DGUV Information 250-002 - Empfehlungen zur Hepatitis-A-Prophylaxe bei Tätigkeit...

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Abschnitt 1, Bedeutung und Vorkommen der Hepatitis A
Abschnitt 1
Empfehlungen zur Hepatitis-A-Prophylaxe bei Tätigkeiten mit Kontakt zu Abwasser (bisher: BGI 586)
Titel: Empfehlungen zur Hepatitis-A-Prophylaxe bei Tätigkeiten mit Kontakt zu Abwasser (bisher: BGI 586)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 250-002
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 1 – Bedeutung und Vorkommen der Hepatitis A

Wichtigste Infektionsgefährdung und Anlass für eine Impfung gegen das Hepatitis-A-Virus (HAV) stellt auch heute der Auslandsaufenthalt in einem Land mit hohem HAV-Vorkommen in der Bevölkerung dar.

Auf Grund des geringen Vorkommens der Hepatitis A in der Bundesrepublik sind Epidemien oder Endemien in den letzten Jahren allenfalls sehr umschrieben aufgetreten. Die meisten HAV-Erkrankungen wurden aus Ländern mit hoher Virusverbreitung importiert. So ist die Zahl der meldepflichtigen Krankheitsfälle von 1827 im Jahre 2004 auf 1144 im Jahre 2005 zurückgegangen (Ergänzung zum Epidemiologischen Bulletin Nr.50 des RKI vom 28. Dezember 2005).

Auch das Risiko einer HAV-Infektion in der Arbeitswelt beschränkt sich dadurch hierzulande auf bestimmte Bereiche, was sich an der relativ geringen Bedeutung der Hepatitis A als Berufskrankheit zeigt. Insgesamt wurden im Bereich der gewerblichen Berufsgenossenschaften in den drei Jahren 2002 bis 2004 nur 15 bestätigte Fälle registriert. Ein höheres Risiko, am Arbeitsplatz durch Hepatitis A-Viren zu erkranken, wird auch durch neuere epidemiologische Untersuchungen nicht belegt.