DGUV Information 250-001 - Berufliche Beurteilung bei Epilepsie und nach erstem ...

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Abschnitt 6, 6 Abbildungen 2-17
Abschnitt 6
Berufliche Beurteilung bei Epilepsie und nach erstem epileptischen Anfall (DGUV Information 250-001)
Titel: Berufliche Beurteilung bei Epilepsie und nach erstem epileptischen Anfall (DGUV Information 250-001)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 250-001
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 6 – 6 Abbildungen 2-17

Tätigkeiten mit Absturzgefahr

 GefährdungskategorieTätigkeiten über 3 m oder Tätigkeiten mit erhöhter AbsturzgefahrTätigkeiten bis 3 m über festem Boden ohne AbsturzsicherungTätigkeiten bis 1 m über festem Boden ohne Absturzsicherung (z. B. Bockgerüste)
Langfristige Anfallsfreiheit:
  • Anfallsfrei >= 5 Jahre ohne antiepileptische Therapie

 (+)(+)(+)
Mittelfristige Anfallsfreiheit:
  • Anfallsfrei >= 1 Jahr nach operativer Therapie

  • Anfallsfrei >= 2 Jahre unter Pharmakotherapie

  • Anfälle nur aus dem Schlaf >= 3 Jahre unter Pharmakotherapie

  • Kategorie "0" >= 1 Jahr

 (-)(+)(+)
Anfälle <= 2/JahrA(-)(+)(+)
B(-)(+)(+)
C(-)(-)(-)
D(-)(-)(-)
Anfälle >= 3/JahrA(-)(+)(+)
B(-)(-)(+)
C(-)(-)(+)
D(-)(-)(+)
Abb. 2 Tätigkeiten mit Absturzgefahr
(+) grundsätzlich keine Bedenken
(-) nicht möglich

Beispiele für Tätigkeiten mit erhöhter Absturzgefahr in unterschiedlichen Berufen

 Tätigkeiten über 3 m oder Tätigkeiten mit erhöhter AbsturzgefahrTätigkeiten bis 3 m über festem Boden ohne AbsturzsicherungTätigkeiten bis 1 m über festem Boden ohne Absturzsicherung (z. B. Bockgerüste)
 berufsbestimmendgelegentlich vorkommendberufsbestimmendgelegentlich vorkommendberufsbestimmendgelegentlich vorkommend
Gerüstbauer, Antennenbauer, Freileitungsmonteur, Dachdecker, Zimmermann, SchornsteinfegerX     
Elektroinstallateur, Betonbauer, Stahlbauschlosser, Fernsehmonteur, Maurer XX   
Gärtner, Dekorateur, Gebäudereiniger, Tiefbauarbeiter   XX 
Abb. 3 Beispiele für Tätigkeiten mit erhöhter Absturzgefahr in unterschiedlichen Berufen

Fahr-, Steuer- und Überwachungstätigkeiten

Fahr-, Steuer- und Über-
wachungstätigkeiten
Gefähr-
dungskate-
gorie
FlurförderzeugeHubarbeits-
bühnen
ErdbaumaschinenHebezeuge, z. B. Hebebüh-
nen, Grubenheber, Krane 4)
Stapler, Re-
galbedien-
geräte
Mitgänger-
Flurförder-
zeuge 2)
als Mitgän-
ger bedient
Mit Fahrersitz
Langfristige Anfallsfreiheit:
  • Anfallsfrei >= 5 Jahre ohne antiepileptische Therapie

 (+)(+)(+)(+)(+)(+)
Mittelfristige Anfallsfreiheit:AM 1) (+)(+)(+)(-)(+) 2 Jahre unter Pharmakotherapie
  • Anfallsfrei >= 1 Jahr nach operativer Therapie

B(+) 1) (+)(+)(+)(-)(+) 2 Jahre unter Pharmakotherapie
  • Anfallsfrei >= 1 Jahr unter Pharmakotherapie

C(+) 1) (+)(+)(+)(-)(-)
  • Anfälle nur aus dem Schlaf >= 3 Jahre unter Pharmakotherapie

D(+) 1) (+)(+) 2 Jahre unter Pharmakotherapie(+)(-)(-)
  • Kategorie "0" >= 1 Jahr

Anfälle <= 2/JahrA(-)(+)(+)(-) 3) (-)(-)
B(-)(+)(-)
C(+)(+)(-)
D(-)(-)(-)
Anfälle >= 3/JahrA(+)(+)(-)
B(-)(+)(-)
C(+)(+)(-)
D(-)(-)(-)
Abb. 4 Fahr-, Steuer- und Überwachungstätigkeiten
1)

Bei hohem Gefährdungspotenzial durch Geschwindigkeit, Kollisionsgefahr, heiße Oberflächen, große Massen, Schwerpunktlage, Gefahrstoffrisiken ist "langfristige Anfallsfreiheit" erforderlich.

