DGUV Information 213-005 - Spraydosen und Gaskartuschen (bisher: BGI 646)

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Abschnitt 6, Betriebsanweisung und Unterweisung der Beschäft...
Abschnitt 6
Spraydosen und Gaskartuschen (bisher: BGI 646)
Titel: Spraydosen und Gaskartuschen (bisher: BGI 646)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 213-005
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 6 – Betriebsanweisung und Unterweisung der Beschäftigten

Die Gefährdung von Mitarbeitern durch Spraydosen hat der Arbeitgeber vor Ort zu ermitteln, zu beseitigen und zu dokumentieren (§§ 5 + 6 ArbschG).

Das verbleibende Restrisiko als besondere Gefahr muss der Arbeitgeber mit einer schriftlichen Betriebsanweisung zu minimieren versuchen (§ 9 ArbschG). Die Mitarbeiter sind darin zu unterweisen, wie sie sich im einzelnen beim Umgang mit Spraydosen/Gaskartuschen zu verhalten haben (§ 12 ArbschG).

Für Spraydosen und Gaskartuschen, die mit Gefahrensymbolen, Gefahrenbezeichnungen, Gefahrenhinweisen (R-Sätze) und Sicherheitsratschlägen (S-Sätze) gekennzeichnet sind, muss die Betriebsanweisung der Gefahrstoffverordnung und den Technischen Regeln Gefahrstoffe (TRGS 555) entsprechen. Lassen Sie sich für die Erstellung von Betriebsanweisungen die Sicherheitsdatenblätter der Hersteller schicken. Die Hersteller sind verpflichtet, Ihnen diese Datenblätter zur Verfügung zu stellen. Die Sicherheitsdatenblätter enthalten alle wichtigen Angaben, so dass auch chemische Laien eine Betriebsanweisung für Gefahrstoffe erstellen können. Viele Hersteller halten auch solche geeigneten Betriebsanweisungen für ihre Produkte bereit, um sie an die Vertreiber weiterzugeben. Auch Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Betriebsärzte haben den Unternehmer dabei zu unterstützen (§§ 3 und 6 des Arbeitssicherheitsgesetzes).

Betriebsanweisungen sind für die Beschäftigten verbindliche Anordnungen und werden deshalb vom Unternehmer/Vorgesetzten unterschrieben.

Anhand der Betriebsanweisung werden die Beschäftigten, die mit Spraydosen umgehen, vor der erstmaligen Aufnahme dieser Tätigkeit und anschließend in regelmäßigen, mindestens jährlichen Abständen unterwiesen. Bei Bedarf ist die Unterweisung öfter zu wiederholen.

Dabei haben die unterwiesenen Beschäftigten dem Unternehmer/Vorgesetzten die Kenntnisnahme der Betriebsanweisung schriftlich zu bestätigen. Zur Organisation und Dokumentation von Unterweisungen hält die Berufsgenossenschaft für den Einzelhandel für ihre Mitgliedsunternehmen kostenlose Vordrucke unter der Bestell-Nr. A 238 bereit.

Die schriftliche Betriebsanweisung ist an geeigneter Stelle im Betrieb - z.B. unmittelbar am Arbeitsplatz - auszuhängen. Den Mitarbeitern können auch Kopien der Betriebsanweisung ausgehändigt werden.

Der Unternehmer/Vorgesetzte muss sich durch stichprobenartige Kontrollen davon überzeugen, dass die von ihm in der Betriebsanweisung getroffenen Anordnungen von den Mitarbeitern befolgt werden.

Weitere Informationen zum Thema Unterweisung finden Sie in der Broschüre "Unterweisungen/Betriebsanweisun gen" (Bestell-Nr. B 36).