführt.

Bild 4-11:
Einteilung der wichtigsten Tensidklassen nach ihrer Hautverträglichkeit

TensidklasseHautverträglichkeit
Betainderivate
Sulfosuccinate
Zuckertenside
Eiweißfettsäurekondensate
gut - sehr gut
Ethersulfatemittelmäßig
Seifen
Alkylbenzolsulfonate
Fettalkoholsulfate
schlecht

Als Reibemittel werden im Wesentlichen folgende verwendet:

  • Walnussschalenmehl, Maiskolbenmehl,

  • Kunststoffmehl (Polyethylen, Polyurethan),

  • Holzmehl (entharztes Weichholz) und

  • Sand (Flusssand, Bruchsand).

Eine Neuentwicklung zum Ablösen der Hautverschmutzungen stellen Perlen aus Hartwachs dar.

Bei Verwendung von Sand entstehen Mikroverletzungen auf der Haut, er sollte vermieden werden. Außerdem gibt es Probleme durch verstopfte Abflüsse.

Zu beachten ist, dass holzmehlhaltige Reinigungsmittel einen höheren Anteil an Konservierungsmittel enthalten.

Die Anwendung lösemittelhaltiger Hautreinigungsmittel sollte wegen der stärker hautentfettenden Wirkung auf Arbeitsplätze mit stark haftender Hautverschmutzung, z.B. durch Lacke, Harze und Bitumen, beschränkt werden.

Auf den Einsatz von Bürsten und Lösemitteln zur Hautreinigung sollte möglichst verzichtet werden.

Nur richtiges Händewaschen reinigt schonend die Haut:

  1. 1

    Richtiges Reinigungsmittel entsprechend der Verschmutzung auswählen und angemessen dosieren (Bild 4-12).

    Bild 4-12:

  2. 2

    Hände mit Reinigungsmittel einreiben und einwirken lassen (Bild 4-13).

    Bild 4-13:

  3. 3

    Anschließend mit reichlich Wasser gut abspülen (Bilder 4-14 und 4-15).

    Bild 4-14:

    Bild 4-15:

  4. 4

    Hände gut abtrocknen.

Nach dem Reinigen der Hände sind geeignete Mittel zur Handtrocknung zur Verfügung zu stellen. Am hygienischsten sind saugfähige Einmalpapiertücher. Auch gut geeignet sind Handtuchrollen, die gewaschen oder gereinigt werden können. Weniger geeignet sind Heißlufttrockner, da diese die Haut stark austrocknen. Eventuell noch auf der Haut befindliche Tensidreste werden aufkonzentriert.

Hautpflegemittel

Hautpflegemittel sind fester Bestandteil des Hautschutzplanes und keine "Herrenkosmetik". Sie unterstützen den Regenerationsprozess der Haut nach der Arbeit und sollen nach der Hautreinigung am Arbeitsende aufgetragen werden. Sie helfen durch ihre Inhaltsstoffe bei der Wiederherstellung der Hornschichtbarriere.

4.4.2
Motivationsfördernde Maßnahmen

Die Umsetzung von Hautschutzmaßnahmen im Betrieb, d.h. die richtige und regelmäßige Anwendung von Hautreinigungs-, Hautschutz- und Hautpflegeprodukten, gestaltet sich in der Praxis schwierig. Namen und Produkte werden von den Anwendern verwechselt oder auch die Notwendigkeit einer regelmäßigen Anwendung nicht erkannt. Vor allem in Bereichen, in denen fetthaltige Hautschutzmittel angewendet werden müssen, kommt es nicht selten zu Akzeptanzproblemen. Argumente, wie das Entgleiten von Teilen oder ein "klebriges Gefühl" nach dem Auftrag von Hautschutzmitteln, werden immer wieder von Mitarbeitern geäußert. Hautschutzmaßnahmen können aber nur dann erfolgreich sein, wenn den Mitarbeitern nicht nur die geeigneten Produkte zur Verfügung gestellt werden, sondern diese richtig und regelmäßig angewendet werden.