2)

Vorausgesetzt, es besteht eine Sicherung, die beim Loslassen des Bedienungsschalters/der Deichsel das Gerät zum Stillstand bringt.

3)

Ggf. Einzelfallentscheidung bei risikoarmer Umgebung, unter Berücksichtigung des Gefährdungspotenzial der Maschine und der Umgebung, z. B. wenn der Gefahrenbereich um das Gerät abgesperrt ist.

4)

Ausgeschlossen, wenn Absenkung vom Boden aus nicht möglich/oder das Absenken >= 10 min dauert; ggf. Einzelfallentscheidung bei risikoarmer Umgebung, unter Berücksichtigung des Gefährdungspotenzials der Maschine und der Umgebung.

Information
Falls das Fahrzeug für den Straßenverkehr zugelassen ist (und somit einer Fahrerlaubnisklasse zugeordnet werden kann), gelten die gesundheitlichen Voraussetzungen nach der Fahrerlaubnisverordnung bzw. den Begutachtungsleitlinien für die Kraftfahrereignung.
Falls das Fahrzeug nicht für den Straßenverkehr zugelassen ist (und somit nicht einer Fahrerlaubnisklasse zugeordnet werden kann), und nicht eine Gerätegruppe in der Abbildung zutrifft, ist das Gewicht das entscheidende Kriterium. Ab 3.500 kg Fahrzeuggewicht gelten dann die gesundheitlichen Voraussetzungen für die Fahrerlaubnisklassen der Gruppe 2.
Grundsätzlich ist bei besonderen Gefährdungssituationen eine Einzelfallbeurteilung vorzunehmen, auch bei für den Straßenverkehr zugelassenen Fahrzeugen.

Tätigkeiten in Prozessleitsystemen

 Gefährdungs-
kategorie
Prozessleitsysteme 1)
Leitstände, Messwarten, Überwachungszentralen, Stellwerke
Langfristige Anfallsfreiheit:
  • Anfallsfrei >= 5 Jahre ohne antiepileptische Therapie

 (+)  
Mittelfristige Anfallsfreiheit:A(+)wenn Anfälle nur wenige Sekunden
  • Anfallsfrei >= 1 Jahr nach operativer Therapie

  • Anfallsfrei >= 1 Jahre unter Pharmakotherapie

(-)wenn Anfälle länger und keine Person, die eingreifen kann, anwesend
  • Anfälle nur aus dem Schlaf >= 3 Jahre unter Pharmakotherapie

B(+)wenn Bewusstseinsstörung nur wenige Sekunden und verzögerte Reaktion, keine Gefahr
  • Kategorie "0" >= 1 Jahr oder:

    Anfälle <= 2/Jahr

(-)wenn Bewusstseinsstörung länger
 C(+)wenn Person, die eingreifen kann, anwesend und verzögerte Reaktion, keine Gefahr
(-)wenn keine Person, die eingreifen kann, anwesend und rasche Reaktion erforderlich
 D(-) 
Anfälle >= 3/JahrA(-) 
B(-) 
C(-) 
C(-) 
Abb. 5 Tätigkeiten in Prozessleitsystemen
1)

Bei Tätigkeiten, die einer ununterbrochenen Aufmerksamkeit bedürfen und die mit einer sehr hohen Fremdgefährdung einhergehen, dauernde gesundheitliche Bedenken. Beispiel: Schleusenwärter (Druckluftschleuse) im Tiefbau/Caissonbaustellen

 Berufe
Beispielhafte Risiken
  • mechanische Verletzungen durch z. B. rotierende, ungeschützte Teile,

