DGUV Information 250-002 - Empfehlungen zur Hepatitis-A-Prophylaxe bei Tätigkeit...

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Abschnitt 2, Präventionsmaßnahmen
Abschnitt 2
Empfehlungen zur Hepatitis-A-Prophylaxe bei Tätigkeiten mit Kontakt zu Abwasser (bisher: BGI 586)
Titel: Empfehlungen zur Hepatitis-A-Prophylaxe bei Tätigkeiten mit Kontakt zu Abwasser (bisher: BGI 586)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 250-002
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 2 – Präventionsmaßnahmen

2.1
Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen

2.1.1
Pflichtuntersuchungen

In den Bereichen "Kläranlagen, Kanalisation" mit den Expositionsbedingungen "Tätigkeiten mit regelmäßigem Kontakt zu fäkalienhaltigen Abwässern oder mit fäkalienkontaminierten Gegenständen" sind laut Biostoffverordnung arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen zu veranlassen.

2.1.2
Angebotsuntersuchungen

Darüber hinaus sind bei nicht gezielten Tätigkeiten mit dem HA-Virus der Schutzstufe 2 nach der Biostoffverordnung Untersuchungen anzubieten, es sei denn, nach der Gefährdungsbeurteilung und auf Grund der getroffenen Schutzmaßnahmen ist nicht von einer Infektionsgefährdung auszugehen (siehe § 15a Abs. 5 Nr. 2 der Biostoffverordnung).

2.1.3
Untersuchungsdurchführung

Anhaltspunkte für den Arzt zur Durchführung der arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen nach der Biostoffverordnung gibt der Berufsgenossenschaftliche Grundsatz für arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen G 42 "Tätigkeiten mit Infektionsgefährdung".

2.2
Schutzmaßnahmen

Grundsätzlich sind unabhängig von erforderlichen arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen bei Tätigkeiten mit Kontakt zu fäkalienhaltigen Abwässern die allgemeinen Hygienemaßnahmen nach den Technischen Regeln für biologische Arbeitsstoffe TRBA 500 "Allgemeine Hygienemaßnahmen; Mindestanforderungen" anzuwenden. Außerdem sind geeignete technische, organisatorische und persönliche Schutzmaßnahmen zu veranlassen.