Welche Möglichkeiten gibt es, die Akzeptanz der Hautmittel insgesamt im Betrieb zu verbessern?

Hautschutz- und Hautpflegemittel werden sicher nur dann akzeptiert, wenn der Anwender über die Notwendigkeit der Anwendung informiert und von dieser auch überzeugt ist. Hierin liegt das Kernproblem. Informationen über die Wirkungsweise und richtige Anwendung von Hautschutzmitteln können im Rahmen der regelmäßigen Unterweisung bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen oder der regelmäßigen Unterweisung nach Unfallverhütungsvorschrift "Grundsätze der Prävention" (BGV A1) vermittelt werden. Wichtig dabei ist, dass die Mitarbeiter den Nutzen für sich und ihre Gesundheit erkennen. Dies zu verdeutlichen - im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar zu machen - erleichtert sicher jeden Erklärungsversuch.

In der Praxis haben sich einige Methoden bewährt, welche die Wirkungsweise von Hautschutzmitteln erkennbar und für den Laien verständlich machen. Beispielhaft sei hier der Suskind-Test genannt, mit dem die Beständigkeit der unterschiedlichen Hautschutzmittel gegen verschiedene Belastungen (z.B. Wasser) gezeigt werden kann.

Der Suskind-Test wird wie folgt durchgeführt:

  1. 1.

    Man nimmt zwei Gläser und füllt sie mit Wasser.

  2. 2.

    Auf zwei geeigneten Trägern, z.B. Löffelstiele, werden ein wasserlösliches und ein wasserunlösliches Hautschutzmittel aufgetragen.

  3. 3.

    Die bestrichenen Löffelstiele werden in die Flüssigkeit gestellt und diese ggf. leicht umgerührt.

  4. 4.

    Löst sich der Hautschutzfilm teilweise ab oder gar ganz auf, ist dieses Präparat weniger geeignet oder ungeeignet (siehe linkes Glas im Bild 4-16).

Bild 4-16: Suskind-Test

Auch kann die erleichterte Hautreinigung nach vorausgegangenem Auftragen eines geeigneten Hautschutzmittels, z.B. durch Auftragen eines Modellschmutzes, demonstriert werden. Die Hände lassen sich in der Regel direkt mit reinem Wasser ohne zusätzliche Reinigungsmittel von der Verschmutzung befreien. Für das Experiment ist zu beachten, dass keine gesundheitsgefährdenden Stoffe verwendet werden.

Neben diesen praktischen Vorführungen bieten die Metall-Berufsgenossenschaften auch weitere Hilfsmittel zur Motivationsförderung an, wie

  • Hautschutzwand mit Flyer,

  • Handschuhwand mit Flyer,

  • Hautschutzausstellung,

  • Plakate, Plakataktionen für Hautschutzveranstaltungen,

  • Seminare für betriebliche Mitarbeiter und Betriebsärzte.

Die Materialien für betriebliche Hautschutzveranstaltungen können über die Berufsgenossenschaften bezogen werden (siehe Umschlagseiten).

Neben der Wirkungsweise der Hautmittel lässt sich auch das richtige Auftragen der Hautschutzmittel visualisieren. Hierzu wurde eine Methode entwickelt, in der eine mit fluoreszierenden Substanzen versetzte Hautcreme auf die Hände aufgetragen wird. Unter einer UV-Lampe wird überprüft, ob ein ausreichender Schutzfilm aufgetragen wurde (Bild 4-17).

Bild 4-17: Testgerät (UV-Lampe) zur Überprüfung des Hautschutzes

Damit können Defizite beim Auftragen einfach erkannt werden, da sie sich als dunkle, nicht fluoreszierende Stellen auf den Händen zeigen (Bild 4-18).