  • schwere Materialien/Werkzeuge - Absturzgefahr

  • Hitze-/Kältearbeiten

  • Tätigkeiten in engen Räumen

  • Alleinarbeit

Gießereimechaniker/in
  • FR Druck u. Kokillenguss

  • FR Handformguss

  • FR Maschinenformguss

Konstruktionsmechaniker/in Metallbauer/in FR Konstruktionstechnik Verfahrensmechaniker/in für Beschichtungstechnik Verfahrensmechaniker - Hütten-/Halbzeugindustrie
  • FR Eisen-Stahl-Metall

  • FR Nicht Eisen/Metallumformung

  • FR Nicht Eisen Umformung

  • FR Stahl Umformung

Anlagenmechaniker/in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik 2)
Anlagenmechaniker/in
Fertigungsmechaniker/in
Feinwerkmechaniker
Fluggerätmechaniker/in
Industriemechaniker/in
Maschinen- und Anlagenführer/in
Mechaniker/in für Land- und Baumaschinentechnik
Mechatroniker/in
Mechatroniker/in für Kältetechnik 2)
Metallbauer/in
FR Metallgestaltung
Metallbauer/in
FR Nutzfahrzeugbau
Orthopädiemechaniker/in und Bandagist
Teilezurichter/in
Werkstoffprüfer/in
Werkzeugmechaniker/in
Zerspanungsmechaniker/in
Zweiradmechaniker/in
(FR Motorradtechnik)
Langfristige Anfallsfreiheit
  • Anfallsfrei >= 5 Jahre ohne antiepileptische Therapie

Mittelfristige Anfallsfreiheit
  • Anfallsfrei >= 1 Jahr nach operativer Therapie

  • Anfallsfrei >= 1 Jahr unter Pharmakotherapie

  • Anfälle nur aus dem Schlaf >= 3 Jahre unter Pharmakotherapie

  • Kategorie "0" >= 1 Jahr

1)
Anfälle <= 2/JahrA 1)
B 1)
C 1)
D 1)
Anfälle >= 3/JahrA 1)
B 1)
C 1)
D 1)
Abb. 6 Beispiele maschinenbautechnischer Berufe
grundsätzlich keine Bedenken
möglich in der Mehrzahl der Arbeitsplätze
möglich in besonderen Fällen
1)

Gesonderte Beurteilung: Tätigkeiten mit Absturzgefahr und bei Tätigkeiten, bei denen Fahreignung Voraussetzung ist

2)

nur bei Anfallsfreiheit >= 2 Jahre unter Pharmakotherapie

Ausbildungsberuf für Menschen mit Behinderung im Metallbereich und die Ausbildungsberufe, an denen sich die Gefährdungsbeurteilung orientieren sollte

Berufsbezeichnung in der rechtlichen Grundlage § 66 BBiG/§ 42 m HwOVollberuf an dem sich die Ausbildung orientiert (s. Berufe in Hinweistafel 5)
Fachpraktiker/in für Anlagenmechaniker SHKAnlagenmechaniker/in - Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik
Metallfachpraktiker/in
Metallfachwerker/in
Metallfachwerker/in
Fachwerker/in für Metallbautechnik
Fachpraktiker/in für Metallbau
Metallbauer/in
Metallfeinbearbeiter/in
Dreher-Fachwerker/in
Fräser-Fachwerker/in
Metallbearbeiter/in
Metallbearbeiter/in - Fachrichtung Schlosser
Schlosser-Fachwerker/in
Werkzeugmaschinenwerker/in Drehen
Industriemechaniker/in
Feinwerkmechaniker/in
Zerspanungsmechaniker/in
Fachpraktiker/in für Zerspanungsmechanik
Werkzeugmaschinenspaner/in - Fachrichtung Fräsen
Werkzeugmaschnenspaner/in
Werkzeugmaschinenspaner/in CNC-Technik Fräsen
Werkzeugmaschinenspaner/in - Drehen
Zerspanungsmechaniker
Fachwerker/in - FeinwerktechnikFeinwerkmechaniker/in
Industriefachhelfer/inIndustriemechaniker/in
Maschinen- und Anlagenführer/in
Teilezurichter/in
Zerspanungsmechaniker/in
Metallwerker/in
Schlosserwerker/in
Industriemechaniker/in
Feinwerkmechaniker/in
Konstruktionsmechaniker/in
Metallbauer/in
Teilezurichter/in
Zerspanungsmechaniker/in
Fachwerker/in - Qualitätssicherung
Qualitätsfachmann/frau/Längenprüftechnik (DGQ-Ausbildung)
Qualitätsfachmann/frau
Werkstoffprüfer/in
Elektro- und Schutzgasschweißer/in
Schweißwerker/in - Gasschmelzschweißen
Schweißwerker/in
Schweißfachwerker/in
Schweißwerker/in - Lichtbogenschweißen
Anlagenmechaniker/in
Konstruktionsmechaniker/in
Abb. 6a Ausbildungsberuf für Menschen mit Behinderung im Metallbereich und die Ausbildungsberufe, an denen sich die Gefährdungsbeurteilung orientieren sollte

