DGUV Information 208-006 - Sicherheit und Gesundheitsschutz bei Transport- und L...

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Abschnitt 14.1, 14.1 Palettenregale
Abschnitt 14.1
Sicherheit und Gesundheitsschutz bei Transport- und Lagerarbeiten (bisher: BGI 582)
Titel: Sicherheit und Gesundheitsschutz bei Transport- und Lagerarbeiten (bisher: BGI 582)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 208-006
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 14.1 – 14.1 Palettenregale

Stand- und Tragsicherheit müssen den betrieblichen Beanspruchungen genügen und nachgewiesen sein.

Dabei ist u.a. zu beachten:

  • Stand- und Tragsicherheit müssen ausreichende Eigensteifigkeit in Längs- und Querrichtung einschließen;

  • tragende Elemente aus Metall dürfen eine Durchbiegung von 1/200 der Stützweite nicht überschreiten, für andere Werkstoffe gilt 1/150;

  • neben äußeren Horizontalkräften (z.B. Wind) sind Horizontalkräfte sowohl in Längs- als auch in Tiefenrichtung in Abhängigkeit von der Belastung und der Art der Be- und Entladung (Hand/Fördermittel) zu berücksichtigen;

  • die Verbindung aller Bauelemente von Regalen muss so gestaltet sein, dass ein unbeabsichtigtes Lösen verhindert wird;

  • Aufstellflächen müssen eine ausreichende Tragfähigkeit besitzen.

Zur Erreichung der notwendigen Standsicherheit kann es erforderlich sein, Regale miteinander oder mit geeigneten Bauwerksteilen zu verbinden (Bild 14-1).

Bild 14-1: Palettenregal aus Metall

Für Regale muss eine Aufbau- und Betriebsanleitung vorliegen, die Hinweise für Aufstellung, Betrieb und notwendige Sicherheitsmaßnahmen enthält. Diese Anleitung liefert der Hersteller bei vorgefertigten Regalen und Regalsystemen. Baut ein Betreiber Regale selbst, hat er den Nachweis über die Stand- und Tragsicherheit zu erbringen und die erforderliche Aufbau- und Betriebsanleitung zu erstellen oder erstellen zu lassen.

Werden Doppelregale von nicht zwangsgesteuerten Fördermitteln be- und entladen, sind Durchschiebesicherungen einzubauen oder es ist ein Sicherheitsabstand von mindestens 100 mm zwischen den einander zugewandten Rückseiten der Ladeeinheiten einzuhalten.

Werden Regale mit Flurförderzeugen - ausgenommen spurgebundenen - bedient, ist es erforderlich, die Eckbereiche mit einem Anfahrschutz zu sichern. Der Anfahrschutz von mindestens 0,3 m Höhe darf nicht mit dem Regal verbunden sein und ist schwarz-gelb zu kennzeichnen.

Regale müssen eine Kennzeichnung haben, wenn die Last, die in ein Fach eingebracht werden kann, mehr als 200 kg oder die Summe der Fachlasten in einem Feld mehr als 1000 kg beträgt.

Deutlich erkennbar sind anzugeben:

  • Hersteller oder Einführer,

  • Typ,

  • Baujahr oder Kommissionsnummer und

  • zulässige Fach- und Feldlasten.

Die Fachlast ist die Summe der Lasten, die von einer Regalseite aus in ein Fach eingebracht werden kann. Ein Fach in einem Palettenregal wird an den Seiten durch die Stützrahmen begrenzt, oben und unten von den Tragbalken.

Regale müssen mit Sicherheitseinrichtungen versehen sein, die ein Herabfallen von Lagergut an den Seiten verhindern, die nicht für die Be- und Entladung vorgesehen sind. An der Rückseite kann es z.B. erforderlich sein, ein Schutzgitter über die gesamte Länge und Höhe anzubringen, wenn kleinere Teile eingelagert werden. Bei Palettenlagerung müssen die Sicherungen gegen herabfallende Ladeeinheiten auch an den obersten Ablagen mindestens noch 0,5 m hoch sein.