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DGUV Information 205-001 - Arbeitssicherheit durch vorbeugenden Brandschutz (bisher: BGI 560)
Titel: Arbeitssicherheit durch vorbeugenden Brandschutz (bisher: BGI 560)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 205-001
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Arbeitssicherheit durch vorbeugenden Brandschutz
(bisher: BGI 560)

BG-Information

BGHM
Berufsgenossenschaft Holz und Metall

Stand der Vorschrift: Ausgabe November 2013

 

InhaltsübersichtAbschnitt
  
Vorwort 
Brandursachen1.
Sicherheitsanforderungen in den Regelwerken2.
Brandbekämpfung ist Sache aller3.
Die Aufgaben der Fachkraft für Arbeitssicherheit im Brandschutz4.
Der Verbrennungsvorgang5.
Brennstoff5.1
Sauerstoff5.2
Energie5.3
Zündverhalten5.4
Gefährdung durch Brandgase und Brandrauche6.
Grundprinzipien des Brandlöschens7.
Baulicher Brandschutz schon bei der Planung8.
Die Praxis des baulichen Brandschutzes9.
Baustoffklassen9.2
Klassifizierung von Bauteilen9.3
Brandabschnitte9.4
Rauchabführung durch Lüftung9.5
Betriebliche Brandschutzpraxis10.
Fluchtwege freihalten10.1
Sicherheitsbeleuchtung10.2
Feuergefährdete Räume10.3
Explosionsgefährdete Räume10.4
Funken erzeugende Arbeitsverfahren10.5
Zündquellen elektrischer Anlagen und Betriebsmittel10.6
Anforderungen an elektrische Anlagen10.7
Elektrostatische Aufladung10.8
Brandschutzmaßnahmen im Einzelnen10.9
Verwenden brennbarer Stoffe10.10
Kennzeichnung der Arbeitsplätze10.11
Unterweisen der Beschäftigten10.12
Schweiß- und andere Feuerarbeiten in gefährdeten Bereichen10.13
Technischer Brandschutz11.
Brandrisikoanalyse11.1
Brandrisiko11.2
Vorsorgemaßnahmen11.3
Erkennen brennbarer Gase11.5
Brandalarm11.6
Brandbekämpfung11.7
Feuerlöscheinrichtungen11.8
Wichtigste Feuerlöschgeräte11.9
Stationäre Brandschutzanlagen11.10
Verhalten im Brandfall12.
Ausbilden der Belegschaft im Brandschutz13.
Brandbekämpfungsplan14.
Betriebsbegehung als Brandschutzmaßnahme15.
Flucht- und Rettungsplan16.
Alarmplan und Feuerwehrplan17.
Literatur- und Quellenverzeichnis (Vorschriften und Regeln)18.
BG-Regeln, BG-Informationen und BG-Grundsätze18.2
DIN-Normen18.3
VDE-Bestimmungen18.4
VDI-Richtlinien18.5
Gesetze, Verordnungen, Leitlinien und Technische Regeln18.6
Richtlinien der Europäischen Gemeinschaft18.7
Privatrechtliche (vertragliche) Vereinbarungen mit den Sachversicherern, Verband der Sachversicherer (VDS)18.8
Glossar und Checklisten18.9
Abbildungsverzeichnis19.

 

Vorwort

Zu jeder Zeit verspürt der Mensch die vernichtende Kraft des Brandes, wenn das Feuer unbeabsichtigt oder unerwartet auftritt oder außer Kontrolle gerät.

Gebäude und Anlagen können nach einem Brand mit mehr oder weniger großem Aufwand instand gesetzt, zerstörte Betriebsmittel neu beschafft werden.

Der Verlust von menschlichem Leben und die Beeinträchtigung der Gesundheit durch den Brand und seine Nebenwirkungen wiegen dagegen ungleich schwerer als der Sachschaden.

Brände und Explosionen sind oft die unmittelbaren Auslöser von Unfällen.

Den Berufsgenossenschaften wurden in den vergangenen Jahren jeweils etwa 3.500 Arbeitsunfälle gemeldet, deren Ursache auf Brände und Explosionen zurückzuführen war.

Die Verletzungen werden meist durch die direkte Einwirkung der Flammen oder heißen Rauchgase auf ungeschützte Bereiche des menschlichen Körpers, durch die Auswirkung brennender Kleidung sowie die Vergiftung durch die beim Brand entstehenden Gase verursacht. Bereits kleine Brände belasten die Umwelt erheblich. Dem vorbeugenden und abwehrenden Brandschutz kommt daher immer mehr Bedeutung zu.

Technische und organisatorische Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz des Lebens und der körperlichen Unversehrtheit des arbeitenden Menschen sind Bestandteile der Planung von Arbeitsplätzen und Fertigungsabläufen. Dazu gehören auch Brand- und Explosionsschutzmaßnahmen. Sie liegen im Verantwortungsbereich des Unternehmers und der von ihm beauftragten Personen.

Der optimal gestaltete Arbeitsplatz muss deshalb neben der Leistung, Wirtschaftlichkeit und Sicherheit des Arbeitssystems auch die Vorsorge gegen Zerstörung der Arbeitsmittel durch äußere Ereignisse, wie Brände und Explosionen, berücksichtigen.

Großschäden in der industriellen Sachversicherung 1)
JahrSchadenaufwand
Mrd. Euro
AnzahlSchadendurchschnitt
Mio. Euro
19800,642782,31
19850,792892,74
19900,852892,95
19951,132674,24
20000,881994,43
20011,021835,57
20020,551603,46
20030,551503,67
20040,541503,58
20050,931615,75
20061,031546,71
20070,671713,92
20080,721425,05
20090,691514,54
20100,571533,75
1)

Schäden mit mindestens 500.000 Euro Schadenaufwand (bis 2001 1 Mio. DM)

Bild 1: Statistik der Brandschäden

Brandkatastrophen haben darüber hinaus gezeigt, dass auch Maßnahmen zum Schutz der Umwelt und der Lösch- und Rettungsmannschaften erforderlich und sinnvoll sind, beispielsweise:

  • Verzicht auf den Einsatz von Halon-Feuerlöschmitteln

  • Vorsehen von Rückhaltebecken für kontaminiertes Löschwasser

  • Austausch PCB-haltiger Isolierflüssigkeiten in Transformatoren und Kondensatoren

 

Bild 2: Technische und organisatorische Sicherheitsmaßnahmen im Betrieb

Impressum

Herausgeber

Berufsgenossenschaft Holz und Metall
Wilhelm-Theodor-Römheld Straße 15
55130 Mainz

Telefon: 0800 9990080-0
Fax: 06131 802-20800
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Servicehotline bei Fragen zum Arbeitsschutz: 0800 9990080-2
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Ausgabe: November 2013