Elektrotechnische Berufe

 Berufe 2)
Beispielhafte Risiken
  • Fehlprogrammierung

  • Tätigkeiten an elektrischen Anlagen

Elektroniker/in
  • Maschinen u. Antriebstechnik

  • Automatisierungstechnik (Industrie, Handwerk)

  • Betriebstechnik

  • Geräte und Systeme

  • Energie u. Gebäudetechnik (Handwerk)

Informationselektroniker
Langfristige Anfallsfreiheit
  • Anfallsfrei >= 5 Jahre ohne antiepileptische Therapie

Mittelfristige Anfallsfreiheit
  • Anfallsfrei >= 1 Jahr nach operativer Therapie

  • Anfallsfrei >= 1 Jahre unter Pharmakotherapie

  • Anfälle nur aus dem Schlaf >= 3 Jahre unter Pharmakotherapie

  • Kategorie "0">= 1 Jahr

1)
Anfälle <= 2/JahrA 1)
B 1)
C 1)
D 1)
Anfälle >= 3/JahrA 1)
B 1)
C 1)
D
Abb. 7 Elektrotechnische Berufe
grundsätzlich keine Bedenken
möglich in der Mehrzahl der Arbeitsplätze
möglich in besonderen Fällen
1)

Gesonderte Beurteilung: Tätigkeiten mit Absturzgefahr und bei Tätigkeiten, bei denen Kraftfahreignung Voraussetzung ist

2)

bei Tätigkeiten, die die Berechtigung für "Arbeiten unter Spannung" nach DGUV Regel 103-011 (11) voraussetzen, langfristige Anfallsfreiheit

Ausbildungsberuf für Menschen mit Behinderung im Elektrobereich und die Ausbildungsberufe, an denen sich die Gefährdungsbeurteilung orientieren sollte

Berufsbezeichnung in der rechtlichen Grundlage § 66 BBiG/§ 42 m HwOVollberuf, an dem sich die Ausbildung orientiert
Fachpraktiker/in elektr. Geräte u. Systeme
Elektrogerätefachkraft
Elektrogerätemechaniker/in
Elektronikfachkraft
Nachrichtengerätemechaniker/in
Elektroniker/in - Geräte und Systeme
Fachpraktiker/in elektrische Geräte
Elektrogerätemechaniker/in
Elektrogerätezusammenbauer/in
Elektronikfachkraft
Elektroniker/in - Geräte und Systeme Elektroniker/in für Maschinen- und Antriebstechnik Industrieelektriker/in Informationselektroniker/in
Fachpraktiker/in für Elektroniker
Elektrowerker/in
Bearbeiter/in für Elektroinstallationen
Elektroinstallationsbearbeiter/in
Elektroinstallationspraktiker/in
Elektroinstallationswerker/in
Fachpraktiker/in für Elektroniker Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik
Fachpraktiker/in im Elektroniker-Handwerk Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik
Elektroniker/in der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik
Abb. 7a Ausbildungsberuf für Menschen mit Behinderung im Elektrobereich und die Ausbildungsberufe, an denen sich die Gefährdungsbeurteilung orientieren sollte

Gesundheitswesen - Krankenpflege

 GrundausbildungWeiterbildung
Beispielhafte Risiken Fremdgefährdung möglich bei
  • Notfallsituationen, die ständige Verfügbarkeit erfordern

  • Alleinarbeit

  • Sicherung von Patienten

  • Schichtarbeit, Nachtdienste

Gesundheits- und Krankenpfleger/in Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/inFachkrankenschwester/-pfleger - Intensivpflege/Anästhesie/
Operations-/Endoskopiedienst Hebamme/Entbindungspfleger
Fachkrankenschwester/-pfleger - OnkologieFachkrankenschwester/-pfleger - Psychiatrie, Rehabilitation und Langzeitpflege, Palliativ- und Hospizpflege, klinische GeriatrieFachkrankenschwester/-pfleger für Hygiene Lehrkraft in Schulen im Gesundheitswesen Pflegedielstleiter/in, Stationsleiter/in der Kranken-/Alten-/Kinderkrankenpflege
Langfristige Anfallsfreiheit
  • Anfallsfrei >= 5 Jahre ohne antiepileptische Therapie