Bild 4-18: Typisches Beispiel für unzureichenden Hautschutz im Bereich der Fingerzwischenräume

Im Anschluss wird das richtige Auftragen demonstriert und überprüft. Die fluoreszierende Creme sollte gleich nach der Demonstration wieder abgewaschen werden.

Fluoreszierende Stellen nach der Händereinigung zeigen eine unvollständige Reinigung an.

4.4.3
Schutzhandschuhe

Allgemeines

Schutzhandschuhe sollen gegen folgende Gefährdungen Schutz bieten:

  • mechanische,

  • thermische,

  • chemische (Chemikalienschutzhandschuhe CSH, wasserfeste Schutzhandschuhe mit geringem Schutz gegen chemische Gefahren)

  • mikrobielle oder

  • elektrische.

Schutzhandschuhe dürfen nur dann eingesetzt werden, wenn durch das Tragen keine Unfallgefahr besteht. Trageverbot besteht z.B. bei Arbeiten an Maschinen mit rotierenden Werkstücken oder Werkzeugen mit Einzugsgefahr.

Folgende für den Metallbereich wichtige EN-Normen für Schutzhandschuhe sind aufgrund der europäisch einheitlichen Regelungen über persönliche Schutzausrüstungen erarbeitet worden:

DIN EN 374

Schutzhandschuhe gegen Chemikalien und Mikroorganismen"

Teil 1Terminologie und Leistungsanforderungen
Teil 2Bestimmung des Widerstandes gegen Penetration
Teil 3Bestimmung des Widerstandes gegen Permeation von Chemikalien

DIN EN 388

"Schutzhandschuhe gegen mechanische Risiken"

DIN EN 407

"Schutzhandschuhe gegen thermische Risiken (Hitze und/oder Feuer)"

DIN EN 420

"Schutzhandschuhe - Allgemeine Anforderungen und Prüfverfahren"

DIN EN 511

"Schutzhandschuhe gegen Kälte"

Die DIN EN 420 enthält Grundforderungen:

  • Schutzhandschuhe dürfen bei bestimmungsgemäßer Verwendung den Träger nicht schädigen. Das Handschuhmaterial, enthaltene Substanzen, Zersetzungsprodukte, Nähte und Kanten dürfen sich nicht nachteilig auf die Gesundheit und die Hygiene des Benutzers auswirken.

  • Der Hersteller oder sein autorisierter Vertreiber muss alle Substanzen im Handschuh angeben, die bekannt sind, Allergien oder Kontaktdermatitis zu verursachen.

  • Der Handschuh oder die kleinste Verpackungseinheit muss gekennzeichnet sein mit:

    • Name oder Handelsmarke des Herstellers,

    • Handschuhbezeichnung, - Größenbezeichnung, - ggf. dem Verfallsdatum,

    • CE-Kennzeichnung,

    • Piktogramm (siehe Bild 4-19),

    • der zugehörenden Nummer der Norm und den Leistungsstufen sowie einer mehrstelligen Schlüsselnummer bei Erfüllung der Mindestanforderungen der spezifischen Norm.

Bild 4-19: Piktogramme für die Anwendung von Schutzhandschuhen

Handschuhmaterialien

Handschuhe können bestehen aus

  1. a)

    Naturgummi (Latex),

  2. b)

    Leder,

  3. c)

    Textilien,

  4. d)

    beschichteten Textilien,

  5. e)

    Kunststoffen (Polymere),

  6. f)

    Laminaten.

Zur Herstellung von Gummihandschuhen wird eine Vielzahl verschiedener Chemikalien benutzt. Darunter sind sensibilisierende Vulkanisationsbeschleuniger (Thiurame) und Alterungsschutzmittel. Hinweise, welche Allergie auslösenden Inhaltsstoffe in Schutzhandschuhen enthalten sind, können unter www.gisbau.de abgerufen werden.

