DGUV Information 209-022 - Hautschutz in Metallbetrieben (bisher: BGI 658)

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Abschnitt 4.3, Organisatorische Schutzmaßnahmen und Arbeitsh...
Abschnitt 4.3
Hautschutz in Metallbetrieben (bisher: BGI 658)
Titel: Hautschutz in Metallbetrieben (bisher: BGI 658)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 209-022
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 4.3 – Organisatorische Schutzmaßnahmen und Arbeitshygiene

Dies sind z.B.

  • Hautschutzplan

    Dieser benennt die auf die Tätigkeiten oder Arbeitsstoffe abgestimmten Hautschutz-, Hautreinigungs- und Hautpflegemittel.

  • Handschuhplan

    Dieser benennt die auf die Arbeitsstoffe und Tätigkeiten abgestimmten Handschuhtypen und deren Tragedauer.

  • Betriebsanweisung mit Maßnahmen zur Hautprävention

  • Unterweisung der Mitarbeiter zur Hautprävention (mit arbeitsmedizinisch-toxikologischer Beratung)

  • Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung (siehe Abschnitt 5)

  • Wechsel von Tätigkeiten mit und ohne Hautbelastung

  • Reinigung und Trocknung von Handschuhen

  • Festlegen von Wechselintervallen beim Tragen von Schutzhandschuhen

  • Keine Druckluft zum Abblasen von Werkstücken und den Händen verwenden

  • Regelmäßige Überwachung und Pflege der Kühlschmierstoff-Kreisläufe in der mechanischen Fertigung

  • Wartung und Pflege von Galvanikbädern

Hautschutzplan

Im Hautschutzplan werden die Mittel zum Hautschutz, zur Hautreinigung und zur Hautpflege genannt (Bild 4-1). Diese sind auf die hautschädigenden Arbeitsstoffe und Verschmutzungen abgestimmt.

Bild 4-1:
Inhalt eines Hautschutzplanes

HautgefährdungHautschutzmittelHautreinigungsmittelHautpflegemittel
nachvor Arbeitsbeginn,vor Pausen,nach Arbeitsende
• Betriebsbereich
• Arbeitsverfahren
• Stoffen
auch nach Pausennach der Arbeit 
Untergliederung ist vom Einzelfall abhängigDer Produktname oder die interne Werksbezeichnung sind einzutragen, ebenfalls Angaben, wo und von wem die Hautmittel erhältlich sind.

Neben der Angabe der Hautschutz-, Hautreinigungs- und Hautpflegemittel sind klare und leicht verständliche Anwendungshinweise im Hautschutzplan hilfreich.

Der Hautschutzplan ist Bestandteil der regelmäßigen arbeitsplatzbezogenen Unterweisung.

Bild 4-2: Hautschutzplan B

Aber auch die persönliche Arbeitshygiene sollte beachtet werden, z.B. Händewaschen vor Pausen und nach Arbeitsende, Wechsel durchtränkter Kleidungsstücke und innen verschmutzter Handschuhe. Hierzu gehört auch, dass Reinigungstücher für Maschinen nicht zur Händetrocknung verwendet werden. Hautschädigende Tätigkeiten sind in Arbeitsbereichen bzw. bei Arbeitsverfahren zu erwarten, die in der Prüfliste (Bild 3-1) aufgeführt sind.