DGUV Information 209-014 - Lackierer (bisher: BGI 557)

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Abschnitt 15, 15. Arbeiten mit Zündgefahr
Abschnitt 15
Lackierer (bisher: BGI 557)
Titel: Lackierer (bisher: BGI 557)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 209-014
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 15 – 15. Arbeiten mit Zündgefahr

Arbeiten mit Zündgefahr, wie Schweißen, Schleifen, Bohren, dürfen nur in Ausnahmefällen vorgenommen werden, wenn der Unternehmer eine schriftliche Erlaubnis erteilt und besondere Maßnahmen getroffen hat. In der Nähe der Zugänge zu Lackierräumen bei offen stehenden Türen dürfen Arbeiten mit Zündgefahr nur ausgeführt werden, wenn sichergestellt ist, dass Zündquellen nicht in den Lackierraum gelangen können. Dabei ist auch der Funkenflug beim Schweißen und Schleifen zu berücksichtigen (Bild 15-1).

Bild 15-1: Zündgefahr, möglicher Funkenflug beim Brennschneiden

Wenn auch im Lackierbereich keine Zündquellen vorhanden sein dürfen, so ist doch der Einsatz ortsbeweglicher Infrarotstrahlerzulässig, wenn außer dem Trocknungsvorgang im Umkreis von 5 m um den Infrarotstrahler kein Zubereiten oder Auftragen von Beschichtungsstoffen erfolgt.

Ebenso sind die Aufstellung und der Betrieb von Lacktrocknern mit offenen Heizaggregaten, z. B. Gasflammen, elektrischen Glühspiralen, Ölbrennern, in feuergefährdeten Bereichen erlaubt, wenn durch geeignete Luftführung verhindert ist, dass explosionsfähiges Lösemitteldampf/Luft-Gemisch in die Trockner und deren Heizaggregate eindringen.

Schließlich ist sogar der Betrieb von Fahrzeugen normaler Bauart im Lackierbereich, z. B. zur Anlieferung von Lack, zulässig, wenn für die Zeit des Verkehrs dafür gesorgt ist, dass im Verkehrsbereich eine explosionsfähige Atmosphäre weder vorhanden ist noch dorthin gelangen kann. Das ist beispielsweise dann möglich, wenn beim Lackieren eine Spritzpause eingelegt wird.