1) 1) 1) 1)
Mittelfristige Anfallsfreiheit
  • Anfallsfrei >= 1 Jahr nach operativer Therapie

  • Anfallsfrei >= 1 Jahr unter Pharmakotherapie

  • Anfälle nur aus dem Schlaf >=3 Jahre unter Pharmakotherapie

  • Kategorie "0" >= 1 Jahr

1) 1) , 2) 1) 1)
Anfälle <= 2/JahrA 1) 1)
B 1) 1)
C
D
Anfälle >= 3/JahrA 1) 1)
B
C
D
Abb. 8 Gesundheitswesen - Krankenpflege
grundsätzlich keine Bedenken
möglich in der Mehrzahl der Arbeitsplätze
möglich in besonderen Fällen
1)

wenn Bedenken gegen Nachtschicht

2)

anfallsfrei >= 2 Jahre unter Pharmakotherapie

Gesundheitswesen - Kinderkrankenpflege

 GrundausbildungWeiterbildung
Beispielhafte Risiken Fremdgefährdung möglich bei
  • Notfallsituationen, die ständige Verfügbarkeit erfordern

  • Alleinarbeit

  • Sicherung von Patienten

  • Schichtarbeit, Nachtdienste

Fachkinderkrankenschwester/-pflegerFachkinderkrankenschwester/
-pfleger-Intensivpflege/
Anästhesie/Operations-/Endoskopiedienst
Fachkinderkrankenschwester/-pfleger für Onkologie PatientenFachkinderkrankenschwester/-pfleger - Psychiatrie/Rehabilitation u. Langzeitpflege/Palliativ u. HospizpflegeFachkinderkrankenschwester/-pfleger für Hygiene Lehrkraft in Schulen im Gesundheitswesen Pflegedielstleiter/in, Stationsleiter/in der Kranken-/Alten-/Kinderkrankenpflege
Langfristige Anfallsfreiheit
  • Anfallsfrei >= 5 Jahre ohne antiepileptische Therapie

1) 1) 1) 1)
Mittelfristige Anfallsfreiheit
  • Anfallsfrei >= 1 Jahr nach operativer Therapie

  • Anfallsfrei >= 1 Jahr unter Pharmakotherapie

  • Anfälle nur aus dem Schlaf >= 3 Jahre unter Pharmakotherapie

  • Kategorie "0" >= 1 Jahr

1) , 2) 1) , 2) 1) , 2) 1)
Anfälle <= 2/JahrA 1)
B 1)
C
D
Anfälle >= 3/JahrA 1)
B
C
D
Abb. 9 Gesundheitswesen - Kinderkrankenpflege
grundsätzlich keine Bedenken
möglich in der Mehrzahl der Arbeitsplätze
möglich in besonderen Fällen
1)

wenn Bedenken gegen Nachtschicht

2)

anfallsfrei >= 2 Jahre unter Pharmakotherapie

Gesundheitswesen - Altenpflege

 GrundausbildungWeiterbildung
Beispielhafte Risiken Fremdgefährdung möglich bei
  • Notfallsituationen, die ständige Verfügbarkeit erfordern

  • Alleinarbeit

  • Sicherung von Patienten

  • Schichtarbeit, Nachtdienste

Altenpfleger/in Altenpflegehelfer/inFachaltenpfleger/in - OnkologieFachaltenpfleger/in - klinische Geriatrie u. Rehabilitation, Palliativ- u. Hospizpflege, PsychiatrieLehrkraft in Schulen im Gesundheitswesen Pflegedienstleiter/in, Stationsleiter/in in der Kranken-/Alten-/Kinderkrankenpflege
Langfristige Anfallsfreiheit
  • Anfallsfrei >= 5 Jahre ohne antiepileptische Therapie

1) 1) 1)
Mittelfristige Anfallsfreiheit
  • Anfallsfrei >= 1 Jahr nach operativer Therapie

