DGUV Information 209-020 - Beurteilung der Gefährdung durch Schweißrauche (bishe...

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Abschnitt 4.1, Auswahl von schadstoffarmen Verfahren und Wer...
Abschnitt 4.1
Beurteilung der Gefährdung durch Schweißrauche (bisher: BGI 616)
Titel: Beurteilung der Gefährdung durch Schweißrauche (bisher: BGI 616)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 209-020
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 4.1 – Auswahl von schadstoffarmen Verfahren und Werkstoffen

Unter Beachtung der schweißtechnischen Machbarkeit sind diejenigen Schweißverfahren auszuwählen, bei denen die Freisetzung von Schadstoffen möglichst gering ist, z.B.

  • Impuls-Lichtbogentechnik beim MAG-Schweißen,

  • Wolfram-Inertgasschweißen (WIG-Schweißen) mit thoriumoxidfreien Wolframelektroden,

  • Unterpulverschweißen (UP-Schweißen),

  • Plasmaschneiden mit Wasserabdeckung.

Beim Schutzgasschweißen mit hochlegiertem Massivdraht ist die Freisetzung krebserzeugender Chrom-(VI)-Verbindungen im Rauch wesentlich geringer als beim Lichtbogenhandschweißen mit umhüllten hochlegierten Stabelektroden.

Werden hingegen Nickelbasiswerkstoffe oder Reinnickel als Schweißzusatzwerkstoff verwendet, ist die Freisetzung krebserzeugender Anteile von Nickeloxid im Schweißrauch beim Lichtbogenhandschweißen geringer als beim MIG/MAG-Schweißen.

Siehe auch BG-Information "Schweißtechnische Arbeiten mit chrom- und nickellegierten Zusatz- und Grundwerkstoffen" (BGI 855).

Beim WIG-Schweißen mit thoriumoxidhaltigen Wolframelektroden enthält der Schweißrauch geringfügige Anteile an radioaktiven Stoffen (Thoriumdioxid). Diese sind beim Schweißen mit Gleichstrom wesentlich niedriger als beim Schweißen mit Wechselstrom. Soweit möglich, sind thoriumoxidfreie Wolframelektroden anzuwenden.

Siehe auch BG-Information "Umgang mit thoriumoxidhaltigen Wolframelektroden beim Wolfram-Inertgasschweißen (WIG)" (BGI 746).