Die Durchlässigkeit gegenüber Chemikalien ist zum einen abhängig von der Schichtdicke des Handschuhmaterials und zum anderen von der Zusammensetzung des Gummis. Änderungen in der Gummimischung verändern das Durchlässigkeitsverhalten gegenüber Arbeitsstoffen, d.h. Gummi ist nicht gleich Gummi. Die Angabe "Gummihandschuhe" im Sicherheitsdatenblatt ist deshalb unzureichend!

Zu a) Naturgummi

Naturgummi (Latex natural rubber NR) wird aus dem Harz des Gummibaumes gewonnen. Die Handschuhe zeichnen sich durch eine hohe Flexibilität und damit gute Trageeigenschaften aus. Einweghandschuhe aus Latex sind aber in der Metallbranche in der Regel ungeeignet. Medizinische Einmalhandschuhe sind keine Chemikalienschutzhandschuhe. Latex enthält sensibilisierende Proteine (Eiweiße). Werden Latex-Einweghandschuhe eingesetzt, müssen diese puderfrei sein und einen Proteingehalt von weniger als 30 µg/g Handschuhmaterial haben.

Zu b) Leder

Lederhandschuhe dienen zur Abwehr mechanischer und thermischer Belastungen. Bei der Ledergerbung werden in der Regel Chromsalze eingesetzt. Abhängig vom Gerbungsverfahren können im gegerbten Leder Chromate verbleiben, die Allergien auslösen können. Nach DIN EN 420 muss der Chromat-Gehalt im Lederhandschuh niedriger als die Nachweisgrenze des in der Norm festgelegten Prüfverfahrens sein. Der Preis der Lederhandschuhe erhöht sich deutlich, wenn anstelle der Chromgerbung eine natürliche Gerbung, z.B. Loh- oder Sämischgerbung, eingesetzt wird.

In der Praxis werden Lederhandschuhe häufig für grobe Arbeiten eingesetzt. Lederhandschuhe sind ungeeignet für Tätigkeiten mit Flüssigkeiten, wie Kühlschmierstoffen oder Ölen, oder damit benetzten Teilen. Das Leder nimmt Flüssigkeit auf und durch die Nähte dringt Flüssigkeit in den Handschuh ein.

Zu c) Textilhandschuhe

Textilhandschuhe dienen zur Abwehr mechanischer und thermischer Belastungen der Haut. Sie sind feuchtigkeitsdurchlässig (z.B. Wasser, Öl, Fett) und daher bei entsprechenden Tätigkeiten nicht geeignet. Sie sind luft- und wasserdampfdurchlässig und können Hautschweiß aufnehmen.

Zu d) beschichtete Textilhandschuhe

Beschichtete Textilhandschuhe werden als Montagehandschuhe für Arbeiten mit hohen Anforderungen an das Tastempfinden eingesetzt. Sie bieten je nach Beschichtungsmaterial und -anteil einen Schutz gegen geringe chemische Belastungen, wie Öle, Fette und Kühlschmierstoffe. Beschichtete Montagehandschuhe aus speziellen Kunstfasern bieten zusätzlich auch gute Schnittschutzeigenschaften.

Zu e) Kunststoffe

Auf dem Markt sind verschiedene Materialien gängig (vgl. hierzu die Listung Abschnitt 6.1, Bild 6-7). Kunststoffhandschuhe sind feuchtigkeits- und größtenteils luftundurchlässig, was bei längerem Tragen zu Schweißbildung führt. Die Auswahl des Handschuhmaterials erfolgt nach dem Arbeits- oder Gefahrstoff und der benötigten Tragedauer.

Eine Auswahl-Hilfe bieten die Tabellen des Abschnittes 6.1. Bezüglich der Trageeigenschaften und Benutzerhinweise siehe Abschnitt "Richtige Anwendung von Schutzhandschuhen".

Zu f) Laminate

Laminathandschuhe aus mehreren Schichten unterschiedlicher Kunststoffe kommen in der Regel nur für sehr spezielle Anwendungen zum Einsatz, in denen ein einziges Handschuhmaterial nicht ausreicht.