  • Anfallsfrei >= 1 Jahr unter Pharmakotherapie

  • Anfälle nur aus dem Schlaf >= 3 Jahre unter Pharmakotherapie

  • Kategorie "0" >= 1 Jahr

1) 1) 1)
Anfälle <= 2/JahrA 1) 1)
B 1) 1)
C
D
Anfälle >= 3/JahrA 1) 1)
B
C
D
Abb. 10 Gesundheitswesen - Altenpflege
grundsätzlich keine Bedenken
möglich in der Mehrzahl der Arbeitsplätze
möglich in besonderen Fällen
1)

wenn Bedenken gegen Nachtschicht

Nichtärztliche Heilberufe

  
Beispielhafte Risiken
Eigengefährdung durch
  • Ertrinken 3)

  • Verbrennungen 4)

  • Arbeit an Maschinen mit ungeschützten rotierenden Teilen 5)

Fremdgefährdung bei
  • Applikation von Bädern

  • unzureichender Sicherung von Patienten

  • Wärmetherapie

  • Elektrotherapie

  • fehlender Beaufsichtigung

Physiotherapeut/in 1) Masseur/in und medizinische/r Bademeister/inArbeits- und Beschäftigungstherapeut/in/Ergotherapeut/in
Langfristige Anfallsfreiheit
  • Anfallsfrei >=5 Jahre ohne antiepileptische Therapie

Mittelfristige Anfallsfreiheit
  • Anfallsfrei >= 1 Jahr nach operativer Therapie

  • Anfallsfrei >= 1 Jahr unter Pharmakotherapie

  • Anfälle nur aus dem Schlaf >= 3 Jahre unter Pharmakotherapie

  • Kategorie "0" >= 1 Jahr

2)
Anfälle <=2/JahrA
B
C
D
Anfälle >= 3/JahrA
B
C
D
Abb. 11 Nichtärztliche Heilberufe
grundsätzlich keine Bedenken
möglich in der Mehrzahl der Arbeitsplätze
möglich in besonderen Fällen
1)

weitere Einschränkungen können sich bei fehlender Fahreignung ergeben

2)

anfallsfrei >= 2 Jahre unter Pharmakotherapie

3)

gilt für Masseur/in und medizinische/r Bademeister/in

4)

gilt für Physiotherapeut/in und Masseur und medizinischen Bademeister

5)

gilt für Arbeits-, Beschäftigungstherapeut/in

Gesundheitswesen - Klinische Psychologie, Sprachtherapie, Sportlehrer für Behindertensport

  
Beispielhafte Risiken
Eigengefährdung durch
  • Ertrinken

Fremdgefährdung bei
  • Therapeutischem Schwimmen

  • Sicherung von Patienten

  • Fehlender Beaufsichtigung

Klinische Psychologie/PsychotherapieSprachtherapie/LogopädieDipl. Sportlehrer für Behindertensport und Rehabilitation
Langfristige Anfallsfreiheit
  • Anfallsfrei >=5 Jahre ohne antiepileptische Therapie

Mittelfristige Anfallsfreiheit
  • Anfallsfrei >= 1 Jahr nach operativer Therapie

  • Anfallsfrei >= 1 Jahr unter Pharmakotherapie

  • Anfälle nur aus dem Schlaf >= 3 Jahre unter Pharmakotherapie

  • Kategorie "0" >= 1 Jahr

Anfälle <= 2/JahrA
B
C
D
Anfälle >= 3/JahrA
B
C
D
Abb. 12 Gesundheitswesen - Klinische Psychologie, Sprachtherapie, Sportlehrer für Behindertensport
grundsätzlich keine Bedenken
möglich in der Mehrzahl der Arbeitsplätze
möglich in besonderen Fällen

Gesundheitswesen - Medizinisch-technische Assistenten

  
Beispielhafte Risiken
Eigengefährdung durch
  • ätzendes Material, splitterndes Glas

  • infektiöses Material

Fremdgefährdung bei
  • Fehlbestimmungen

  • Patienten nicht sichern

Medizinisch-technische(r) Laboratoriumsassistent/in, veterinärmedizinische(r) Assistent/in, medizinische Sektions- und Präparationsassistent/in, medizinisch-technische(r) Assistentin für Funktionsdiagnostik, medizinisch-technische(r) Radiologieassistent/inPharmazeutisch-technische(r) Assistent/in, Morphologieassistent/in, Zytologieassistent/in, Orthoptist/in, Desinfektor/in
Langfristige Anfallsfreiheit
  • Anfallsfrei >=5 Jahre ohne antiepileptische Therapie

