DGUV Information 203-007 - Windenergieanlagen (DGUV I 203-007)

Online-Shop für Schriften

Jetzt bei uns im Shop bestellen

Jetzt bestellen
Abschnitt 8.4, 8.4 Mechanische Gefährdung
Abschnitt 8.4
Windenergieanlagen (DGUV I 203-007)
Titel: Windenergieanlagen (DGUV I 203-007)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 203-007
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 8.4 – 8.4 Mechanische Gefährdung

8.4.1
Ungeschützte Maschinenteile

  • Quetschen, Klemmen, Einziehen

    • drehende Teile im Bereich von Kupplung und Hauptwelle durch Verkleiden, Verdecken oder Abschranken sichern.

    • während Wartungsarbeiten an der Azimutverstellung alle Einzugstellen sichern

    • Gefahrstellen an hydraulischen oder elektrischen Blattverstellungen sichern

    • Bei Arbeiten an sich bewegenden Teilen Herstellerinformationen beachten, auf die durch Piktogramme oder Warnzeichen hingewiesen wird.

8.4.2
Teile mit gefährlichen Oberflächen

  • Scharfe Kanten

    • Kantenschutz anbringen (z. B. an verzinkten Teilen)

  • Aufgespleißte Drahtseile

    • Defekte Drahtseile der Benutzung entziehen

  • Heiße Oberflächen

    • Schutzgitter montieren

    • Kennzeichnung

    • Unterweisung

8.4.3 Transportmittel

  • Kran- und Hebezeugbetrieb

    • Ständige Kommunikation zwischen Kranführer, Anschläger und Montageort sicherstellen

    • Nur geprüfte Krane und Hebezeuge verwenden

    • Geeignete und geprüfte Anschlagmittel verwenden

    • Vom Hersteller vorgegebene Anschlagpunkte nutzen

    • Grundsätzlich nicht im Gefahrbereich aufhalten

    • Kranpersonal gesondert unterweisen, ggf. Montageanweisung anwenden

    • Verwendung von PAM bei den zuständigen Behörden anzeigen

    • Lasten gegen unbeabsichtigtes Lösen sichern, geeignete Anschlagverfahren anwenden. Lasten nicht im Hängegang anschlagen.

    • Schutzhelme tragen

  • Transport mit Fahrzeugen

    • geeignete Ladungssicherung durchführen

Unsichere Arbeitsweise

8.4.4
Unkontrolliert bewegte Teile

  • unkontrolliert bewegte Anlagenteile

    • Vorbereitende Arbeiten: Vor dem Aufstieg ist die Anlage auszuschalten.

    • Unvorhergesehene automatische Betriebszustände der Anlage durch Abschaltung ausschließen

    • Nur bei sicher stillgesetztem Rotor in die Nabe einsteigen und arbeiten.

  • sonstige unkontrolliert bewegte Teile

    • Nicht standsichere Teile gegen Umstürzen sichern.

    • Bauteile mit Sicherungsseilen gegen Windlast sichern.

    • Gefahrbereich verlassen (z. B. LKW-Ladefläche während des Be- und Entladevorganges).

    • Hydraulikschrauber und Schlagschrauber sicher ansetzen, gegebenenfalls geeignete Abstützungen verwenden.