Chemikalienschutzhandschuhe (CSH)

Chemikalienschutzhandschuhe müssen gegenüber dem Arbeits- oder Gefahrstoff beständig sein. Nicht jeder Chemikalienhandschuh schützt gegen alle Gefahrstoffe gleich gut, z.B. sind Naturkautschuk, PVC und Chloroprenkautschuk für Benzine oder Trichlorethylen nicht geeignet. Bei Kontakt mit Benzinen kann ein Handschuh aus Nitrilkautschuk oder Polyvinylalkohol, bei Kontakt zu Trichlorethylen ein Handschuh aus Polyvinylalkohol eingesetzt werden.

Folgende Eigenschaften bzw. Prüfparameter bestimmen vor allem die Eignung eines CSH:

Degradation, Penetration und Permeation.

Degradation bedeutet schädliche Veränderung eines oder mehrerer physikalischer Eigenschaften eines Werkstoffes für Schutzhandschuhe infolge des Kontaktes mit einer Chemikalie. Diese Veränderungen schließen Schuppenbildung, Aufquellung, Auflösung, Versprödung, Verfärbung, Maßhaltigkeit, Verhärtung und Erweichung usw. ein.

Penetration bezeichnet den Durchtritt einer Chemikalie oder von Mikroorganismen durch makroskopische Löcher, z.B. poröse Werkstoffe, Nähte, Nadellöcher oder weitere Mängel im Material des Schutzhandschuhes. Auch falsche oder zu lange Lagerung kann die Penetration durch Versprödung (z.B. Verlust des Weichmachers, Oxidation durch Luftsauerstoff) erhöhen.

Permeation ist der Durchtritt einer Chemikalie durch Hohlräume im molekularen Bereich des Handschuhmaterials.

Sie erfolgt in drei Schritten:

  1. 1.

    Aufnahme von Molekülen der Chemikalie in die Oberfläche des Handschuhes, die mit der Chemikalie in Berührung gekommen ist.

  2. 2.

    Diffusion der aufgenommenen Moleküle in das Handschuhmaterial.

  3. 3.

    Abgabe der Moleküle von der inneren Oberfläche des Handschuhmaterials und damit Kontakt der Chemikalie mit der bzw. Aufnahme in die Haut.

Die Permeation kann ohne Materialänderung des Chemikalienschutzhandschuhes ablaufen.

Bei den Permeationstests zur Beurteilung der Permeabilität der Chemikalie durch den CSH werden zwei Messgrößen bestimmt:

  • die Durchbruchzeit (DBZ) vom ersten Chemikalienkontakt mit dem CSH bis zum Austritt an der Innenseite in Minuten.

    Die Handschuhe werden in Abhängigkeit der Durchbruchzeit in Klassen eingeteilt.

    SchutzindexDBZ (min)
    Klasse 1> 10
    Klasse 2> 30
    Klasse 3> 60
    Klasse 4> 120
    Klasse 5> 240
    Klasse 6> 480

    Als Chemikalienschutzhandschuhe dürfen nur solche Handschuhe ausgewiesen werden, die bei drei in der DIN EN 374 genannten Prüfchemikalien mindestens den Schutzindex von Klasse 2 erreicht haben.

Als Prüfchemikalien werden in der DIN EN 374 festgelegt:

 ChemikalieKlasse
AMethanolPrimärer Alkohol
BAcetonKeton
CAcetonitrilNitrile
DDichlormethanChlor. Paraffine
FToluolArom. KW
IEthylacetatEster
KNatriumhydroxidAnorg. Base
LSchwefelsäureAnorg. Säure

Die Kennbuchstaben der Prüfchemikalien werden mit dem Piktogramm auf dem Handschuh angegeben (Bild 4-20).