1) 1)
Mittelfristige Anfallsfreiheit
  • Anfallsfrei >= 1 Jahr nach operativer Therapie

  • Anfallsfrei >= 1 Jahr unter Pharmakotherapie

  • Anfälle nur aus dem Schlaf >= 3 Jahre unter Pharmakotherapie

  • Kategorie "0" >= 1 Jahr

1) 1)
Anfälle <= 2/JahrA 1) 1)
B 1) 1)
C 1)
D 1)
Anfälle >=3/JahrA 1) 1)
B 1)
C
D
Abb. 13 Gesundheitswesen - Medizinisch-technische Assistenten
grundsätzlich keine Bedenken
möglich in der Mehrzahl der Arbeitsplätze
möglich in besonderen Fällen
1)

wenn Bedenken gegen Nachtschicht

Sozialpflegerische und sozialpädagogische Berufe: staatlich anerkannte/r Erzieher/in

  
Beispielhafte Risiken
Eigengefährdung durch
  • Arbeit an Maschinen mit ungeschützt rotierenden Teilen 3)

Fremdgefährdung bei
  • fehlende Beaufsichtigung

  • Alleinarbeit

Kinderhort Kindergarten/Kindergrippe 2) Fachrichtung Jugend- und HeimerziehungFachrichtung Arbeitserziehung
Langfristige Anfallsfreiheit
  • Anfallsfrei >=5 Jahre ohne antiepileptische Therapie

1)
Mittelfristige Anfallsfreiheit
  • Anfallsfrei >= 1 Jahr nach operativer Therapie

  • Anfallsfrei >= 1 Jahr unter Pharmakotherapie

  • Anfälle nur aus dem Schlaf >= 3 Jahre unter Pharmakotherapie

  • Kategorie "0" >= 1 Jahr

1)
Anfälle <= 2/JahrA 1)
B 1)
C
D
Anfälle >= 3/JahrA 1)
B
C
D
Abb. 14 Sozialpflegerische und sozialpädagogische Berufe: staatlich anerkannte/r Erzieher/in
grundsätzlich keine Bedenken
möglich in der Mehrzahl der Arbeitsplätze
möglich in besonderen Fällen
1)

wenn Bedenken gegen Nachtschicht

2)

wenn Kinder unter 3 Jahre betreut werden, siehe Grundausbildung Kinderkrankenpflege (Abb. 9)

3)

gilt für Arbeitserzieher

Sozialpflegerische und sozialpädagogische Berufe: Kinderpflegerinnen, Familienpflegerinnen

  
Beispielhafte Risiken
Eigengefährdung durch
  • Arbeit an Maschinen mit ungeschützt rotierenden Teilen

Fremdgefährdung bei
  • Unterbrochener Beaufsichtigung

  • Alleinarbeit

Kinderpfleger/inHaus- und Familienpfleger/in 2)  4)
Langfristige Anfallsfreiheit
  • Anfallsfrei >=5 Jahre ohne antiepileptische Therapie

1)
Mittelfristige Anfallsfreiheit
  • Anfallsfrei >= 1 Jahr nach operativer Therapie

  • Anfallsfrei >= 1 Jahr unter Pharmakotherapie

  • Anfälle nur aus dem Schlaf >= 3 Jahre unter Pharmakotherapie

  • Kategorie "0" >= 1 Jahr

1) , 4) 1) , 3)
Anfälle <= 2/JahrA 1) , 4)
B 1) , 4)
C 4)
D
Anfälle >= 3/JahrA 1) , 4)
B 4)
C 4)
D
Abb. 15 Sozialpflegerische und sozialpädagogische Berufe: Kinderpflegerinnen, Familienpflegerinnen
grundsätzlich keine Bedenken
möglich in der Mehrzahl der Arbeitsplätze
möglich in besonderen Fällen
1)

wenn Bedenken gegen Nachtschicht

2)

weitere Einschränkungen können sich bei fehlender Fahreignung ergeben

3)

anfallsfrei >= 2 Jahre unter Pharmakotherapie, wenn Kinder < 12 Jahren versorgt werden müssen

4)

wenn Kinder unter 3 Jahre betreut werden, siehe Grundausbildung Kinderkrankenpflege (Abb. 9)

5)

