DGUV Information 206-001 - Stress am Arbeitsplatz (bisher: BGI 609)

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Abschnitt 6.5, Hinweis zur Datenauswertung
Abschnitt 6.5
Stress am Arbeitsplatz (bisher: BGI 609)
Titel: Stress am Arbeitsplatz (bisher: BGI 609)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 206-001
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 6.5 – Hinweis zur Datenauswertung

Die Datenauswertung erfolgt quantitativ bezogen auf die Anzahl der angekreuzten Antworten. Je mehr Merkmale in einer Checkliste zutreffen, desto eher muss das Vorliegen beeinträchtigender Folgen angenommen werden, sodass eine beanspruchungsoptimale (Um-)Gestaltung der Tätigkeit erforderlich wird.

Eine qualitative Auswertung der Antworten ist unabhängig von deren Anzahl möglich, wenn die Merkmale von den Beschäftigten als bedeutsam angegeben werden. Auch daraus können sich Gestaltungserfordernisse ergeben.

Debitz (In: Debitz; Gruber; Richter, G., 2001) hat für Arbeitsgruppen einen prozentualen Anteil für die angegebenen Merkmale je Checkliste errechnet. Für die Ableitung von Gestaltungsnotwendigkeiten kann aber noch ein Grenzwert angegeben werden.

Hinweis:

Für feinere Analysen zur Ermittlung beeinträchtigender Folgen und für die Umgestaltung von Arbeitstätigkeiten mit dem Ziel, Über- und Unterforderungen zu vermeiden, wird die Zusammenarbeit mit Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologen empfohlen.

Ein Vergleich der Ergebnisse von Selbst- und Fremdeinschätzung kann auf den folgenden Arbeitsblättern vorgenommen werden. Bei der Fremdeinschätzung sind die Felder der Leistungs- und Erlebensmerkmale geschwärzt, da diese Merkmale der Beobachtung nicht zugänglich sind.

Selbsthilfe Stress:

Ein Fragebogen zur Stressbelastung

Stressfaktoren erkennen, Stress vermeiden!

Im Betrieb ist es Aufgabe der Verantwortlichen, Arbeitsbedingungen so zu gestalten, dass keine erhöhten Belastungen auftreten und Dauerstress vermieden wird. Dazu wird regelmäßig in gewissen Abständen eine Beurteilung der Arbeitsbedingungen vorgenommen.

Jeder kann und sollte auch an seinem Arbeitsplatz selbst dazu beitragen, Überbelastungen zu vermeiden. Ein Fragebogen zur Selbstanalyse stressender Faktoren (Stressoren) soll dabei helfen.

Fragebogen zur Selbstanalyse Stress

Der Fragebogen nennt Stress auslösende Faktoren und ermöglicht ihre subjektive Bewertung. Er kann ergänzt werden.

Der Fragebogen ist ein einfaches Grobanalyseinstrument für Laien. Sind die Ergebnisse bedenklich, empfiehlt es sich, Fachleute im Betrieb, z.B. den Betriebsarzt, hinzuzuziehen. Mit ihrer Hilfe und den Vorgesetzten lassen sich gemeinsam Stressfaktoren reduzieren. Im Einzelfall kann es auch ratsam sein, die betriebliche Interessenvertretung einzuschalten.

Anleitung zum Fragebogen

Gehen Sie bitte den Fragebogen durch. Prüfen Sie, wieweit die Aussagen auf Sie, Ihre Gewohnheiten und die Bedingungen, unter denen Sie leben, zutreffen. Entscheiden Sie, wie häufig die Situation bei Ihnen auftritt und wie unangenehm sie Ihnen ist. Setzen Sie ein Kreuz in die entsprechenden Kästchen und multiplizieren Sie Werte für Häufigkeit und Bewertung miteinander. Tragen Sie das Produkt in die Spalte Ergebnis ein. Wiederholen Sie Ihre Selbstanalyse nach einigen Wochen und vergleichen Sie die Ergebnisse.

Je höher das Endergebnis, umso größer ist die Stressbelastung.

Quelle: Der Stress, TK-Broschüre zur gesundheitsbewussten Lebensführung

Mögliche StressorenHäufigkeit x Bewertung = Belastung
niemanchmalhäufigsehr oftnicht störendkaum störendziemlich störendstark störendErgebnis
01230123 
Termindruck         
Zeitnot, Hetze         
Dienstreisen         
Ungenaue, wider- sprüchliche Anweisungen und Vorgaben         
hohe Verantwortung         
Aufstiegswettbewerb, Konkurrenzdruck         
Konflikte mit Kollegen         
Konflikte mit Untergebenen         
Ärger mit dem Chef         
Ärger mit Kunden         
Ungerechtfertigte Kritik an mir         
dauerndes Telefonklingeln und andere Störungen         
Informationsüberflutung         
neuer Aufgaben- oder Verantwortungsbereich         
Lärm         
hochkomplexe Anforderungen         
Anruf von Vorgesetzten         
Autofahren in Stoßzeiten         
Rauchen         
Alkoholgenuss         
Bewegungsmangel         
hohe Eigenansprüche         
mangelhafte Unterstützung         
fehlende Vorbereitung         
eingeschränkter Handlungs- und Entscheidungsspielraum         
Endergebnis