DGUV Information 210-001 - Sichere Beförderung von Flüssiggasflaschen und Druckg...

Online-Shop für Schriften

Jetzt bei uns im Shop bestellen

Jetzt bestellen
Abschnitt 7.1, 7.1 Mitzuführende Papiere
Abschnitt 7.1
Sichere Beförderung von Flüssiggasflaschen und Druckgaspackungen mit Fahrzeugen auf der Straße (bisher: BGI/GUV-I 590)
Titel: Sichere Beförderung von Flüssiggasflaschen und Druckgaspackungen mit Fahrzeugen auf der Straße (bisher: BGI/GUV-I 590)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 210-001
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 7.1 – 7.1 Mitzuführende Papiere

Außer den nach anderen Vorschriften, z.B. Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO), erforderlichen Papieren, wie Fahrerlaubnis, Fahrzeugschein, müssen im Fahrzeug unter anderem mitgeführt werden:

7.1.1 Beförderungspapier

Bei Gefahrgutmenge über 1000 Punkte:ADR 8.1.2
Beförderungspapier gemäß Anhang 2.ADR 5.4.1

Bei Kleinmenge bis 1000 Punkte:

Ein vollständig ausgefülltes Beförderungspapier ist nur erforderlich, wennGGAV
  1. a.

    das Gefahrgut zur Beförderung an Dritte (andere Firma, Spedition) übergeben wird

    oder

  2. b.

    in einem Fahrzeug gefährliche Güter von mehr als einem Absender befördert werden. Dann ist pro Absender ein Beförderungspapier mit Angabe der Mengen mitzuführen.

Werden Kleinmengen nur zwischen eigenen Betriebsstätten und mit eigenen Mitarbeitern befördert ist kein Beförderungspapier erforderlich. Rechtsgrundlage ist GGAV Ausnahme Nr. 18(S).

Es wird aber empfohlen, z.B. für den Fall einer Verkehrskontrolle, eine Kopie des wesentlichen Textes dieser Ausnahme mitzuführen (Anhang 3).

Alternativ kann ein Beförderungspapier mit dem Vermerk: "Beförderung ohne Überschreitung der in Unterabschnitt ADR 1.1.3.6 festgesetzten Freigrenzen" ausgefüllt und mitgeführt werden (Siehe Anhang 2).

7.1.2 Schulung des Fahrzeugführers

Bei Gefahrgutmenge über 1000 Punkte:ADR 8.2
Der Fahrzeugführer muss erfolgreich an einem Schulungskurs teilgenommen haben und die ADR-Schulungsbescheinigung mitführen. Die ADR Bescheinigung gilt 5 Jahre.ADR 8.2.2

Bei Kleinmengen bis 1000 Punkte:

Der Fahrzeugführer muss wie alle weiteren beteiligten Personen entsprechend seiner Verantwortlichkeit und Funktion unterwiesen worden sein. (Siehe Ziffer 7.1.3)ADR 8.2.3

7.1.3 Unterweisung aller beteiligten Personen

(außer Fahrzeugführer mit ADR-Bescheinigung)ADR 1.3
Jede Person, die mit der Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße befasst ist (z.B. beladendes und entladendes Personal), muss entsprechend ihrer Verantwortlichkeiten und Funktion eine Unterweisung erhalten haben. Ziel der Unterweisung ist es, dem Personal die sichere Handhabung und die Notfallmaßnahmen zu verdeutlichen. Die Unterweisungsinhalte müssen regelmäßig aufgefrischt, gegebenenfalls aktualisiert und die Unterweisung dokumentiert werden. Die Unterlage ist vom Arbeitgeber aufzubewahren.ADR 8.2.3

Die Unterweisung und Auffrischungsunterweisung für an der Beförderung Beteiligte muss folgendes beinhalten:

  • Aufgaben und Verantwortlichkeiten nach den Vorschriften zur Beförderung gefährlicher Güter,

  • von den beförderten Gütern ausgehende Gefahren,

  • Art und Erkennung der Sicherungsrisiken,

  • Verfahren zur Verringerung dieser Risiken,

  • Maßnahmen bei einem Unfall oder Notfall.

7.1.4 Unterweisung nach Gefahrstoffverordnung

Neben der Unterweisung nach gefahrgutrechtlichen Bestimmungen (Ziffer 7.1.2 und 7.1.3) müssen alle Personen, die Tätigkeiten mit Gefahrstoffen wie z.B. Flüssiggas ausführen, eine Unterweisung gemäß Gefahrstoffverordnung erhalten.GefStoffV § 14

In der Praxis empfiehlt es sich, die mindestens einmal jährlich durchzuführende Unterweisung nach Gefahrstoffverordnung auf die Inhalte nach den gefahrgutrechtlichen Bestimmungen auszudehnen.

Inhalt und Zeitpunkt der Unterweisung nach Gefahrstoffverordnung sind schriftlich festzuhalten und vom Unterwiesenen durch Unterschrift zu bestätigen.

7.1.5 Lichtbildausweis

(Bei Kleinmenge bis 1000 Punkte nicht erforderlich)ADR 8.1.2.1

Jedes Mitglied der Fahrzeugbesatzung hat einen Lichtbildausweis (z.B. Personalausweis) mitzuführen.

7.1.6 Schriftliche Weisung

(Bei Kleinmenge bis 1000 Punkte nicht erforderlich)ADR 8.1.2
Die schriftlichen Weisungen für die Fahrzeugbesatzung über Maßnahmen bei einem Unfall oder Notfall (Anhang 4) sind vollständig, in der Sprache der Fahrzeugbesatzung und in farbigem Ausdruck in der Kabine der Fahrzeugbesatzung mitzuführen. Der Beförderer hat dafür zu sorgen, dass die Mitglieder der Fahrzeugbesatzung deren Inhalt verstanden haben und anwenden können.ADR 5.4.3