Sicherer Umgang mit Wechselbehältern (BGI 598)

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Abschnitt 2.2 BGI 598, 2.2 Wechselbehälter
Abschnitt 2.2 BGI 598
Sicherer Umgang mit Wechselbehältern (BGI 598)
Titel: Sicherer Umgang mit Wechselbehältern (BGI 598)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: BGI 598
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 2.2 BGI 598 – 2.2 Wechselbehälter

Wechselbehälter müssen dem Stand der Technik entsprechen.

Muster-Prüfbefund

Muster-Checklisten

Bereitstellung und Benutzung der Wechselbehälter werden durch die Betriebssicherheitsverordnung geregelt. Der Unternehmer hat darauf zu achten, die Wechselbehälter über den gesamten Zeitraum der Benutzung in einem sicheren Zustand zu halten.

2.2.1
Bauarten von Wechselbehältern

DIN EN 283

Die wichtigsten Bauarten sind:

  • Kofferbauart

    Völlig geschlossener, gegen die Witterung geschützter Wechselbehälter mit festem Dach, festen Seitenwänden, festen Stirnwänden und einem Boden, wobei mindestens eine der Stirn- oder Seitenwände Türen hat.

  • Pritsche mit Bordwänden

    Wechselbehälter mit klappbaren und/oder feststehenden Bordwänden.

  • Offener Aufbau (Hamburger Verdeck)

    Wechselbehälter mit klappbaren Bordwänden und beweglicher oder abnehmbarer Plane, die üblicherweise von beweglichen oder abnehmbaren Dachträgern (Spriegeln) getragen wird.

  • Seitliches Schiebeverdeck

    Wechselbehälter mit festem Dach, festen Stirnwänden und flexiblen beweglichen Seitenwänden.

  • Isolier-Wechselbehälter (Thermobehälter), Kühl-Wechselbehälter (mit eigenem Kühlaggregat)

  • Wechseltanks

2.2.2
Identifizierung

DIN EN 13 044

Das Identifizierungssystem eines Wechselbehälters dient der Zuordnung.

Identifizierungssystem

Das Identifizierungssystem für Wechselbehälter besteht ausschließlich aus folgenden Elementen, die nur gemeinsam zu verwenden sind:

  • Eigentümerschlüssel: drei Buchstaben

    Der Eigentümerschlüssel besteht aus drei Großbuchstaben.

  • Produktgruppenschlüssel: ein Buchstabe

    Der Produktgruppenschlüssel für europäische Wechselbehälter besteht aus einem der fünf Großbuchstaben A, B, D, E oder K.

  • Registriernummer: sechs Ziffern

    Die Registriernummer muss aus sechs arabischen Ziffern bestehen.

  • Prüfziffer: eine Ziffer

    Gemäß Tabelle Anhang A der DIN EN 13 044

Größen- und Bauartenschlüssel

Wechselbehälter sind deutlich sichtbar mit dem Größen- und Bauartenschlüssel zu kennzeichnen.

Die Größe des Wechselbehälters ist in Übereinstimmung mit dem UIC-Merkblatt UIC 596-6 zu identifizieren, bestehend aus einem technischen Kennzeichen und einer Codenummer für die Längengruppe. Die Bauart des Wechselbehälters wird durch einen Buchstaben und seine wichtigsten Eigenschaften werden durch eine Ziffer verschlüsselt.

Kennzeichnung nach DIN EN 13 044 2000-12

ABCARegistrierter Eigentümer- und Produktgruppenschlüssel
001234Registriernummer
2Prüfziffer
C375/23Länge 7450 mm, Breite 2600 mm, Höhe 2900 mm
ROThermal-Wechselbehälter, stapelbar, mechanisch gekühlt

UIC Plakette nach DIN EN 452 1995-06

1 Wagenbestimmungskode
2  Huckepack-Profilnummer für Wechselbehälter mit einer Breite von maximal 2,5 m für eine Breite von maximal 2,6 m
3
3a
4  Nationalitätsnummer der Huckepack-Gesellschaft
5
6  Kombinummer des Straßenverkehrsunternehmens innerhalb der nationalen Huckepack-Gesellschaft
7
8
9  Zählnummer für die Ladeeinheit jedes einzelnen Straßenverkehrsunternehmens
10
11
12
13 Zulassungsplakette
14 Zulassungsnummer der Eisenbahn (wahlweise)
15 Rahmennummer (alle Zahlen sind anzugeben)
16 Längencode für Wechselbehälter

2.2.3
Kennzeichnung

DIN EN 13 044

Die Kennzeichnung eines Wechselbehälters gibt Hinweise für den betrieblichen Einsatz.

  • Gesamt- und Leergewichte

    Angaben mit dem maximalen Gesamtgewicht und dem Leergewicht in kg sind an der stirnseitigen Türöffnung anzubringen.

  • Verbotszeichen für nicht erlaubte Stapelkonfigurationen

    Nicht stapelbare Wechselbehälter sind mit einem Warnzeichen zu versehen.

  • Warnzeichen für Gefahr durch elektrische Freileitungen

    Warnzeichen sind an alle mit Leitern ausgerüstete Wechselbehälter anzubringen.

  • Höhenmarkierungen

    Für Wechselbehälter die höher als 2,75 m sind.

2.2.4
Hydraulische Bauteile an Wechselbehältern

Bei hydraulisch teleskopierbaren Stützbeinen muss sichergestellt sein, dass bei einem Schlauchbruch der Wechselbehälter seine Standsicherheit nicht verliert.