Bild 4-20: Piktogramm Chemikalienschutzhandschuh

  • Die Permeationsrate (PR) als die Masse der Chemikalie, die den Handschuh je Flächen- und Zeiteinheit durchdringt (μg x cm-2 x min-1).

Die Hersteller von Chemikalienschutzhandschuhen stellen für verschiedene Reinchemikalien Listen mit den Durchbruchzeiten zusammen. In der Praxis wird in Metallbetrieben aber nur in Ausnahmefällen mit solchen Reinchemikalien umgegangen. Die Durchbruchzeiten der Reinchemikalien können nicht einfach auf Stoffgemische, wie sie z.B. in lösemittelhaltigen Reinigern vorkommen, übertragen werden. Einzelne Hersteller verfügen über eigene Datenbanken zu Durchbruchzeiten, auch für handelsübliche Produkte (Stoffgemische), wie Verdünnungen, Lacke, Kühlschmierstoffe u.a.

Werden Gefahrstoffe am Arbeitsplatz verwendet und lässt sich der Hautkontakt durch technische Maßnahmen nicht vermeiden, muss der Arbeitgeber für diese Tätigkeiten geeignete persönliche Schutzausrüstungen - in der Regel Schutzhandschuhe - zur Verfügung stellen. Informationen, welches Schutzhandschuhmaterial oder welcher Schutzhandschuh beim Einsatz eines konkreten Gefahrstoffes geeignet ist, müssen vom Hersteller des Gefahrstoffes im Sicherheitsdatenblatt festgelegt werden. Die Bekanntmachung zu Gefahrstoffen 220 "Sicherheitsdatenblatt" schreibt hier verbindlich nachfolgende Angaben vor:

  • Handschuhmaterial,

  • maximale Tragedauer des Handschuhmaterials in Abhängigkeit von Stärke und Dauer der Hautexposition.

Hilfreich sind dabei Angaben z.B.

  • zu eigenen Erkenntnissen bzgl. Handschuhfabrikaten und deren maximale Tragedauer,

  • zum Handschuhmaterial sowie die mindestens erforderliche Materialstärke und die maximale Tragedauer unter Praxisbedingungen.

In den Sicherheitsdatenblättern finden sich nach wie vor Angaben, wie "Gummihandschuhe verwenden", die bei der Auswahl eines geeigneten Chemikalienschutzhandschuhs nicht ausreichend sind. Somit hat der Unternehmer im Rahmen seiner Ermittlungspflicht nach der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) zu ermitteln, welcher Schutzhandschuh bzw. CSH (Hersteller, Bezeichnung, Artikelnummer etc.) im Einzelnen für seinen Fall anzuwenden ist.

Fehlen diese Informationen, kann der Arbeitgeber diese vom Hersteller oder Lieferanten des Gefahrstoffes verlangen.

Auswahl von Schutzhandschuhen

Bei der Auswahl von Schutzhandschuhen sind im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung die Anforderungen an die Schutzhandschuhe festzulegen. Die genormten Leistungsanforderungen (mechanische Gefährdungen, Hitze, Kälte, Chemikalienschutz) mit den unterschiedlichen Leistungsstufen helfen, einen auf die Bedürfnisse des Arbeitsplatzes abgestimmten Handschuh auszuwählen. Dabei ist z.B. der Chemikalienschutz oder der Schnittschutz für den Einsatz an einem bestimmten Arbeitsplatz nur eine mögliche Anforderung an den Schutzhandschuh. Hinzu kommen Anforderungen z.B. durch das geforderte Tastempfinden und die Bauart (Länge, Fütterung) des Handschuhes. Nur geeignete Schutzhandschuhe schützen optimal. Bedingt oder völlig ungeeignete Schutzhandschuhe hingegen täuschen Sicherheit vor und verleiten den Träger zu einem sorgloseren Umgang mit den Arbeitsmaterialien oder Arbeitsstoffen ohne ausreichenden Schutz.

