Sicherer Umgang mit Wechselbehältern (BGI 598)

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Abschnitt 7 BGI 598, 7 Begriffe
Abschnitt 7 BGI 598
Sicherer Umgang mit Wechselbehältern (BGI 598)
Titel: Sicherer Umgang mit Wechselbehältern (BGI 598)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: BGI 598
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 7 BGI 598 – 7 Begriffe

Auf- bzw. Abbrücken

sind die branchentypischen Bezeichnungen für das Aufnehmen und Absetzen eines Wechselbehälters.

Befehlseinrichtungen

sind Schalteinrichtungen zum Ingang- und Stillsetzen. Die Betätigung erfolgt mit Stellteilen, z.B. Hebeln, Drucktastern, Joysticks.

Befähigte Person

ist, wer auf Grund seiner Berufsausbildung, Berufserfahrung und zeitnahen beruflichen Tätigkeit erforderliche Fachkenntnisse auf dem Gebiet der Wechselbehälter und Trägerfahrzeuge besitzt, um den arbeitssicheren Zustand zu beurteilen.

TRBS 1203

Befähigte Personen können z.B. auch Betriebsingenieure, -meister oder besonders ausgebildetes Fachpersonal, z.B. Kundendienstmonteure der Hersteller, sein. Befähigte Personen müssen ihre Beurteilung neutral und unbeeinflusst von persönlichen, wirtschaftlichen oder betrieblichen Interessen abgeben. Sie haben bei der Prüfung nicht nur den augenblicklichen Zustand der Wechselbehälter und -fahrzeuge in Betracht zu ziehen. Sie müssen vielmehr auch beurteilen können, wie sich die Wechselbehälter und -fahrzeuge unter betriebsmäßigen Bedingungen verhalten und wie sich Verschleiß, Alterung und dergleichen auf die Sicherheit auswirken können.

Befestigungsbeschläge

sind Verbindungsstellen zwischen Trägerfahrzeug und Wechselbehälter. Sie bestehen aus Drehverschlüssen (Twistlocks) am Fahrzeug und langlochförmigen Befestigungsbeschlägen am Wechselbehälter. Drehverschlüsse gibt es in absenkbarer und nicht absenkbarer Ausführung.

Betriebsanleitungen

werden grundsätzlich als Teil des Produktes angesehen und sind vom Hersteller mitzuliefern.

Gabelstaplertaschen

DIN EN 284

dienen der Aufnahme des Wechselbehälters mit dem Gabelstapler. Wenn vorhanden, müssen Gabelstaplertaschen den Anforderungen der Norm entsprechen.

Greifkanten

DIN EN 284

dienen als Verstärkungspunkte beim Umschlagen des Wechselbehälters mit Greifzangen. Wenn vorhanden, müssen Greifkanten den Anforderungen der Norm entsprechen.

Führungen

ermöglichen das Unterfahren und Aufnehmen des Wechselbehälters ohne Überlastung, Beschädigung und Funktionsbeeinträchtigung von Stützen, Eckbeschlägen, Drehzapfen und anderen Bauteilen. Erreicht wird dies durch Führungsrollen auf dem Fahrzeug und einem Führungstunnel, bzw. Zentriertunnel am Wechselbehälter.

Hubsysteme

sind fest auf dem Wechselbehälterfahrzeug montiert und dienen dem Anheben und Absetzen eines Wechselbehälters. Die Hub-Senkvorrichtung kann für Vorder- und Hinterachse getrennt oder gemeinsam steuerbar ausgeführt sein.

In der Praxis werden sowohl pneumatische Hubsysteme unter Ausnutzung der am Fahrzeug vorhandenen Druckluft als auch hydraulische Hubsysteme eingesetzt.

Lafette

ist die branchentypische Bezeichnung für ein Fahrgestell zur Aufnahme von Wechselbehältern mit Anhänger.

Stützbeinstreben

sind Einrichtungen, welche die Stützbeine an abgestellten Wechselbehältern gegen Umklappen sichern. Sie sind am Stützbein drehbar gelagert und werden am anderen Ende im Gegenlager eingehängt.

Stützbeine

sind Teile des Wechselbehälters, auf denen dieser im abgestellten Zustand steht.

In Transportstellung sind die Stützbeine hochgeklappt, unter dem Wechselbehälterrahmen eingeschoben und gesichert. Stützbeine müssen beidseitig zu verwenden sein.

Man unterscheidet Stützbeine mit fester Länge und teleskopierbare Stützbeine.

Wechselbehälter

(branchentypische Bezeichnung: Wechselbrücken) sind

DIN EN 284

DIN EN 452

DIN EN 12 406

  • mehrfach verwendbare Behälter für den Transport und Umschlag von Stückgütern,

  • geeignet für den Transport auf Schienen- und Straßenfahrzeugen,

  • mit einem Fahrzeug durch Transportmittel verbunden und bilden vorübergehend eine Transporteinheit,

  • Teil der Ladung und daher nicht in das Leergewicht des Trägerfahrzeuges einzubeziehen.

Ihre Maße und Anforderungen sind in Normen festgelegt.

Im Gegensatz zu Containern können Wechselbehälter auf ihren Stützbeinen abgestellt werden. Dies hat den Vorteil, dass sie ohne weitere technische Hilfsmittel wie z.B. Krane gehandhabt werden können.

Wechselbehälterfahrzeuge

DIN 70 014 Teil 1

sind Lkw-Trägerfahrzeuge und Anhänger mit einem Hubsystem zum schnellen und sicheren Aufnehmen, Absetzen und Transportieren von Wechselbehältern. Die Anschlussmaße für die Aufnahme der Wechselbehälter sind genormt.

Schnitt durch ein Wechselbehälterfahrzeug mit Wechselbehälter

Schnellwechsler/Wechselbehälterumsetzer

(branchentypische Bezeichnung: Wiesel)

sind spezielle Lkw-Trägerfahrzeuge mit einem Aufbau zum Aufnehmen, Absetzen und Transportieren von Wechselbehältern und werden im Werkverkehr eingesetzt.