DGUV Information 203-007 - Windenergieanlagen (DGUV I 203-007)

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Abschnitt 8.6, 8.6 Gefährdung durch Stoffe
Abschnitt 8.6
Windenergieanlagen (DGUV I 203-007)
Titel: Windenergieanlagen (DGUV I 203-007)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 203-007
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 8.6 – 8.6 Gefährdung durch Stoffe

8.6.1
Gesundheitsschädigende Wirkung von Gasen, Dämpfen, Aerosolen, flüssigen und festen Stoffen

  • Allgemeines

    • Betriebsarzt und Fachkraft für Arbeitssicherheit in die Gefährdungsbeurteilung einbeziehen

    • Erste-Hilfe-Maßnahmen abstimmen

    • Betriebsanweisungen unter Zuhilfenahme der Sicherheitsdatenblätter erstellen und vorhalten

    • Unterweisung der Beschäftigten nach Bedarf, jedoch mindestens einmal jährlich durchführen

    • Arbeitsmedizinisch - toxikologische Beratung (GefStoffV) durchführen

    • Besondere Anforderungen für schutzbedürftige Personengruppen beachten

  • Gase, Dämpfe, Aerosole

    • Gesundheitsschädliche und geruchsintensive Arbeitsstoffe vermeiden

    • PSA (Schutzhandschuhe, Schutzbrille, Atemschutz) zur Verfügung stellen und einsetzen

    • Beim Befahren von Rotorblättern für ausreichende Lüftung sorgen, insbesondere bei Auftreten von Styroldämpfen, Ausgasungen von Beschichtungsstoffen und Epoxidharzen.

  • Flüssige Stoffe

    • Schutzmaßnahmen festlegen.

    • Die Benutzung von PSA, z. B. bei der Verarbeitung von Kunststoffen, bei Verwendung von Konservierungs- und Korrosionsschutzmitteln, Anstrichsarbeiten im Turm, Umgang mit Lösungsmitteln, Hydrauliköl, Getriebeöl, Batteriesäure, Sprühöle und -fette, Arbeiten mit Anti-Schimmelpilzmitteln sicherstellen.

  • Feste Stoffe

    • Das Auftreten von Stäuben minimieren.

    • Umfangreichere Schleifarbeiten nur unter besonderen Schutzmaßnahmen, wie z. B. Einsatz von mobilen Entstaubern durchführen

    • Bremsbelagabrieb absaugen, nicht abblasen

    • Geeignete PSA zur Verfügung stellen und verwenden, Schutzmasken FFP2

8.6.2
Gefährdungen durch Arbeiten in kontaminiertem Bereich Sanierung bzw. Demontage nach Bränden und Explosionen

  • Gefährdung durch Stoffe nach Bränden, z. B. Brandrückstände und Rauchgasniederschläge

    • Gefährdungsermittlung durchführen

    • Betriebsanweisungen erstellen und vorhalten

    • Unterweisung der Beschäftigten

    • geeignete PSA benutzen und nach der Verwendung fachgerecht reinigen bzw. entsorgen

    • Brandreste fachgerecht entsorgen

    • Bundesgesundheitsblatt 1/90 "Empfehlungen zur Reinigung von Gebäuden nach Bränden" beachten

    • BGI 766 "Instandsetzungsarbeiten an elektrischen Anlagen auf Brandstellen" beachten

8.6.3
Hautbelastungen

  • Betriebsarzt zum Festlegen von Maßnahmen zur Beratung hinzuziehen

  • Chemische Einflüsse

    • Hautschutzplan definieren und anwenden

    • Eindringen von chemischen Stoffe in die Haut über ungeschützte Hautflächen vermeiden

    • Geeignete Behälter für Putzlappen bereitstellen, d h. keine kontaminierten Putzlappen in der Tasche der Arbeitskleidung mitführen

    • Geeignete Arbeitskleidung für Arbeiten mit Flüssigkeiten bereitstellen

  • Mechanische oder physikalische Einflüsse

    • Schutzhandschuhe verwenden

    • Hautschutzmittel bei Arbeiten im Freien und unter starker Sonneneinstrahlung anwenden