DGUV Information 208-006 - Sicherheit und Gesundheitsschutz bei Transport- und L...

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Abschnitt 7.1, 7.1 Breite und Übersicht
Abschnitt 7.1
Sicherheit und Gesundheitsschutz bei Transport- und Lagerarbeiten (bisher: BGI 582)
Titel: Sicherheit und Gesundheitsschutz bei Transport- und Lagerarbeiten (bisher: BGI 582)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 208-006
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 7.1 – 7.1 Breite und Übersicht

Die Breite der Wege für den Fahrverkehr richtet sich nach der größten Breite der verwendeten Transportmittel oder des transportierten Ladegutes. Bis zu einer Geschwindigkeit von 20 km/h müssen die Wege so breit sein, dass auf beiden Seiten ein Sicherheitsabstand Z1 von mindestens 0,5m vorhanden ist (Bild 7-2).

Bild 7-2: Die Mindestbreite der Verkehrswege für Lastbewegungen richtet sich nach der Breite des Transportmittels bzw. des Ladegutes aL. Dazu wird der Zuschlag Z1gerechnet

Bei Gegenverkehr muss zusätzlich zwischen den Transportfahrzeugen einschließlich Ladegut ein Begegnungszuschlag von Z2 = 0,4m bleiben. Höhere Geschwindigkeiten der Fahrzeuge erfordern entsprechend größere Werte für Z1 und Z2 (Bild 7-3).

Bild 7-3: Bei Gegenverkehr auf dem Verkehrsweg ist außer aLund Z1noch der Abstand Z2zu berücksichtigen

Werden die Fahrwege auch zum Gehverkehr benutzt, sind die Randzuschläge Z1 auf 0,75 m zu erhöhen.

Bei geringer Benutzung der Wege können die Begegnungs- und Randzuschläge bis auf 1,10 m herabgesetzt werden (2 Z1 + Z2 = 1,10 m).

Wegbreiten für den Handtransport werden im Bild 7-4 gezeigt.

Bild 7-4: Wegbreiten für den Handtransport

Entsprechend den unterschiedlichen Betriebsbedingungen kann auch bei Gegenverkehr der Verkehrsweg bei genügend Ausweichstellen einspurig geführt werden; dies gilt sinngemäß auch für Tore und Durchfahrten.

Diese Breiten sind bis 0,2 m oberhalb der Fahrzeuge und des Ladegutes, mindestens aber bis zu einer Höhe von 2 m über dem Boden einzuhalten.

Nur gute Übersichtlichkeit ermöglicht das Sehen und Gesehenwerden. Darauf ist bereits bei der Planung und Errichtung von Verkehrswegen zu achten.

Um an unübersichtlichen Stellen, z.B. Ausgängen, Treppenzu- und -abgängen, Türen oder Durchgängen, ein rechtzeitiges Erkennen zu ermöglichen, muss der Querverkehr in einem Abstand von mindestens 1 m an solchen Gefahrstellen vorbeigeführt werden. Andernfalls sind Umgehungsschranken oder ähnliche Einrichtungen anzubringen (Bild 7-5).

Bild 7-5: Abschrankung zum Verkehrsbereich