DGUV Information 203-007 - Windenergieanlagen Handlungshilfe für die Gefährdungs...

Online-Shop für Schriften

Jetzt bei uns im Shop bestellen

Jetzt bestellen
Anhang 3, Übersicht der im Offshore-Bereich verwendeten PSA-...
Anhang 3
Windenergieanlagen Handlungshilfe für die Gefährdungsbeurteilung im On- und Offshorebereich (DGUV Information 203-007)

Anhangteil

Titel: Windenergieanlagen Handlungshilfe für die Gefährdungsbeurteilung im On- und Offshorebereich (DGUV Information 203-007)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 203-007
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Anhang 3 – Übersicht der im Offshore-Bereich verwendeten PSA-Arten, deren Einsatz-bereiche und Kombinationen (Stand 2018-07-13 mit Anpassungen 2021)

Nr. PSA-Art/Einsatzbereich Transfer per Schiff beim Überstieg Schiff - WEA Transfer per Helikopter und Winschen WEA/Errichter-Plattform/Struktur innerhalb WEA/Errichter-Plattform/Struktur außerhalb
1PSA gegen Absturz bei Absturzrisiken     
  Auffanggurt mit Haltefunktion OXXXX
2Weitere PSA gegen Absturz bei Absturzrisiken0XOXX
Verbindungsmittel mit Falldämpfer  X XX
mitlaufende Auffanggeräte einschl. Führung  X XX
Halte-/Positionierungsseil  X XX
Höhensicherungsgeräte  X XX
3PSA gegen Ertrinken (Rettungsweste) beim Risiko "Sturz ins Wasser"XXXOX
4Schutz vor Unterkühlung beim Risiko eines Sturzes ins Wasser
Kälteschutzanzug XXXOX
5Emergency-breathing-system (EBS) bei Sauerstoffmangel zukünftig ggf. auch HEED-SystemeOOXOO
6Kopfschutz bei Kopfverletzungsgefahren
Schutzhelm XXXXX
7Personen-Notsignalanlagen Zur Ortung bei UnfällenXXXOX
8Rettungsausrüstungen bei Notfallrisiken     
Abseilgeräte Rettungshubgeräte OOOXX
9Fußschutz beim Risiko der FußverletzungXXXXX
10Gehörschutz bei LärmgefährdungXXXXX

O = nicht zutreffend

X = auf Grund der Gefährdung erforderlich

Anforderungen/Normen/Zulassungen/Bemerkungen Benutzer-Regelungen/Bemerkungen
Maritime Umgebungsbedingungen berücksichtigen 
DIN EN 361DGUV-R 112-198
DIN EN 358
Maritime Umgebungsbedingungen berücksichtigenDGUV-R 112-198
DIN EN 354/EN 355
DIN EN 353-1/2
DIN EN 358
DIN EN 360
ETSO und SOLAS MED und DIN EN ISO 12402 Teil 2 1) DGUV-R 112-201
ETSO für Hubschraubertransfer oder SOLAS für Schiffstransfer als PSA nach DIN EN 15027 Teil 1 2) DGUV-R 112-201
 
DIN EN 397 mit zusätzlichen Anforderungen 3) DGUV-R 112-193
oder DIN EN 12492 mit zusätzlichen Anforderungen 3)
oder DIN EN 14052 mit zusätzlichen Anforderungen 3)
DIN VDE V 0825-1DGUV-R 112-139
DIN VDE V 0825-11 4)
Maritime Umgebungsbedingungen berücksichtigen 
DIN EN 341DGUV-R 112-199
DIN EN 1496
DIN EN ISO 20345DGUV-R 112-191
S 3/S 5 5)
DIN EN 352DGUV-R 112-194

Ergänzende Hinweise zur Tabelle Übersicht der PSA-Arten (siehe Fußnoten)

Allgemeine Hinweise:

Es ist maritimes Training mit aktuellem Equipment durchzuführen, z. B. mit Rettungswesten nach DIN EN ISO 12402-2.

Zusatzausrüstungen dürfen die Verwendung und Funktion der PSA nicht beeinträchtigen, so sind z. B. Gurtführungen von Funkgeräten immer unter die Rettungsweste zu legen.

1)

Bei gleichzeitiger Verwendung mit PSA gegen Absturz / Auffanggurten sollten Rettungswesten nicht mit D-Ringen ausgestattet sein. Diese könnten fälschlicherweise als Auffangöse des Auffanggurtes angesehen werden.

2)

Es sind nur Kälteschutzanzüge einzusetzen, die im Sinne der PSA-Verordnung (EU) 2016/425 bzw. des Produktsicherheitsgesetzes als Persönliche Schutzausrüstung für den ständigen Einsatz geeignet sind, z. B. Anzüge nach ISO EN 15027 Teil 1. Bei den im Einsatzgebiet (Ost- und Nordsee) herrschenden Wassertemperaturen werden Nass-Anzüge als nicht geeignet erachtet.

3)

siehe dazu Abschnitt A11.2.1 "Kopfschutz"

4)

Personen-Notsignalanlagen sind je nach Betriebszustand/Ausbauphase des Feldes (Montagephase oder Regelbetrieb) gemäß DGUV Regel 112-139 (bisher BGR 139) oder als Seenot-Baken nach SOLAS MED einzusetzen. Das Feld muss dabei eine gesicherte Versorgung z. B. über ein TETRA-Netz aufweisen.

5)

Zur Minimierung der Übertragung von Kälte über Schuhsohle und Zehenkappe sowie zur Gewichtsreduzierung wird Fußschutz (S3 mit Knöchelschutz oder S5 (Gummistiefel)) mit durchtrittsicherer Sohle aus Gewebe und Zehenkappe aus Kunststoff empfohlen. Besonders kälteisolierte Ausführungen sind mit "CI" gekennzeichnet. Zum Schutz gegen den Einfluss stärkerer Beaufschlagung durch Wasser empfehlen sich mit "WR" gekennzeichnete wasserdichte Ausführungen. Zur Gewährleistung der Rutschhemmung für den Aufenthalt auf Böden mit Keramik- oder Stahloberfläche sind Schuhe mit der Kennzeichnung "SRC" empfehlenswert.