Tätigkeiten in der Haus- u. Familienpflege sind nach länderspezifischen Ausbildungsordnungen geregelt. Die Berufsbezeichnungen können unterschiedlich sein

Sozialpflegerische und sozialpädagogische Berufe: Sozialarbeiter, Sozialpädagogen

   
Beispielhafte Risiken
Fremdgefährdung bei
  • Unterbrochener Beaufsichtigung

  • Alleinarbeit

Sozialarbeiter (FH) 2) Sozialpädagoge (FH) 2)
Langfristige Anfallsfreiheit
  • Anfallsfrei >= 5 Jahre ohne antiepileptische Therapie

1) 1)
Mittelfristige Anfallsfreiheit
  • Anfallsfrei >= 1 Jahr nach operativer Therapie

  • Anfallsfrei >= 1 Jahr unter Pharmakotherapie

  • Anfälle nur aus dem Schlaf >= 3 Jahre unter Pharmakotherapie

  • Kategorie "0" >= 1 Jahr

1) 1)
Anfälle <= 2/JahrA 1) 1)
B 1) 1)
C 1) 1)
D 1) 1)
Anfälle >=3/JahrA 1) 1)
B 1) 1)
C
D
Abb. 16 Sozialpflegerische und sozialpädagogische Berufe: Sozialarbeiter, Sozialpädagogen
grundsätzlich keine Bedenken
möglich in der Mehrzahl der Arbeitsplätze
möglich in besonderen Fällen
1)

wenn Bedenken gegen Nachtschicht

2)

weitere Einschränkungen können sich bei fehlender Fahreignung ergeben

Tätigkeitsbezogene Gefährdungsabschätzung nach einem ersten epileptischen Anfall

  Erforderliche Mindestbeobachtungszeit bei erstem Anfall 2)
Schwere Verletzungsrisiko und Fremdgefährdung bei Rezidivanfall 1) Beispielhafte Tätigkeiten... provoziert, mit vermeidbarem Provokationsfaktor... unprovoziert... mit Hinweisen für beginnende Epilepsie
schwer
  • Tätigkeiten in Höhen >= 3 Meter mit Absturzgefahr

  • Fahrertätigkeiten mit Gruppe 2 Führerschein

  • Tätigkeiten mit explosiven Substanzen

  • Erdbaumaschinen mit Fahrersitz

  • "Arbeiten unter Spannung" (AuS) 4)

  • Freileitungsbau

  • Tätigkeiten an in Betrieb befindlichen Gas- und Fernwärmeleitungen

6 Monate (ohne Antiepileptika)2 Jahre (ohne Antiepileptika)5 Jahre (ohne Antiepileptika)
mittel
  • Tätigkeiten an elektrischen Anlagen (außer bei Tätigkeiten unter Spannung s. o.)

  • Metallarbeiten mit schnell drehenden, offenen Teilen

  • Tätigkeiten mit ätzendem und infektiösem Material

  • Tätigkeiten bis 3 m Höhe

  • Staplerfahren in risikoarmer Umgebung

  • Alleinarbeit mit Kindern >= = 3 J. oder behinderten Menschen

  • Verfügbarkeit in Notfallsituationen (Erwachsene/Kinder >= = 3 J.)

3 Monate6 Monate1 Jahr 3)
leicht
  • Tätigkeiten mit kleinen Handwerkzeugen

  • Tätigkeiten an elektrischen Anlagen in freigeschaltetem Zustand und mit ungefährlichen Spannungen/Stromstärken

  • Tätigkeiten mit gering gefährlichen Chemikalien

  • Tätigkeiten im Metall- und Holzbereich an ausgewählten Maschinen mit niedrigem Verletzungsrisiko

  • Alleinarbeit mit Erwachsenen

keine3 Monate6 Monate
nicht relevant
  • Einfache Montagetätigkeiten, Büro, Verkauf

  • Versand-/Verpackungstätigkeiten

keinekeinekeine
Abb. 17 Tätigkeitsbezogene Gefährdungsabschätzung nach einem ersten epileptischen Anfall
1)

nach (19) und (17)

2)

fachneurologische Begutachtung erforderlich

3)

kann bei Beginn einer Therapie mit Antiepileptika ggf. verkürzt werden

4)

Tätigkeiten, die die Berechtigung für die Arbeiten unter Spannung nach DGUV Regel 103-011 (11) voraussetzen