DGUV Information 210-001 - Sichere Beförderung von Flüssiggasflaschen und Druckg...

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Abschnitt 6.2, 6.2 Beförderung unter den Vorschriften des AD...
Abschnitt 6.2
Sichere Beförderung von Flüssiggasflaschen und Druckgaspackungen mit Fahrzeugen auf der Straße (bisher: BGI/GUV-I 590)
Titel: Sichere Beförderung von Flüssiggasflaschen und Druckgaspackungen mit Fahrzeugen auf der Straße (bisher: BGI/GUV-I 590)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 210-001
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 6.2 – 6.2 Beförderung unter den Vorschriften des ADR

Für Druckgaspackungen und Kartuschen gilt die Verpackungsanweisung P 003 (siehe nachstehenden Auszug) sowie für die Zusammenpackung die Sondervorschrift MP 9 (siehe nachstehenden Auszug). Druckgaspackungen mit Flüssiggas müssen danach in geeignete Außenverpackungen eingesetzt sein.

Versandstücke, die Druckgaspackungen mit Flüssiggas (UN 1950) bzw. Kartuschen mit Flüssiggas (UN 2037) enthalten, dürfen bei Verpackungen aus Pappe die Nettomasse von 55 kg und anderen Verpackungen die Nettomasse von 125 kg nicht überschreiten.(ADR 4.1.4.1 P003, PP 17)
Werden Druckgaspackungen für Flüssiggas auf Paletten verladen und werden die Paletten gestapelt, muss jede Palettenlage gleichmäßig auf der darunter liegenden verteilt sein, wenn nötig durch Einlegen eines Materials von genügender Festigkeit.(ADR 7.5.11, CV 12)
Versandstücke dürfen nicht geworfen oder Stößen ausgesetzt werden. Die Druckgaspackungen für Flüssiggas sind in den Fahrzeugen so zu verladen, dass sie nicht umkippen oder herabfallen können.(ADR 7.5.11, CV 9)

Auszug:

"

P003VERPACKUNGSANWEISUNGP003
Die gefährlichen Güter müssen in geeignete Außenverpackungen eingesetzt sein. Die Verpackungen müssen die Vorschriften der Unterabschnitte 4.1.1.1, 4.1.1.2, 4.1.1.4 und 4.1.1.8 und des Abschnittes 4.1.3 erfüllen und müssen so ausgelegt sein, dass sie den Bauvorschriften des Abschnitts 6.1.4 entsprechen. Es müssen Außenverpackungen verwendet werden, die aus geeignetem Werkstoff hergestellt sind und hinsichtlich ihres Fassungsraums und der vorgesehenen Verwendung eine ausreichende Festigkeit aufweisen und entsprechend ausgelegt sind. Bei der Anwendung dieser Verpackungsanweisung für die Beförderung von Gegenständen oder Innenverpackungen von zusammengesetzten Verpackungen muss die Verpackung so ausgelegt und gebaut sein, dass eine unbeabsichtigte Entladung der Gegenstände unter normalen Beförderungsbedingungen verhindert wird. […]

Anmerkung: Die Sondervorschriften der P003 sind in diesem Auszug nicht wiedergegeben.

MP 9
Darf mit
  • anderen Gütern der Klasse 2,

  • Gütern der übrigen Klassen, soweit eine Zusammenpackung auch für Güter dieser Klassen zugelassen ist,

    und/oder

  • Gütern, die den Vorschriften des ADR nicht unterliegen, in einer für zusammengesetzte Verpackungen des Unterabschnitts 6.1.4.21 vorgesehenen Außenverpackung zusammengepackt werden, wenn sie nicht gefährlich miteinander reagieren

"

Als Außenverpackungen sind Kisten aus Naturholz, Sperrholz, Holzfaserwerkstoffen, Pappe, Kunststoff, Stahl oder Aluminium, soweit sie den anwendbaren Bauvorschriften des Abschnittes 6.1.4 des ADR entsprechen, zugelassen. Werden Versandstücke in eine Umverpackung eingesetzt, muss diese deutlich sichtbar mit dem Ausdruck "UMVERPACKUNG" gekennzeichnet sein. Auch die Umverpackung muss mit den UN-Nummern der enthaltenen Gefahrgüter und Gefahrzetteln versehen sein, wenn die auf den in der Umverpackung enthaltenen Versandstücken befindlichen Kennzeichnungen nicht mehr deutlich sichtbar sind.

Im Übrigen hängt der Umfang der anzuwendenden Vorschriften des ADR von der Gefahrgutmenge (Erleichterungen bei Kleinmengen bis 1000 Punkte) ab. Druckgaspackungen und kleine Gasgefäße wie z.B. Brenngaskartuschen sind den UN-Nummern 1950 und 2037 zugeordnet. Deren Beförderungskategorie hängt vom Gefahrenpotential ihres Inhaltes ab. Maßgeblich für die Berechnung der Punktesumme ist die beförderte Bruttomasse.Für die Beförderung von Leergut siehe Ziffer 5.1 dieser Information.