DGUV Information 209-015 - Instandhalter (bisher: BGI 577)

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Abschnitt 5.1, Wirkung des Stromes auf den Menschen
Abschnitt 5.1
Instandhalter (bisher: BGI 577)
Titel: Instandhalter (bisher: BGI 577)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 209-015
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 5.1 – Wirkung des Stromes auf den Menschen

Bei der Berührung von unter Spannung stehenden Teilen werden die schwachen elektrischen Impulse des menschlichen Steuerzentrums überlagert. Die wesentlich höheren Fremdströme bewirken eine Verkrampfung der Muskeln. Sind die Muskeln der Hand betroffen, kann man einen erfassten Gegenstand nicht mehr loslassen. Ist der Brustbereich im Stromfluss, kann Atem- und Herzstillstand eintreten oder der geregelte Ablauf der Herzmuskelbewegungen wird gestört (Herzkammerflimmern). Das Herz verliert dadurch den natürlichen Rhythmus, der zur Aufrechterhaltung der Blutzirkulation notwendig ist. Nach einer Zeit von 3 bis 5 Minuten kommt es zu Dauerschädigungen des Gehirns oder zum Tod wegen fehlender Sauerstoffversorgung.

Der Strom nimmt auch im menschlichen Körper den Weg des geringsten Widerstandes. Der Strom fließt umso stärker, je kleiner der Widerstand im Stromlauf bei unveränderter Spannung ist (Bild 5-1).

Schon bei Spannungen ab 50 Volt Wechselstrom muss mit einer Gefahr für den Menschen gerechnet werden.

Bild 5-1: Körperinnenwiderstand des Menschen