DGUV Information 209-015 - Instandhalter (bisher: BGI 577)

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Abschnitt 3.2, Schutzmaßnahmen
Abschnitt 3.2
Instandhalter (bisher: BGI 577)
Titel: Instandhalter (bisher: BGI 577)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 209-015
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 3.2 – Schutzmaßnahmen

Werden die zulässigen Arbeitsplatzgrenzwerte auch bei kurzzeitigen Belastungen überschritten oder kann eine Gesundheitsgefährdung nicht ausgeschlossen werden, sind Maßnahmen zu ergreifen:

  • Die Gefahrstoffe sind, sofern ein Freisetzen nicht verhindert werden kann, an der Entstehungs- oder Austrittsstelle zu erfassen und abzuführen.

  • Lassen sich Arbeitsplatzgrenzwerte nicht unterschreiten, sind persönliche Schutzausrüstungen zu benutzen (Bild 3-4).

Bild 3-4: Persönliche Schutzausrüstungen bei der Instandhaltung

Gefährdungen und Maßnahmen beim Umgang mit Gefahrstoffen sind in Betriebsanweisungen zusammenzustellen. Unter Zuhilfenahme dieser Betriebsanweisungen sind Unterweisungen durchzuführen. Bei Instandhaltern kann eine einmal im Jahr durchgeführte Unterweisung nicht immer sinnvoll sein. Bei seltenem Einsatz bestimmter Gefahrstoffe sollte die Unterweisung vor dem Einsatz dieser Stoffe vorgenommen werden.

Auch bei Instandhaltern sind arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen in bestimmten Fällen notwendig, um Beeinträchtigungen der Gesundheit rechtzeitig zu erkennen und ihnen vorbeugen zu können.

Instandhalter sind auch hautgefährlichen Stoffen ausgesetzt. Besonders Löse- und Reinigungsmittel, aber auch bestimmte Hydrauliköle und Hilfsstoffe, können zu Hauterkrankungen führen. Neben der unerlässlichen persönlichen Hygiene sind auch geeignete Schutzhandschuhe beim Umgang mit hautgefährlichen Stoffen zu tragen.

Außerdem sind spezielle Hautschutz-, Hautreinigungs- und Hautpflegemittel zu benutzen.

An einigen ausgewählten Arbeitsverfahren der Instandhaltung sollen Gefährdungen und Schutzmaßnahmen beim Umgang mit oder bei der Entstehung von Gefahrstoffen erläutert werden.