Gerade die Anforderungen an ein gutes Tastempfinden und Beweglichkeit der Finger im Handschuh stellen in der Praxis häufig eine Schwierigkeit dar, denn nur hinreichend "dicke" Schutzhandschuhe bieten in der Regel einen guten Chemikalien- oder Schnittschutz. Information und Einbeziehung der Mitarbeiter bei der Auswahl fördert die Akzeptanz für solche Handschuhe.

Werden wasserdampfundurchlässige Schutzhandschuhe verwendet, z.B. Gummi- oder Kunststoffhandschuhe, ist das Schwitzen unter den Handschuhen zu berücksichtigen. Der Schweißstau lässt die Haut aufquellen und vermindert dadurch ihre Barrierefunktion. Sinnvoll ist der Einsatz von Baumwoll-Unterzieh-Handschuhen, die bei Durchfeuchtung regelmäßig mehrfach täglich gewechselt werden müssen. Darüber hinaus werden von den Hautmittelherstellern Hautschutzprodukte angeboten, die ein Aufquellen der Hornhaut im feuchten Milieu unter Schutzhandschuhen vermindern. Weitergehende Hinweise zur Verwendung flüssigkeitsdichter Schutzhandschuhe bei Gefahrstoffkontakt enthält die TRGS 401 - Gefährdung durch Hautkontakt - Ermittlung, Beurteilung, Maßnahmen.

Als Orientierung bei der Auswahl von Schutzhandschuhen wurden in den Tabellen des Abschnittes 6.2 Schutzhandschuhmaterialien verschiedenen Arbeitsbereichen und -stoffen zugeordnet. Handschuhmaterial und Lieferanten bzw. Hersteller können den Bildern 6-7 und 6-8 entnommen werden.

Bei der Auswahl geeigneter Schutzhandschuhe beraten die Präventionsdienste der Metall-Berufsgenossenschaften (siehe Umschlagseiten) und die Hersteller von Schutzhandschuhen, die zum Teil auch über eigene Prüflaboratorien zur Messung der Durchbruchzeiten verfügen.

Auch der Bundesverband Handschutz e.V., Skagerakstr. 72, 46149 Oberhausen \(www.bhv.de) gibt Hilfestellung.

Richtige Anwendung von Schutzhandschuhen

In der Praxis zeigt sich, dass ein optimaler Schutz beim Tragen von Schutzhandschuhen nur dann erreicht werden kann, wenn die Handschuhe auch sachgemäß verwendet werden. Die wichtigsten Regeln beim Umgang mit Schutzhandschuhen sind nachfolgend aufgeführt:

  • Verwendung geeigneter Schutzhandschuhe, z.B. flüssigkeitsdichte Schutzhandschuhe beim Umgang mit flüssigen Medien.

  • Benutzung unbeschädigter, innen sauberer und trockener Schutzhandschuhe. Beim Einsatz teilbeschichteter Schutzhandschuhe kommt es beim Umgang mit flüssigen Medien in der Praxis häufiger zu einer Durchfeuchtung des Handschuhs und damit zu intensivem Hautkontakt.

  • Wechseln verschwitzter Schutzhandschuhe oder Verwendung dünner Baumwoll-Unterzieh-Handschuhe. Nach der Benutzung Schutzhandschuhe trocknen lassen.

  • Bei längerer Tragedauer der Schutzhandschuhe: Verwendung spezieller Hautschutzmittel, die dem Aufquellen der Haut entgegenwirken.

  • Nicht die Schutzhandschuhe der Arbeitskollegen benutzen.

  • Einmalhandschuhe nur einmal verwenden.

  • Schutzhandschuhe nur mit sauberen, trockenen Händen anziehen.

  • Maximale Tragedauer von Chemikalienschutzhandschuhen beachten. Vorher auf Dichtigkeit prüfen.

  • Beim Auftreten von Hautproblemen den Vorgesetzten oder Betriebsarzt informieren.